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Manchester Punk Fest Tag 2: Wonk Unit, Death By Stereo, Spoilers, Pizzatramp, Milloy, Start At Zero, Wolfbeast Destroyer, Antillectual, Drones, Throwing Stuff, Dream Nails, Sounds Of Swami, Speedozer, 20.04.2018 in Manchester (UK), City - Bericht von der Redaktion

Manchester Punk Fest Tag 2, 20.04.2018 in Manchester (UK)

Thruntilldeath: Tag 2. Schlecht geschlafen, weil unser Fenster die Nacht über nur halb geöffnet war und sowohl Ouuuuule als auch ich ordentlich ausgedünstet haben. Oagne, aber im Zelt isses ja auch meist nicht viel anders. Aber weil wir am Tag so geil eingekauft haben und sogar Instantkaffee (Nestle, richtig gut! Tolle Firma!) im Haus hatten, strahlte ein Teil der wachen Mannschaft schon ob dem, was folgen sollte.
Zwen: Ich habe nach meiner ausgiebigen Nachtwanderung und nachdem ich ja gestern schon um vier Uhr aufgestanden bin, geschlafen wie ein Stein und wurde auch nicht vom nächtlichen Besuch wach.
Thruntilldeath: Der Smutje kochte erstmal feinstes Bouuuuunengemüse auf Gas im Topf, schaute nebenbei nach dem Wetterbericht (Gute deutsche Tugend!) und verkündete lauthals: EY WIRD GEIL WARM HEUTE! SAUFEN!
Thruntilldeath: Witzig.
Fö: Ei.
Thruntilldeath: Affenmesser-was? Affenmesserdenwitzhabenwirschon beifacebookverbraten. Sorry, aber Witze doppelt zu machen geht GAR nicht! Aber scheiße süß, das Foto.
Fö: Wer ist denn No. 1 und wer No. 2?
Fö: Erstmal Stadtrundführung durch unser Problemviertel für unsere Neuzugänge. Ohne Witz, wirklich alle zwei Meter liegen hier Autoglasscherben auf dem Boden, wie geht sowas?
Gerdistan: Jetzt versteh ich auch, was dieses Bild sollte.
Zwen: Ich wette das Viertel wird nach unserem Bericht erstmal ordentlich gentrifiziert!
Fö: Die Hipster versiegeln die Glasscherben dann mit Klarlack, weil sie das natürliche Flair des Viertels erhalten wollen.
Zwen: Life-Hack. In Museen und Bibliotheken gibt es so gut wie immer Gratis-Toiletten und in Manchester gibt es in der Bücherei sogar schöne Mosaiken und Fenster. So befriedigen wir Grundbedürfnisse und staunen dabei noch etwas über Kultur. Die kurze Zeit in Manchester also optimal genutzt.
Thruntilldeath: Allerdings die Öffnungszeiten beachten, hab mir deswegen an Tag 3 fast in die Hose gemacht.
Thruntilldeath: Und als hätte es nie etwas anderes gegeben, ging es zu den supertollen Pommes im Old Monkey. Wichtig: Keine Pubkette wie Wetherspoons, also auf der guten Seite der Macht. Bier günstig, Essen gut, immer ein Platz für uns und ab jetzt auch ein Platz in unserem Herzen.
Gerdistan: Frütten!
Fö: Was sind denn nun Chips? Fries oder Crisps?
Thruntilldeath: Im Menü, in der Tüte oder in der Schüssel? Cui bono? Salve discipuli discipulaeque! Quid fecisti ad feriam? - Non.
Zwen: Einfach klasse, dieser alte Affe!
Thruntilldeath: "Ey wie steht bei Schalke?" "Ey, Schalke is voll der Piss wie der Seeliger." "Ja ey, stimmt."
Thruntilldeath: Kurzer Abstecher zum Big Ben nach Liverpool. Steht noch, alles gut, weitergehen.
