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Resist To Exist Tag 2: Empowerment, Die Bullen, Cafespione, Boot Boys, Fahnenflucht, Die Skeptiker, Razzia, Alarmsignal, 03.08.2019 in Berlin, Orwohaus - Bericht von der Redaktion

Resist To Exist Tag 2, 03.08.2019 in Berlin

Zwen: Nachdem gestern mit ordentlich Druck ins Resist To Exist Festival gestartet wurde und wir sogar nachts noch irgendwie zur Wohnung gekommen sind, geht es heute nun an Tag Nummer 2. Zunächst geht es aber daran ein paar Dinge zu erledigen, die nun mal erledigt werden müssen. Außerdem muss (!) auch sehr dekadent in Berlin gefrühstückt werden. So verpassen wir ein paar Bands am Vormittag.
frau wolfram: Am Vormittag, so zwischen 13:00 und 16:00! Ja, Dinge müssen getan werden! Und ohne Frühstück... wo kommen wir denn da hin! Das Lineup von gestern kann in Summe sowieso nicht getoppt werden.
Zwen: Immerhin schaffen wir es zu EMPOWERMENT vor die Bühne. Die legen auch einen ordentlichen Auftritt hin und brettern ein dickes Hardcore-Set runter.
frau wolfram: Erstmal eine Fruchtbowle zum Aufwärmen! Welche dann genüsslich bei Empowerment runtergewürgt wird.
Zwen: Meine Erdbeerbowle geht da deutlich besser, auch wenn sie mal wieder die Aufmerksamkeit der Berliner Fauna - wie schon die ganze letzte Woche - auf mich lenkt. Voll die Aggro-Wespen hier in Marzahn!
frau wolfram: Heute ist es auch direkt befüllter vor der Bühne zu dieser Uhrzeit. 
Ich finde zudem das ist die richtige Band zum warm werden für den Tag! Wir sind keine Minute zu früh da!
Schön schnittiger Hardcore. Unwahrscheinlich sympathische Typen. Das hätte gerne noch etwas länger gehen können.
Zwen: Weiter geht es mit DIE BULLEN. Irgendwie wird der Witz auch nicht besser je öfter man ihn erzählt. Auch wenn die Band wieder mal alle Mühe gibt, die Nummer mit aller Kraft noch interessant zu halten. Funktioniert nur so teils-teils und vor allem bei den Ansagen wird es schwierig.
frau wolfram: Eine Band mit der ich nicht warm werde. Die Hosen passen auch nicht zum Hemd. Und die scheiß Fruchtbowle wird auch nicht weniger. Lieber erstmal Bier holen.
Zwen: Kurz mal reingeschaut in die berstend volle Halle, wo gerade CAFESPIONE spielen. Sicherlich ganz sehenswert und für viele auch ein Highlight des Festivals, aber die Zeiten, wo ich Schleimkeim bedingungslos abgefeiert habe, sind wohl vorbei und so zieht es mich dann nach 2-3 Songs auch wieder nach draußen.
frau wolfram: Ich gehe nochmal Bier holen.
Zwen: Das Problem bei einem Festival, das sowohl über eine Indoor-, als auch eine Outdoor-Bühne verfügt, ist definitiv, dass man sich bei schlechtem Wetter eher in die muffige Dunkelheit flüchtet und sich bei schönen Wetter lieber die Sonne auf die Plautze scheinen lässt. Dementsprechend werden dann auch einige Bands eher frequentiert und andere halt weniger. Heute fällt mir der Gang nach drinnen besonders schwer, weshalb ich mir jetzt auch erstmal draußen in Ruhe die BOOT BOYS gebe.
frau wolfram: Ich bin da ganz bei dir! Schmeckt das Bier in der Sonne doch auch viel besser.
Zwen: Bei der Recherche im Internet stoße ich zunächst, nach Eingabe des Bandnamens, auf ziemlich viele rechte und Grauzonenbands, die irgendwas mit Boot Boys heißen. Die Combo, die hier auf der Bühne steht, hat aber eine klare antifaschistische Message und kommt aus dem Baskenland. Musikalisch tut das niemanden weh, haut aber auch nicht um. Passt also ganz gut zu einem lauen Samstag-Nachmittag. Dann jedoch der Schock: Als ich zur Bühne schlender um mir die Band aus der Nähe anzuschauen, der Skandal! Keiner von denen trägt Stiefel! Wo ist die Punkrockpolizei, wenn man sie mal braucht?!
