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Punkrockers Radio Fest: Rasta Knast, The Grabowskis, Senor Karoshi, Arrested Denial, The Flatulinees, 29.09.2018 in Bochum, Rotunde - Bericht von der Redaktion

16 Jahre Punkrockers Radio, 29.09.2018 in Bochum

Fö: Punkrockers Radio feiert seinen 16. Geburtstag! Da fährt man doch gerne hin. Also, jetzt wirklich gerne, ist nicht nur so ne Floskel! Dass ich letztes Jahr nicht da war, und zum 10jährigen auch nicht, hatte andere Gründe, ehrlich! Bandauswahl geht auch klar und es gibt sogar ne große Punk-Tombola mit ungefähr 300 Gewinnen. Wir haben uns ja gestern Gedanken darüber gemacht, was denn eine "Punk"-Tombola ausmacht und sind zu dem Entschluss gekommen, dass man bei einer Punk-Tombola vermutlich nur Nieten gewinnen kann. Also, diese Nieten für punker-typische Nietenjacken (Witze erklären, aua aua). Das könnte man auch prima bewerben mit "Jede Niete ein Gewinn" oder wahlweise "Jeder Gewinn eine Niete". Punkrockers Radio haben leider nicht so weit gedacht und so gibt es statt Nieten tatsächlich Gebrauchsgegenstände wie Flaschenöffner, und für die Nietenjacke immerhin Buttons - während bei den Gewinnen mit massig CD's, Platten und Shirts mächtig aufgefahren wird. Materialismus liegt mir fern, also hole ich mir nix. Andere erledigen das dafür umso akribischer.
Peter: Heute Abend soll ein Abend voller Debüts für mich werden. Da hätten wir meinen ersten Besuch in der Rotunde und bei einem der Punkrockers Radio Geburstage. Das erste Mal Arrested Denial (hauptsächlicher Grund für mein Erscheinen) und auch Flatulinees sehen. Ach ja und es soll auch mein erstes Mal sein, dass ich Senor Karoshi verpasse.
Hupe: Kann mich nur schwach an den letzten Rotunde Besuch erinnern, ist Jahre her, umso schöner mal wieder einen Abend hier zu verbringen. Dass dabei auch noch n Geburtstag gefeiert wird mit ner super Tombola und guten Bands, rundet das Ganze sehr formidabel ab.
Matze: Boah ey, eigentlich will ich mit der ganzen Punkrock Scheiße nichts mehr zu tun haben und ich habe auch noch nie eine Sendung von Punkrockers Radio gehört. Doch der Fö hat mich doch noch mal überredet, mit zu kommen.
Fö: Erste Band: SEÑOR KAROSHI! Die gewannen ihren Auftritt zwar nicht bei ner Tombola, aber trotzdem bei nem Gewinnspiel. Hmm, langsam dünkt mir, Punkrockers Radio müsse eng verzahnt sein mit der Gewinnspielindustrie. Man sollte das mal untersuchen lassen.
Matze: Noch nie gesehen und an dem Abend leider auch verpasst. Bin lieber durch Bochum gelaufen um nach günstigen Bier zu suchen. Schade eigentlich, die gefallen mir bestimmt ganz gut. Es bleibt also spannend.
Fö: Zuletzt gesehen vor 2 Jahren beim Youth-Brigade-Festival, dabei kommen sie gar nicht von hier, sondern aus Trier und Göttingen - nunja, rein geographisch kann man sich da schonmal in Bochum treffen, ist okay.
Fö: Deutschsprachiger Punkrock mit Indie-Einschlag. Will heute bei mir nicht so wirklich zünden, da fehlt dann doch an entscheidenden Stellen etwas Pfeffer, wobei doch gerade die schnelleren Stücke ganz gut reingehen. Highlight auch das Schreng Schreng & La La Cover "Dein Platz an diesem Tisch ist darunter"
Hupe: Ich betrete zur Mitte des Auftritts den Raum. Was ich höre und sehe unterstreicht auf jeden Fall den positiven Eindruck, welchen ich vom Hören der Split 7' mit Außer Ich hatte.
Gefällt mir sehr gut.
Fö: Ah, Moment, Highlight eigentlich, als, nachdem wir gebeten werden, doch unseren Pfand an Viva con Agua zu spenden, Sänger Pal die nächste Ansage mit "...So, jetzt aber mal was Ernstes" einleitet. Jaja, diese Spaßvögel von Viva con Agua...
Fö: Die anschließend spielenden THE FLATULINEES greifen das Thema später übrigens auch noch auf: "Wenn sie kein Wasser haben, sollen sie doch Bier saufen", stellt Basser Sulle klar. Ha! Es hat zwar nicht wirklich wer gelacht, aber ich fands lustig. Egal.
Peter: Meine Reisegruppe schlägt ungefähr zu Beginn der Flatulinees auf. Versorgt sich zunächst mit Jever (0,33) für happige 3 Euro plus Pfand und dann geht's zackig ab vor die Bühne.
