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CheckOut Festival (Tag 2): Telekoma, Heiter bis Wolkig, Antinorm, Subversiv, Dummer Zufall, 05.09.2019 in Gahro, Gasthof Gahro - Bericht von verSemmelt

CheckOut Festival (Tag 2), 05.09.2019 in Gahro

Morgenstund hat Gammel im Mund. Ich hab es wieder geschafft, so halb im Sitzen auf der Fahrerseite zu schlafen. Wahrscheinlich bin ich beim Ausziehen der Schuhe weggenickt. Sehr schön, wenn man früh einen perfekt eingerichteten unbenutzten Pennplatz auf dem Beifahrersitz erblickt. Aber meine 3 Begleiter haben mit ihre zwei Zelte auch eine Art Pennplatzroulette gespielt.
Frühstücksverkostung war gut, notwendig und preiswert. Hier: veganes Ei mit Frühlingszwiebeln (1€). Noch besser das vegane Hack...man musste aber Fan von Zwiebeln sein! Dazu isst man halt ein richtiges Öko-Ei vom Dorf (50ct). Also ich geh einfach davon aus, dass hier jeder der Veranstalter ein paar Hühner besitzt. Wenn ich mal wiederkommen sollte, kann ich natürlich auch eine Schachtel von meine Hennen spenden.
Astreine Keramiktoiletten galt es dann für mich zu besuchen. Vom Klo hatte man übrigens einen prächtigen Ausblick auf den Backstagebereich. Da man sich für das Festival glaub bewirbt...hier schon mal ein Anreiz.
Der erste Entdeckungsgang durch oder um Gahro und schon ein absolutes Design-Highlight südbrandenburgischer Architektur.
Und paar Meter weiter steht alles voll mit Schmierpilzen...
Zurück Richtung Gelände sieht man hier den Tagesparkplatz. Ein paar Fahrspuren waren zu erkennen, aber die zu erwartenden 3000 Leute kamen dann doch nicht. Vielleicht hätte man das Festival damals am Wochenende austragen sollen?
Jetzt greif ich mir einen proforma mitgenommenen Pilzkorb, aber gen Norden gibts außer diesem Highlight...
...nur dies.
Also musste nochmal in den Industriewald gestolpert werden, wo wir schonmal waren. 7 Gläser leckere Essigpilze sinds geworden. 
Okay. Wir hatten unseren eigenen Running Gag. Den bekommt ihr aber nicht... Aber echt, wie kann man nur auf nem Festival bis um 14 Uhr schlafen? Soooo. Ich glaub man merkt, dass der Bericht übelst an Fahrt verliert...ich öffne mir mal nen Bier, um einen gewissen Erinnerungspegel zu erreichen. Prost.
DUMMER ZUFALL aus Leipzig begannen dann den Tag 2. Und man merkt, was es aus Leuten macht, die 15 Stunden keine Livemusik ertragen mussten.
Hier sehen wir ein solides Schubkarrenderby.
Schubkarre blieb heil. Paar blaue Flecken halt. Wie mag die Band diesen Quatsch finden?
Man konnte sich durch die Spaßgesellschaft tatsächlich etwas wenig auf die Band konzentrieren. Anfangs so pestpockig mit gutem Wechselgesang. Dazwischen nach ´nem Saitenriss ein schön improvisiertes "Stimm die Gitarre, Stimm die Gitarre, Stimm die Gitarreeeeeeeeee".
Als langsamere Sachen angerührt wurden verflachte es etwas, 2 englische Titel waren glaub dabei. Könnt aber auch später ANTINORM gewesen sein. Dürfte heut ganze 2 oder 3 englische Titel gegeben haben. Aber hey, das war erst der zweite Auftritt und dafür schon fast eine Stunde zusammenbekommen würd ich sagen.
Zum Schluss gabs noch "Vaterland" von VKJ und aus "Sex & Violence" wurde "Dummer Zufall"
In diesem hochwassersicheren Gebäude wurden (wenn man genau hinsieht) sehr wichtige Sachen gemacht. Man muss nebenbei mal erwähnen, dass zwischen den Bands oft recht angenehmer Indie-Pop lief. Eins mit Frauengesang war so zuckersüß anbiedernd. Und ich hab nicht gefragt wer das war. Shame on me. Ich werde mit der Ungewissheit wohl ewig leben müssen.
Hatten SUBVERSIV hier einen Anheizer mitgebracht?
Neben dem Ausdruckstanz fand ich dieses Stillleben leicht schön.
Kurz aber nochmal nen Abstecher zum improvisierten Tattoostand, wo ich hier nen guten Bekannten beim Kniescheibenkitzeln fotografieren durfte. Man konnte sich dort für einen freien Preis das Festivalmotiv stechen. Zitat: "Wenn du 20 Cent gibst ist auch okay."
So sah das dann später aus. Lustige Idee, wie ich finde. Der Künstler müsste aus Leipzig sein, der auch einfach ein markantes Festivalgesicht ist. Ich konnte mir aber beim besten Willen den Namen nicht behalten...
...denn ich hätte meinen Stift zücken müssen. Da ich irgendwann mal in die Runde gefragt hab, ob sich noch jemand an die erste Band erinnern kann und man nur in ratlose Gesichter schaute, begann ich mir jetzt Notizen zu machen. Unter anderem mit einer Live-Abschrift des Openers "Heute Nacht"...
...von SUBVERSIV aus Gadebusch (Meck-Pomm).