Fö: Erste Band, die wir aufm Zettel haben: SPEEDÖZER. Der Name ist halt einfach Programm. Selbstverständlich All-Male, selbstverständlich dreckiger Hochgeschwindigkeitsrocknroll und selbstverständlich aus Benelux.
Zwen: Für mich wohl die beste Band des Festivals, komplett out of the blue blasen mich Speedözer mal eben ganz locker zum verfickten Mars. Holla die Waldfee, wie kann man bitte nur so einen Highspeed-Punk/Hardcore raushauen, der nur ab und an mal von einer kurzen Rock'n'Roll-Bridge unterbrochen wird?!
Fö: Erinnert dementsprechend auch ganz arg an Peter Pan Speedrock, nur die Koteletten vom Bassisten könnten buschiger sein. Die Lieder braten gut einen weg. Peter Pan Speedrock hatten ja auch ein paar ziemliche Hits im Programm, die fehlen mir hier ein wenig, aber konstante Geschwindigkeit ist auch ein wichtiges Gut.
Fö: Geilster Typ der Schlagzeuger. Wechselt sich beim Gesang ab mit dem Gitarristen, übernimmt aber so ziemlich alle Ansagen und ist dabei meist erstaunlich unterhaltsam.
Zwen: Drummer: "This song is about drinking together and having fun."
Gitarrist: "Actually it's about animal rights". BESTE ANSAGE des ganzen Festivals!
Thruntilldeath: Das war wirklich wunderschönster Kinderquatsch mit Michael, bei dem sich Kinder nach drei Tassen Kaffe gegenseitig im Ikea Bällebad umschubsen und brüllen. Genau die richtige Spiellänge für diese Art von Musik, das hält weder die Band noch das Publikum 45 Minuten durch.
Thruntilldeath: Man könnte auch sagen, dass die Band so klingt, wie Max aussieht. Selbst Föleas Fogg ist mehr als nur aus dem Häuschen.
Fö: Der Blick irgendwie so zwischen "boah, echt jetzt schon wieder Bier" und "Ja geil voll das große Bier sofort rein damit!"
Thruntilldeath: Nachdem wir uns dank Speedözer nicht mehr vom Fleck rühren konnten und Sventje uns DREAM NAILS aufschwatzte, blieben Ole und ich einfach im Bread Shed. Lag vielleicht auch am Outfit der No-Male-Band, endlich mal keine tarnfarbenen Baggypants und T-Shirts von Bands, die eben noch gespielt haben.
Thruntilldeath: Und jungejungejunge war das ein Kontrastprogramm, wer hat sich denn sowas ausgedacht? Kein Hardcore gefolgt auf Melodic Hardcore, stattdessen von Speedrock zu Riotgrrrl, Männer treffen auf Frauen, Schwarz trifft auf Weiß und Dream Nails reden wirklich noch mehr zwischen den Songs als ihre Vorgängerband. Man (höhö) bezeichnet sich selbst als "punk witches", die Songs sollen eher Hexensprüchen ähneln und irgendwie, so abstrus das auch klingt, glaub ich das sofort.
Zwen: Klasse, direkt nach Speedözer direkt die zweite absolute Überraschung. Die Dream Nails hauen einfach tierisch einen raus, machen eine gute Show und auch die Musik kann sich wirklich hören lassen. Ein bisschen wie die Petrol Girls, nur deutlich experimentierfreudiger und deswegen auch mit guten Indie- und Alternative-Einspritzern.
Thruntilldeath: Anders ist es auch nicht zu erklären, dass das hier wirklich großartig ist, obwohl ich mir das auf Platte nie anhören würde. Bikini Kill und Co, das war mir schon immer zu fiddelig, aber auf der anderen Seite springt Janey Starling fröhlich-vergnügt über die Bühne und ätzt auf eine ganz unschuldig wirkende Art Songs über misogyne Kackscheiße ("DIY" oder "Tourist") raus, dass es die reinste Freude ist.
Zwen: Die Dream Nails sind das beste Beispiel das feministischer Humor auch geil äh...cool sein kann.