frau wolfram: Joa, Streetpunk aus Nordspanien. Ganz gut zum nebenbei anhören. Was der Name soll, konnte ich auch nicht so richtig herausfinden. Ich kann mir vorstellen auf einer kleineren Bühne, irgendwo indoor, im Baskenland, kann das mehr.
Zwen: Nachdem ich sie auf dem Back To Future vor kurzem verpasst habe, kann ich mir jetzt FAHNENFLUCHT live und in Farbe anschauen. Die spielen auch einen gewohnt druckvollen Auftritt. Hardcore-Punk trifft hier auf einige Melodien, politische Texte und eine verdammt raue Stimme. Auftritt lohnt sich also mal wieder. Vor allem die Songs "Kind" und "Grenzen" vom neuen Album sind bei mir hängen geblieben.
frau wolfram: FAHNENFLUCHT gehen einfach immer! Die erste Band heute, die mich richtig abholt und meine ungeteilte Aufmerksamkeit geschenkt bekommt. War ich doch meist mit quatschen und Bier holen beschäftigt. Ja, Bier holen hat zuweil sehr viel Zeit in Anspruch genommen. Was aber primär an den Wartezeiten lag. Das einzige Manko dieses Festivals.
Zwen: Zu DIE SKEPTIKER schaffe ich es dann auch mal wieder, mich selbst zu überreden, rein zu gehen. Die Band lässt mich meine Entscheidung auch nicht bereuen. Ist das Deutschpunk? Wenn ja, dann ist das ziemlich intelligent und geht gut nach vorn.
frau wolfram: Einen Teil des Auftritts habe ich mir auch angeschaut. Jedoch nach FAHNENFLUCHT hält sich hier meine Euphorie in Grenzen. Ich gehe mal Bier holen.
Zwen: Als nächstes dann RAZZIA, die ich bei Freunden noch kürzlich als "meine Hassband" bezeichnet habe. Joa, ganz so schlimm ist es heute nicht, aber eben auch nicht gut. Ich merke, wie mich der Auftritt zusehends einschläfert.
frau wolfram: Endlich schläft Zwen mal wieder!
Zwen: Darauf erstmal ein Kreuzberger Tag. Bei meinem Zustand wäre eine Mate wohl die bessere Wahl, aber das kann man sich halt nicht immer aussuchen.
frau wolfram: Ja eine Mate hätte dich vielleicht gerettet. Aber dafür stelle ich mich nicht an. Also, Bier!
Zwen: Zu Befehl!
Zwen: ALARMSIGNAL waren - zumindest könnte man das aus dem massiven Zulauf schließen - wohl für viele der Headliner des gesamten Festivals. Sind ja auch eine super-knuffige Band und sichtlich Spaß beim Spielen haben sie auch. Leider kommt es mir vor, als hätten Razzia gerade Chloroform in die Lüftung gekippt und meine Augen fallen immer wieder zu. So werde ich irgendwo geparkt und soll dann später wieder abgeholt werden. 
frau wolfram: Jaja, dieses junge Gemüse. Erst rumlamentieren, dass wir zu spät los fahren und dann verlassen ihn bei der letzten Band mal wieder sämtliche Kräfte. Endlich ALARMSIGNAL. Hat es beim Back to Future leider nicht geklappt, ist die Freude heute umso größer. Ich mische mich unter das feiernde Volk. Es hat sich gelohnt, bis zuletzt durchzuhalten. Der Laden ist nach wie vor rappelvoll. Es wird mitgegrölt, letzte Bierreste werden verschüttet, es wird geschubst, sich umarmt... Ein toller Abschluss für Tag zwei und für mich für das Festival überhaupt. Nach dem Konzert noch schnell den Azubi von der Bank gekratzt, Abfahrt, 4 Uhr im Bett, 8 Uhr klingelt der Wecker. Aua und Tschüss von meiner Seite.
Zwen: Ich höre etwas rumpeln, denke "Respekt, sie hat es echt geschafft!" und drehe mich nochmal um. Bis morgen!

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