Fö: Achja, FLATULINEES. Bisher nie gesehen, immer mal von gehört, man bekommt was man erwartet: Ramones-Core erster Güte. Eine Ladung gut gelaunter Poppunk-Kracher mit Whoho und Yeahyeah und Onetwothreefour. Wunderbar!
Hupe: Ja ein netter Auftritt, hätte auch nicht länger sein dürfen. Passte irgendwie nicht so ganz zu den anderen Bands, sorgt aber für Abwechslung.
Fö: Wie in diesem Subsub-Genre üblich, kann man hier keine Innovationen erwarten, aber mir macht das Spaß. Nagut, auf Dauer könnte das doch ein wenig eintönig werden, aber so für zwischendurch ziemlich erfrischend. Und mit "Turn the radio on" gab es auch ein Stück speziell für Punkrockers Radio.
Matze: Ich stehe zwar ein bisschen auf diesen Ramones Style, doch da hat mich die Band nicht mitgerissen.
Peter: Spaß macht das Ganze an sich schon, geht bei mir auch eigentlich immer, so Ramones-Core. Über das Gütesiegel lässt sich allerdings streiten. Wenn wir mal Queers und Riverdales als Ramones-Core erster Güte sehen würden, dahinter so Sachen wie Gee-Strings und DeeCracks, dann würde ich die Flatulinees jetzt eher so im Mittelfeld einordnen. Ganz entscheidend ist hier sicherlich der zeitliche Aspekt. Als ein Song mit "Sheena is a Bankrobber" angekündigt wird, reichts mir.
Fö: Dann die Knallchargen THE GRABOWSKIS. Auch schon ne Weile nicht mehr gesehen, zumindest nicht auf ner Bühne. Auftritt heute soweit solide, aber irgendwie beschleicht mich das Gefühl, dass bei der Band irgendwie die Luft raus ist, oder es liegt an mir, oder am Sound - hat mich jedenfalls schonmal mehr überzeugt.
Fö: Und so gibt es die üblichen Lieder über Kühe, Bullen und andere Schweine. Ganz nett.
Fö: Irgendwie komme ich mit den Lichtverhältnissen in der Rotunde nicht klar. Im Zuschauerbereich sieht man nicht mal, wer vor einem steht, von der Bühne wird man durchgehend geblendet (was diesmal nicht an Ennos strahlend weißen Zähnen liegt) und überhaupt gibt es hier nur entweder grell oder dunkel. Zumindest Bassist Klute fällt das auch auf: "Mach das grüne Geflacker aus, das nervt!"
Hupe: Mir hat der Auftritt gut gefallen. Hab die auch schon n paar Jahre nicht mehr gesehen, muss auch feststellen, das einige gute neue Songs dabei sind. Gefällt!
Peter: Ich kann und darf nichts mehr zu dieser Band schreiben, da ich zu sehr mit ihr verbandelt und verschwippschwägert bin, um ehrlich und objektiv über ihren Auftritt zu berichten.
Fö: Und für Ehrlichkeit und Objektivität ist diese Seite ja bekannt.
Matze: Ehrlich?
Fö: Nach dem ganzen Punk wird's mal Zeit für ne echte Rockband: ARRESTED DENIAL aus Hamburg. Bei dem Bandnamen erschaudere ich immer leicht, weil ich immer an einen Geschäftspartner (keine Namen!) denken muss, der mangels Englisch-Grundkurs "Denial" wie "Daniel" aussprach, was lustig ist, weil der Schlagzeuger auch so heißt. Aber egal.
Matze: Ich hatte die letztens schon mal gesehen, fand die damals aber eher langweilig. Aber diesmal waren die eigentlich ganz gut.
Fö: Sehe ich heute erstmalig live und bin mal gespannt. Hatte ja versucht, mich in das aktuelle Album reinzuhören, nachdem es doch ziemlich wohlwollend besprochen wurde, aber es war mir insgesamt einfach zu rockig. Midtempo-Kram, dem man in Ansätzen durchaus den Hang zu Hymne anerkennen muss. Fand ich live zwar besser als von Platte, aber insgesamt dann doch zu seicht.
Peter: Bei mir läuft die Platte immer noch sehr oft und auch die Songs (vor allem die deutschsprachigen) ihres ersten Albums "our best record so far", ziehen mir nach wie vor die Wurst vom Brot.
Fö: Haben auch mehr damit zu kämpfen, dass das Publikum gerade mehr auf "Saufen Oi" getrimmt ist. Liegt es an der Frisur des Sängers? Man weiß es nicht.