Bei mir ist deswegen auch vor allem der Song "Cookies 4 U" hängengeblieben. Gute Aussage!
Fö: Schade, klingt als hätte ich da doch was verpasst. Aber man kann nicht alles sehen, was auch das einzige Problem ist, das ich-schau-mir-auf-Festivals-jede-Band-an-Idioten wie ich haben könnten. So ganz allgemein bin ich begeistert vom Abwechslungsreichtum der Musikstile beim Manchester Punk Fest, hier kommt echt kein Geschmack zu kurz. Im Gegensatz zu anderen Festivals, die ich in letzter Zeit im Ausland besuchen durfte (Punkrock Holiday, Crossbone, Brakrock etc.), spielen hier endlich mal nicht nur 95% belanglose Melodycore-Bands. Punk kann doch so viel mehr sein!
Fö: Ich für meinen Teil musste mich zwischen Dream Nails und SOUNDS OF SWAMI entscheiden und setzte mein Kreuzchen beim vorherigen Reinhören auf zweitere. Ist ja schließlich eine All-Male-Band und sowas muss man(n) unterstützen.
Fö: Da männliche Musiker selten sind, muss man sich die gut aufteilen. Den Gitarristen hab ich doch gestern noch an der Geige bei Crazy Arm gesehen! Sonst spielt er wohl noch bei The Human Project, erzählt Gerd später.
Fö: Musik: Naja, so Punkrock gemischt mit Emo und Progressive-Postpunk-Krams. Hat in guten Momenten was von ...and you will know us by the trail of dead, in schlechten wirkt es einfach nur austauschbar. Da hatte ich mir mehr von versprochen.
Fö: Dafür erste Gelegenheit, das "Gorilla" zu begutachten. Nachdem gestern nur zwei Locations genutzt wurden, geht's heute in die Vollen. Mit ner Kapazität von 550 ist das Gorilla wohl der größte Laden, aber zum Glück nicht unangenehm groß, erinnert mich eher etwas an den FZW-Club - nur ein Quentchen größer halt.
Gerdistan: THROWING STUFF leider verpasst. Die waren letztes Jahr aber echt geil.
Zwen: Ich schaue mir die Band tatsächlich nur wegen dem Namen an und werde nicht enttäuscht. Feinster Hardcore mit einem komplett ausrastenden Sänger.
Gerdistan: Besonders gut fand ich den Eintrag in der Festival-FAQ, der ungefähr so ging:
F: Wann spielt meine Lieblingsband?
A: Throwing Stuff spielen Freitag um 5.
Zwen: Da kann man auch mal sein Shirt ausziehen und wahlweise ins Publikum oder direkt irgendwem auf die Schultern springen.
Zwen: Scheinen wohl einige die FAQ gelesen zu haben.
Zwen: Muncie Girls scheinen echt gerade im Hardcore gut anzukommen und das ist verdammt gut so!
Fö: Gefangen in der Entscheidung, entweder Throwing Stuff oder The Raging Nathans oder DRONES zu gucken, entscheidet sich unser Teil der Reisetruppe für letztere.
Fö: Eigentlich sind die ganz gut! Die Sängerin bringt ordentlich Bühnenpräsenz, musikalisch gibt's Punkrock mit 90er-Alternative-Einfärbung. Knallt ganz ordentlich, nur irgendwie ist mir das alles zu sauber und eben zu sehr "alternative". Da hätte ich lieber etwas mehr Straßendreck. Naja.
Thruntilldeath: Ich bin auch immernoch hin- und hergerissen, ob ich das jetzt echt geil finde, oder doch nur gut. Gut sind mindestens schon mal zwei Sachen: Die politische Agenda; das aktuelle Album Exiled befasst sich mit der Flüchlingsthematik aus der Sichtweise der Betroffenen und dem besten T-Shirt auf der ganzen Welt mit dem Konterfei der großartigen Patsy Stone. Vielleicht sind wir auch nur alle verwundert, dass hier Songs mit mehr als 3 Minuten länge gespielt wurden und einfach zu wenig Männer in der Band sind? Die machen ihre Sache aber echt gut und bewegen sich nicht zuviel, das würde in dieser großen Halle auch komisch rüberkommen. Dennoch: Mindestens gut! Und auf Platte geil.
