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Senor Karoshi, Kurschatten, The Plectones, 27.10.2018 in Herne, Schnittpunkt Frisörgeschäft - Bericht von der Redaktion

Senor Karoshi, Kurschatten, The Plectones, 27.10.2018 in Herne

Fö: Schnittpunkt! Ein weiterer Friseurladen mit Klischee-Friseurladen-Namen. Da macht das KAZ Herne nun schon seit einiger Zeit regelmäßig Programm, bisher hab ich's aber noch nie dahin geschafft. Aber einmal muss ja! Wobei die geschlossene Gesellschaft in der urigen Altherrenkneipe nebenan, ein 50ster Geburtstag, bestimmt auch einige Highlights geboten hätte.
Fö: Das Konzert findet (leider) nicht im eigentlichen Friseursalon statt, sondern in der oberen Etage in einer Art Rondell. Macht optisch schon was her und gibt die Möglichkeit, die Bühne einfach mal über die ganze Breite hinweg aufzubauen, statt nur so in die Ecke zu stellen.
Fö: KURSCHATTEN fangen an. Hab ich nun dieses Jahr auch schon ein paar Mal gesehen und es werden mit Sicherheit noch mehr Male werden, denn erstens spielen sie recht häufig, zweitens sind sie aus der Gegend, und drittens finde ich sie echt gut!
Fö: Ist halt Punk mit Synthie und trotz des zwangsläufig ergebenden Post-Wave-Einschlags noch schön auffe Zwölf. Alleine schon durch Bens räudiges Organ schmeichelt das sehr meinen verdreckten Ohren. Durch die Gitarre, clear und teils hallig im Klang, fühle ich mich auch öfter an Love A erinnert. Ja, vielleicht Love A auf Punk. Also das, was Love A gerne sein würden.
Schuldenberg: Kurschatten aus Dortmund gaben richtig Gas. Bei denen stimmt die Einstellung und sie klingen einfach gut. Insbesondere gelingt ihnen, was vielen Punkbands, die Synthies einsetzen, nicht gelingt, dass nämlich die Klänge nicht nur irgendwie dazu kommen, sondern ein harmonischer Teil des Songs sind. Anstatt mit einer verspielten Melodie zu kommen, unterstützt es eher die Soundwand.  
Schuldenberg: Großes Lob auch an den Drummer. Dieser Spider-Gummimann spielt wie ein besessener Derwisch. Wo andere Schlagzeuger schon aus Faulheit Viertel spielen würden, zieht er Achteln durch, ohne dabei Dynamik einzubüßen.
Fö: Dann SEÑOR KAROSHI. Kürzlich erst beim Punkrockers Radio Fest gesehen, wo sie mir ganz gut gefielen. Heute, hm, will das irgendwie nicht so recht zünden, und ich kann nicht mal sagen, woran es liegt.
Fö: Der Sound hier im Turmzimmer ist wirklich nicht der beste, Texte versteht man kaum und auch die eine oder andere Melodie wird mit Sicherheit verloren gegangen sein. Aber darum geht's doch bei nem Punkkonzert eh nicht, oder?
Fö: Musik ist irgendwie Punkrock und Indiepop, ein paar Lieder finde ich ganz gut (die älteren, die kenne ich wenigstens), andere weniger. Und insgesamt ist mir der Auftritt einfach viel zu lang. Da verschwinden die Highlights im ewig gleichen Sud.
Fö: Gut gefüllt isses immerhin und die meisten Leute haben sichtlich Spaß an Senor Karoshi, es formiert sich sogar ein  kleiner Tanzreigen, Bierflaschen scheppern auf den Boden und ein Hippietyp wirbelt mir seine miefigen Haare ins Gesicht. Das hat alles so dermaßen Dorfkonzert-Charme, dass es irgendwie schon wieder süß ist. Der Hippie könnte trotzdem mal zum Friseur gehen. Ist ja nur eine Etage tiefer. Danke.
Schuldenberg: Bei SEÑOR KAROSHI gefällt mir deren musikalische Eigenständigkeit, was bei dem Genre, ich würde mal sagen deutschsprachiger Postpunk, gar nicht so leicht ist. Erstens kann ich keine Band benennen, die so ähnlich klingt, zweitens finde ich nicht mal die passenden Adjektive. 
Schuldenberg: Zudem glänzen sie mit hoher Spielfreude und Energie auf der Bühne und schaffen es mit ihrem groovigen Sound, das Publikum zu erreichen, welches freudig mitgeht.  
Fö: Letzte Band: THE PLECTONES. Kannte ich bisher nicht. Ska soll es sein, und mit Ska kann man mich ja mittlerweile jagen. Das erste Lied geht auch noch thematisch darum, dem Zuhörer zu erklären, was Ska ist. Jungejunge. Das ist nicht nur Dorfkonzert-Charme, das ist auch noch Schülerband-um-die-Jahrtausendwende-Charme.
Fö: Musikalisch hätte ich trotzdem mehr Schülerband erwartet, das war ganz objektiv gesehen gar nicht so schlimm. Bleibt aber halt trotzdem dieser aufgesetzte Kirmes-Ska, nicht ganz son Lachgas-Getröte à la Sondaschule, aber immer noch weit weg vom Two-Tone. Ein paar Lieder, dann muss ich weg.
Schuldenberg: Was bei Fö Kritik ist, ist bei mit ein Kompliment. Es kommen wirklich alte Erinnerungen an die Skawelle der frühen Nuller-Jahre auf. Ich bin eben einfach etwas sentimentaler.
Fö: Ach, du bist doch betrunken. Komm, wir fahren.

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