Streetpunk - bisschen Niete, bisschen Uffta. Dem Sänger hätte man nen Tacken mehr Stimme gewünscht.
noch ein Drummer...
Wer tut denn hier Kickboxer mit weißen Schuhen einladen? Nuja...ich glaub die haben sich auch auf Unentschieden geeinigt...
...nachdem der Pudel intervenierte.
Alle sollten sich hinsetzen. Anstatt eines "Halt´s Maul und spiel" kamen die der Bitte da echt nach. Die sind mir alle viel zu nett hier.
Und so wurde mit dem Sänger nochmal ordentlich durchgerumpelt. Auffällig viele Textpassagen wurden wiederholt, dass die dann recht schnell geläufig waren. Geht live auf jeden Fall klar für mich.
ANTINORM machen dann recht minimalistischen Alte Schule Rumpelpunk. 
Dem Sänger riss auch ne Saite. Hier wurde aber direkt ne neue Gitarre von einer anderen Band gefordert. Die bekam er auch.
Vorne EndDarmpunk, hinten Band aus Darmstadt.
Ich glaub die hatten noch nicht ganz so viel Material. Ich tipp das am Ende 3 Songs zum zweiten Mal gespielt wurden, u.a. das "Wir sind die Punks von der Westfront." Geht ebenso live klar.
In der Küche hatten die Damen grad frei, was naja, wie soll man das ausdrücken...zu etwas abenteuerlicheren Bedienungsprozessen führte. Ich könnt mir vorstellen, dass der Kartoffelfrittierer rechts nichts mehr davon weiß, hier irgendwas gemacht zu haben. Lecker war trotzdem alles, insbesondere die Bohnensuppe! Kartoffelfrittierer ist btw eigentlich nen cooler Bandname. Ich seh nur 7 Hits beim Gockel.
HEITER BIS WOLKIG aus Köln begannen. Und es gab Gelaber sowie albernes Playback und die 2 Herren sangen drüber.
Ich kenne die, denk ich, nur von den ersten Partisanen-Samplern. Also in mir kam so ein Fremdschämgefühl auf, wo ich die Performance sah.
Etwas sicheren Abstand brauchte ich dann. Nachdem dann auch noch 3 Platten von der Band in meinem Auto landen, schäme ich mich auch für meine Mitfahrer. Man muss wahrscheinlich 1995 ein 12-jähriger Punk gewesen sein, oder heute hier an Ort und Stelle 12 Jahre. Mir ist das nicht geheuer.
Festivalabräumer dann erwartungsgemäß TELEKOMA aus Frankfurt (nicht am Main).
Schon 25 Jahre existent und die sind mir bis zum Back-To-Future 2018 irgendwie nie in die Quere gekommen. Und dort war es auch eine zufällige Entdeckung, da mir die damals von einem recht kompetenten Musikliebhaber im Vorfeld madig gemacht wurden. Achtung, es folgt eine kleine Anekdote, die ich seitdem immer wieder gern erzähle: Ich schlenderte damals also vom Zeltplatz zurück, sicherlich mit nem geschenkten ekelhaft warmen Bier, was mindestens halbvoll war und bereit war trotzdem zum Leeren. Ein einheimischer Radfahrer, sicherlich um die 65 Jahre mit so einem billigen Bitburger-Sponsoring-Basecap des Ekel-DFBs steigt mit einem Bein ab und schaut mal rechts rüber aufs Festivalgelände. In dem Moment beginnt TELEKOMA. Geschlagene minimum 10 Minuten später bin ich fasziniert, wie die Band es schafft, diesen Mann so lang in eine absolute Schockstarre versetzt zu haben, dass ich der Band viel zu spät eine Chance gebe. Wie lang der Herr da noch brauchte, um wieder zu Sinnen zu kommen, das weiß euer ergebener Erzähler leider nicht.
Damals war die Abmischung sehr stark auf den ätzenden Gesang gerichtet und man verstand jedes Wort. Heut ist etwas punkiger abgemischt, aber dafür bin ich bei der Scheibe "Die Wurzel allen Übels" mittlerweile sehr textsicher. "Egal wie hoch", "Brot und Spiele", "Kein Herr kein Knecht" sind absolute Lieblingssongs geworden .. bisschen wie CANALTERROR, nur mit viel cleveren Texten.
Falls die jemand buchen will? 1 Konzert pro Monat, 150 Anfragen meinte noch der Frontmann. Exakt diese Antwort hab ich aber schon mal von jemand bekommen. Das kam mir auf einmal bekannt vor.

Hätte die gern auch dieses Jahr im Sommer in Stalinstadt gesehen.
Ein letztes Drummerfoto...
...und man könnte sich gepflegt schlafen legen.
Zur Aftershow bekam ich diesmal fast alles mit. Aber echt: "Eurodance" und Torfrock? Dann doch lieber "Heiter bis Wolkig".

Ich hörte mir dann noch abgefahrene thüringische Fight-Storys von jemand von UGLY HURONS aus den Wendejahren an. Sehr hörenswert, aber man brauchte da eigentlich ein viel ruhigeres Plätzchen. Ich bin frech wie immer als ich sage: "Du bist bestimmt nicht der Sänger, du sprichst ziemlich leise." - Er musste es bejahen.
Hier noch eines der Festivalgimmicks...
Etwas Quality-Time...
Hervorragendes Wetter hätte heut nochmal gedroht...
...aber Tschüssi CheckOut. War angenehm.

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