Gerdistan: Hier bin ich zu den letzten paar Songs in den Club gestolpert, die wollt ich gern noch sehen. Hat sich auch gelohnt! Bisschen erstaunt war ich, Rob Piper von Darko an der Gitarre zu sehen, aber naja. Der kann sowas.
Fö: Der wurde auch irgendwie als neuer Gitarrist angekündigt und bekam dafür Szenenapplaus. Jaja.
Fö: Anschließend müssen wir uns entscheiden zwischen den beiden großartigen Bands Antillectual und The Bennies - und entscheiden uns für das unbekannte Pferd: WOLFBEAST DESTROYER! Die anderen beiden sehe ich ja eh in Kürze beim Uncle M Fest, während ich die Wolfbiester bisher gar nicht kannte.
Zwen: Du musst die Geschichte schon auch ganz erzählen Fö! Also...Team Bierschinken sitzt so beim Frühstückstisch und berät, hochkonzentriert über den Timetable gebeugt, welche Bands man sich denn heute so gönnen sollte. Irgendwer sagt nur WOLFBEAST DESTROYER. Alle nicken sich nur mit einem verkniffenen Gesichtsausdruck zu und evtl wurde auch die ein oder andere Pommesgabel herausgeholt.
Thruntilldeath: Chipsgabel?
Fö: All-Male, Punk, Hardcore, D-Beat, hier und da mal Metal-Gitarre. Ordentliches Brett! Die Band freut sich sichtlich, dass mehr als die erwarteten 5 Leute den Weg ins Rebellion gefunden haben. Sie zeigen ihre Freude durch auditive Gesichtstreter.
Gerdistan: Habt ihr euch diesen Male/Female-Witz eigentlich ausgedacht, als ich mich abgeseilt hab?
Fö: Als du weg warst haben wir ausschließlich Witze über dich gemacht, Gerdine.
Thruntilldeath: Hardcore-Shouter trifft auf Metalsoli-Gitarristen im Descendentsshirt mit Crustenoptik. Wolfbeast Destroyer aus Boston, not Boston zünden am Ende zwar nicht den Laden an, fackeln dafür aber alles ab, was geht und hinterlassen ein zerfetztes Wolfsbiest, aus dem nur noch die Eingeweide heraushängen. Das war schön.
Fö: Eigentlich sind wir alle nur hier, um stramme Waden zu sehen.
Thruntilldeath: Wer so viel rumrennt wie der männliche Sänger, der muss die aber auch haben. Danach war ich dann auch erstmal bedient und brauchte die nächste Stunde zum Runterkommen. Hui.
Zwen: Der Name ist einfach Programm. ENDE.
Fö: Wurden wirklich Wolfsbiester zerstört? Muss ich PETA rufen?
Thruntilldeath: Wenn der Sänger so heißt, dann bestimmt.
Gerdistan: Team Augsburg ist bei ANTILLECTUAL (nicht im Bild) geblieben, die sieht man ja nun nicht gerade selten, aber heute überzeugen sie mich von vorne bis hinten. Gute Songauswahl, RICHTIG Bock, Energie, Rumspringa. Echt schön. Bennies seh ich ja beim Sbäm Fest und so Sachen die ich vorher noch nie gehört hab, naja, dafür bin ich zu alt.
Fö: Ey ohne Scheiß jetzt, Bennies sollte man mal gesehen haben! Antillectual natürlich auch. Wolfbeast Destroyer auch. Ach, egal.