Peter: Der rockige Einschlag stört mich auch nicht, ganz im Gegenteil! Wie ich finde, haben die Lieder dadurch einen hohen Wiedererkennungswert und eine starke Eingängigkeit. Nur hab ich heute leider das Gefühl, dass das erste Drittel des Auftritts nicht wirklich rund läuft. Hier und da meine ich, Verspieler entdeckt zu haben, außerdem wirkt die Band auf mich zu Beginn nicht sehr gut aufeinander eingespielt. Legt sich dann aber auch recht zügig!
Hupe: Ich schließ mich der Meinung von Fö an. Kann man sich gut anschauen, packt mich aber auch nicht. Irgendwie warte ich die ganze Zeit auf mehr Wumms!
Peter: Auch gut finde ich die sehr kratzige und knackige Stimme des Sängers. Was mir vorher noch gar nicht bewusst war ist, dass der Bassist hier und da auch Gesangsparts übernimmt und dass seine Stimme sogar noch eine Spur rauchiger und kratziger ist. Von "Bis hier, bis heute", bei dem er den Refrain/Titel des Songs gesanglich extrem in die Länge zieht, habe ich noch zwei Tage später einen Ohrwurm! Wird Zeit, dass wir die Band mal ins Rattenloch nach Schwerte gelockt bekommen.
Fö: Nun endlich RASTA KNAST! Wenn jemand das Rezept für Punk und Hymne gepachtet hat, dann ja wohl die. Geile Chöre, geile Melodien, geile Songs. Echt ne ganz besondere Kapelle.
Peter: Ein paar Tage zuvor habe ich die Band noch frevelhaft als eine Band, die langsam mal abdanken könnte, bezeichnet. Zudem war ich der Meinung, dass sie nur noch als großer und bekannter Name im Festival oder Konzert-Line Up nützlich sei. Kurz nach Beginn des Auftritts muss ich all mein dummes Gelaber von vor ein paar Tagen widerrufen. Sie packen mich immer noch und haben zudem einfach einen so großen Sack voll mit coolen Songs, da gibt's eigentlich nix zu kritisieren.  
Fö: Einiges Manko: Eigentlich sind sie wie immer. Wie immer gut natürlich, aber ohne besondere Vorkommnisse. Außer dass Attis Stimme am Limit kratzt, wie er erzählt - aber is ja Punk, nä?
Hupe: Was wäre Punk ohne kratzende Stimmen?
Peter: Nach wenigen Songs weiß ich wieder, warum ich die Band mal so sehr geliebt habe, dass ich ihren halben Merch-Katalog an mir durch die Gegend trug und warum ich nach Veröffentlichung der "Bandera Pirata" einen Sommer lang der Band zu so einigen Konzerten in NRW hinterher gereist bin.
Denn schon nach wenigen Songs liegen sich der neben mir stehende Messias, Vladi und meine Wenigkeit in den Armen und singen lauthals: "Wir leben, noch ein Jahr ist uns gewiss!" Zwischendurch wird gefachsimpelt welches Album denn das beste war. Ich kann mich nicht wirklich zwischen "Legal Kriminal" und "Die Katze beißt in Draht" entscheiden. Vladi hingegen plädiert für das ebenfalls geniale "Bandera Pirata". 
Hupe: RASTA KNAST spielt ein schönes Best Of Set aus allen Band-Phasen. Es gibt einen Hit nach dem anderen. Alle 2 Lieder darf wer anders singen und so vergeht die Stunde wie im Flug.
Peter: Dabei fallen mir sogar noch ein paar ganz coole Lieder auf, die sich wohl auf ihren letzten Alben befinden müssen, die ich ziemlich vernachlässigt habe. Hätt ich mir durchaus auch noch ne Weile lang anschauen können.
Hupe: Nur Räuberstaat vermisse ich, oder hab ich den im Jever-Wahn vergessen?
Matze: Habe mich nie wirklich mit der Band beschäftigt, kannte aber doch fast jeden Song. De scheint wohl doch nicht so bedeutungslos zu sein.
Hupe: Fazit: Super Geburtstag und ich freu mich aufs nächste Jahr und auch schon auf den 18.!
Peter: Kurz nach dem Auftritt von Rasta Knast geht es noch schnell zum Stand von Plastic Bomb, irgendeine Platte kaufen. Mich beschleicht die Sucht auf Vinyl. Dann machen wir uns auf den Weg zurück, natürlich kann ich es nicht lassen, in Dortmund angekommen noch einmal bei der Hirsch-Q vorbei zu schauen und habe irgendwann mein Sekundär-Ziel: mich "zum Pflegefall zu saufen" erreicht und trotte glücklich und zufrieden an Vladis starker Hand nach Hause! Fazit: Alles geil, bis auf Jever!
Matze: Saufen Oi!

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knox

08.10.2018 15:12
fö das mit dem licht war grausam und dann auch noch die nebelmaschiene voll am dampfen damit man gar nix mehr von den bands sieht

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