Fö: Anschließend muss man sich entscheiden zwischen Fireapple Red, Stand Out Riot und MILLOY. Für mich dann wohl Letzteres! Fand die Band vor ungefähr 10-15 Jahren ziemlich geil, hab sie dann aber aus den Augen verloren weil ich sie einfach nie live sehen konnte und sie sich dann auch noch aufgelöst haben. Aber nun sind sie wieder da!
Fö: Musik: Punkrock mit etwas von dem "guten" Emo. Also was für Freunde von Samiam, Doctor Bison oder Leatherface. Mit noch anderen Worten: Hier senke ich sogar mal den Altersdurchschnitt. Egal. Auftritt: Super!
Fö: Insbesondere der Sänger imponiert. So vom Typ englischer Vorort-Arbeiterklasse. Macht auch mal Scherze, pöbelt aber auch gerne rum. Beste Szene, als er anfängt, sich in laszive Posen zu schmeißen, als eine Fotografin die Kamera auf ihn richtet. Hab ich leider keine Fotos von. Aber sie bestimmt!
Fö: Auftritt gefällt, auch weil mir einige Stücke noch gut im Ohr hängen. Ich bleib trotzdem nicht ganz bis zum Schluss, muss ja noch die Bühne wechseln zugunsten von Wonk Unit.
Zwen: Ja, STAND OUT RIOT wollte ich sehen, habe ich aber wegen ordentlich einen reinsaufen verpasst. Wer hat das Foto gemacht? Etwa ich?
Fö: Das Foto beschreibt exakt den Moment meiner Ankunft und gleichzeitig den Schlussakkord der musikalischen Darbietung. Der Schlussakkord war okay (garniert von Getröte), zum Rest des Auftritts kann ich nix sagen.
Thruntilldeath: Demnächst auch in Ihrer Nähe: Krantanplan. Wo werden die Kräne eigentlich hergestellt? Auf einer Krantanplantage?
Thruntilldeath: Es gibt hier wirklich ALLES!
Gerdistan: Mäy the Schwartz be with you.
Thruntilldeath: WO WAR DIE BEI RANDOM HAND?
Fö: Ich dachte ja immer, Manchester wär ne langweilige Industrie-Stadt. Aber alleine was die hier an Kränen haben, traumhaft!
Thruntilldeath: Liegt eben auch daran, dass es so viel Himmel zu füllen gibt. Und das geht mit Kränen einfacher. Ein weiterer Vorteil, ein Festival in der Stadt zu machen, man sieht auf den Wegen so viel mehr, als z.B. auf dem Weg zur Skatestage auf dem Wilwarin. Werde aber jetzt auch einen Umweg durchs Dorf machen.
Gerdistan: WONK UNIT waren wie immer geil. Gute Songs und dummes Gesabbel, köstliches Amüsement! Das Gehampel des Sängers ist einfach unvergleichlich. Muss man erlebt haben.
Zwen: Kann ich dir nur beipflichten, in unseren Breitengraden ist die Band ja noch ein absoluter Geheimtipp. Ich schiebe, dass mal auf "lost in translation" und vielleicht auch generell, dass der Humor bei der Currywurst-Pommes-Fraktion nicht so gut ankommt. Hier in Manchester haben sie jedoch kein Problem den Laden mal eben ordentlich voll zu kriegen. 
Fö: Großartig! Alleine schon mit dem Überhit "Je M'Apelle Alex" zu starten, um dann ein Feuerwerk an Hits hinterher zu feuern. Horses, Go Easy, Awful Jeans, Johnny Rambo, Me And Curtis und so weiter. Vom Humor kommt bei mir auch nicht alles an, aber alleine diese Typen zu sehen macht doch schon Freude. Kann mich nur an eine Ansage erinnern, da ging's irgendwie um sweatshop-freie Shirts von Punkbands. Oder um Punkbands, die keine sweatshop-freie Shirts haben. War also vermutlich eher ne ernste als ne witzige Ansage. Haha!
Thruntilldeath: Das wird bei der Band sowieso ein wenig unterschätzt, hinter all diesem Klamauk steckt dann doch immer wieder genug Botschaft. Aber hier gibt es wohl den Redaktions-Konsens: Alle lachen, alle haben Spaß, alle singen irgendwas mit und alle guten Menschen heißen Alex.
Zwen: Tatsächlich ist z.B. das neue Album auch eher düster und handelt vor allem von Sänger Alex' Zeit als Abhängiger.
Gerdistan: Wegen Wonk Unit habe ich auch die japanische Skatepunkband WATERWEED sausen lassen, aber die spielen demnächst in Augsburg, also nix verpasst.
Fö: Parallel spielten außerdem noch Apologies I Have None, aber das war mir herzlich egal. Scheiße, was sind WONK UNIT geil!
Gerdistan: Go easy, go easy!
Fö: Geil wie hart das Publikum feiert! Und alle haben dieses herrlich glückliche Grinsen im Gesicht. Das Bread Shed ist auch gut gefüllt. Stagedives, Pogo-Gewackel, Menschenpyramiden, alles ist möglich!
Fö: Gastgesang bei Johnny Rambo heute vom Sänger von Aerial Salad, die wir heute nachmittag verpasst haben und die wir später als Green-Day-Coverband nochmal verpassen werden.
Thruntilldeath: Alternativ singt auch einfach das Publikum lauthals Johnny Rambo mit. Der Ohrwurm will auch immer noch nicht weg und auch die Nörtenjugend dürfte trotz der verlorenen Wette ihren Spaß gehabt haben.
Fö: Im Vorfeld kurz reingehört und direkt vorgemerkt: SPOILERS! Die spielen nun im "Zombie Shack", der wohl kleinsten Location, eine Bambusrohrbühne zu der man über ne enge Wendeltreppe kommt.
Fö: Zu hören gibt es Poppunk mit Schrammelgitarre, gleichzeitig ohrenschmeichelnd und nach vorne preschend. Find ich gut. Für die (und für ein kurzes Techtelmechtel mit Jonas) verpasse ich dann auch die heutigen Headliner The Restarts und Death By Stereo. Aber die sieht man ja oft genug.
Gerdistan: Wieder mal für die letzten zwei Songs reingekommen und wieder extrem begeistert gewesen.
Thruntilldeath: Spoilers waren eine der wenigen Bands, bei denen ich auch vorher reingehört habe und konnte wenigstens endlich mal zum großen Chef "Ey, ja, da will ich auch UNBEDINGT HIN!" sagen. Keine Enttäuschung, bis auf den Gesang, der etwas schepperte, typisch Zombie Shack. Aber ansonsten das Rundumsorglospunkrockpaket mit fiesem "Ich bin zu dick zum tanzen, nicke aber hektisch mit dem Kopf mit"-Syndrom. Gab also keinen Grund, in irgendeine Richtung der Headliner zu gehen.
Gerdistan: Ich sauf allein.
Thruntilldeath: Ich lauf allein. Einige haben mich sogar gebissen.
Zwen: So jetzt fickt euch alle, ich geh mir jetzt zu DEATH BY STEREO ordentlich einen abpogen. Schon relativ früh erscheine ich am Rebellion, da ich mit einem picke-packe-vollem Haus gerechnet hätte. Tatsächlich ist der Laden aber 2 Minuten vorher noch ziemlich leer. Was mich doch etwas verwirrt.
Zwen: Immerhin stolpern so nach und nach immer mehr Leute herein und die, die da sind, haben auch sichtlich Bock ihre mit Bier und Pommes gefüllten Körper ein bisschen durch den Raum zu werfen. Eigentlich macht die Band genau dasselbe wie bereits 2 1/2 Monate zuvor im Don't Panic. Aber Death By Stereo dürfen das. Es wird jedenfalls ordentlich rumgepost und dabei an den Instrumenten fett abgefrickelt.
Zwen: So, jetzt isses doch wirklich ordentlich voll und das Publikum steht auch auf Party und Abriss. 
Zwen: Gitarrist aus einem anderen Universum, auch wenn er heute leider nicht den Fuß beim Solo auf den Klampfenhals legt.
Gerdistan: Schon wieder eine Band, von der ich nur die letzten zwei Songs gesehen habe. Die gingen aber gut ab, meine Herren.
Fö: Auf Empfehlung von Christmas-Max weiter zum Bread Shed, wo ROTTEN FOXES als nächstes dran sind. Verrohter Punk-Hardcore-Rock à la frühe Turbonegro (kein Wunder dass Max die empfiehlt). Und die Optik, herrlich!
Fö: Der Bassist ey. Vokuhila, Oliba. Bierbauch-Tattoo. Stirnband. Ein Wrestlinggürtel als Gitarrengurt. MUSS MAN DAZU NOCH WAS SAGEN? Achja, selbstverständlich eine All-Male-Band.
Fö: Kurze Jeanshose und oberkörperfrei. Muss halt einfach so sein!
Thruntilldeath: Waren wir bei denen schon da? Oder waren wir da noch #coolsaufen #streetboozin #nurdiecoolenheißenalex #teamalexander?
Zwen: Eigentlich wollte ich jetzt zur GREEN DAY COVER-Band, aber als ich die Schlange vor dem Zombie sehe, nehme ich Abstand von diesem Vorhaben und so verpassen wir Aerial Salad aka wir spielen nur die Green Day B-Seiten leider ein zweites Mal.
Gerdistan: START AT ZERO. Das war dann wohl das, was die meisten Leute als 08/15-Skatepunk bezeichnen. Für Leute, die musikalisch in den 90ern hängen geblieben sind. Ich fands klasse.
Fö: Anders als der Name verspricht, haben sie übrigens nicht um 0 Uhr angefangen zu spielen, sondern eher so 10 vor. Buh! Zur Musik: Naja, 08/15-Skatepunk. Wer's mag...
Thruntilldeath: Ich glaub, ich mochte das. Doch, das war genau das richtige fürn Suffkopp, da muss man nicht mehr so genau aufpassen und freut sich trotzdem. Schön anspruchslos sein, so wünscht sich das doch jede Band.
Gerdistan: PIZZATRAMP zum guten Schluss der absolute Abriss. Druckvolles Geballer von nur drei Leuten, die der besoffenen Meute genau das geben, was sie braucht.
Fö: Geil! Jetzt weiß ich, worauf wir die ganze Zeit gewartet haben. Großartige Band!
Thruntilldeath: "EY THRON WENN ICH ZU VOLL BIN SCHLEPP MICH DA UNBEDINGT HIN!" Ach, wie sich das Blatt doch wendet. Aber was wäre ein Festival ohne eine "Will ich UN-BE-DINGT sehen"-Band, die dann ausfällt? EBEN!
Gerdistan: Crowdsurfing auf einem aufblasbaren Stück Pizza. Dumme Witze.
Fö: Band und Publikum sind herrlich besoffen und zu allerlei Spökes aufgelegt. Da kommt die Musik fast schon zu kurz!
Fö: Wenn es Musik gibt, dann klingt es nach hardcorigem Punk, Oder Fastcore oder wie man das nennen mag. Gitarrist und Bassist wechseln sich fleißig beim Schreien ab. Lieder vielleicht grad mal ne Minute lang. Reicht ja auch!
Gerdistan: Mützen stapeln auf dem Sänger. Dazwischen immer wieder 45-Sekunden-Gerums. Einfach klasse.
Fö: Anschließend: Taxi-Heimfahrt! "Ist da überhaupt genug Platz?" lallt Jake, als er die Tür öffnet. Anschließend setzt er sich, die Rückbank und auch die ausklappbaren Sitze ignorierend, direkt auf den Boden. Geil! Ich glaube wir haben den Fahrer sehr glücklich gemacht, als wir ausgestiegen sind.
Thruntilldeath: I b-leaf i can fly.
Fö: Morgen letzter Tag! Whoho!

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