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Seewinkel Noise Factory Festival Tag 1: Rawside, Dollars For Deadbeats, Astpai, Schwach, Six Score, Finisterre, Implore, 11.10.2019 in Wien (A), EKH - Bericht von der Redaktion

Seewinkel Noise Factory Festival Tag 1, 11.10.2019 in Wien (A)

Zwen: Ja Servus! Post-Festival-, Post-Urlaubs- und Post-Sommer-Depressionen wollen bekämpft werden! Deswegen haben Reni und ich beschlossen, die Reise in die Ekelstadt Wien anzutreten und dort das Seewinkel Noise Factory Festival zu besuchen. Reni erzählt mir zuvor noch, dass ihre App vor Kindern warnt, die ja heute Ferienbeginn haben. Dank der Warnung sehe ich mich dann auch vor und reagiere auf die hinterhältige Attacke eines ca. 6 Jahre alten Mädchen, das mich in den falschen Bus ziehen möchte, genau richtig. Bloß nicht drauf eingehen!! So lande ich dann glücklicherweise im richtigen Bus und treffe dort auf Internetpersönlichkeit Renate Lohse.
Reni: I sog nur SERS! Zum Glück blieb der Urlaubsansturm aus, die Anreise zum Flughafen Dortmund ist natürlich indiskutabel, aber die Vorfreude auf Schnaps im Flugzeug ließ uns alle anderen Sorgen vergessen.
Zwen: Erster Gin Tonic des Tages (wenn auch schon nicht mehr der erste Schnaps). Schmeckt tatsächlich gar nicht so scheiße wie befürchtet und ist dafür dann auch - vor allem wenn man es mit dem Wasserpreis vergleicht - gar nicht mal so extrem teuer. Reni schenkt sich einfach mal den kompletten Beefeater rein in den Becher, als ihr auffällt, dass sie jetzt viel zu viel Tonic Water übrig hat. Egal, rein ins scheiß Maul!
Reni: Ich war positiv überrascht davon, dass es überhaupt ALK bei der wirklich-krass-Billigairline Wizz Air gab. Empirischen Studien zufolge ist es ja auch am besten, auf einer Flugreise Schnaps zu sich zu nehmen, das verhindert das Risiko von schlechter Laune und vor allem, auszusehen, wie ein OTTO (Stichwort Tomatensaft). Gebe hier bereits 10/10 Punkten.
Zwen: Wir lassen den Flughafen Wien hinter uns, den ich an dieser Stelle einfach nur mit Attributen wie "umständlich" oder "unübersichtlich" beschreiben möchte und begeben uns direkt ins Herz der Metropole.
Reni: Dem ist nichts hinzuzufügen, war froh, als ich da raus war :(
Zwen: Schnell noch 1 Fahrschein gekauft und schon geht das los ins EKH, wo wir sogar relativ pünktlich aufschlagen. Wer hätte es gedacht?
Reni: 1 Ticket 1 Fahrt, im Gegensatz zu manch anderer Kompliziertheit, die uns auf unserer Reise noch begegnen sollte, herrlich einfache Abwechslung.
Zwen: Den Auftakt machen jedenfalls SIX SCORE. Ziemliches Geballer mit Leuten, die aussehen, als wären sie an der Bühne fest gefroren. Eigentlich dachte ich entgegen des Namens, dass das Festival nicht so noise-crust-lastig wäre, aber im Vorfeld haben ja auch z.B. Pigs Parlament abgesagt, da verlagert sich der Schwerpunkt.
Reni: Ich kann mich an diese Band kaum noch erinnern, habe mir als Notiz aufgeschrieben: "Geballer", "Schlagzeuger sieht aus wie Torti" (von Pott Riddim, LG an dieser Stelle), sowie "Rhythmus zu schnell". Weiß nicht mehr genau, was das heißen sollte.
Zwen: Ich muss ehrlich sagen, dass aufgrund des fordernden Wochenendes und der Monotonie des Genres, mein Gehirn mal wieder ein wenig überfordert ist, beim Versuch sich an die Bands zu erinnern. Außerdem liegt es wohl auch am Gin Tonic, den wir uns jetzt erstmal gönnen. Diesmal sogar mit Gurke drin. 
Reni: Gurke UND Limette!!! Was dazu führte, dass ich einmal beherzt eine Limettenscheibe ganz aufaß. War aber nicht schlimm hehe.
Zwen: Als nächstes dann CAUSES. Die spielen zwar auch was Krachiges, machen aber dafür auch mehr Action. Zumindest macht der Sänger den üblichen Gang runter nach Circle-Pithausen.
Reni: Diese fand ich richtig top. Sie waren/sind auf Tour mit Finisterre, aber weitaus nicht so düster. Hannover ist zwar wie Wien auch eher eine Ekelstadt, aber diese Jungs waren nicht ekelig. Würde gerne mehr von ihnen sehen in nächster Zeit. Konsequenten Pit-Aufenthalt des Sängers fand ich ebenfalls sympathisch, anscheinend war es ihm ja wichtiger, nah an der Crowd zu sein, als gesehen zu werden (Erklärung: es war sehr DÜSTER im Publikumsbereich).
Zwen: Ganz nettes Gebretter, kann man machen.
Zwen:  Als nächstes dann DOLLARS FOR DEADBEATS. Die haben mich umgehauen! Es gibt mal kein Gebretter, sondern richtig schönen melodischen Punkrock. Dazwischen ein bis zwei politische Ansagen, passt!
Reni: Ich mochte die auch total gerne, sogar vor dem Hintergrund, dass ich es mir mit weiblichen Stimmen oft schwertue. Entweder zu kehlig oder zu kreischig oder whatever. War aber hier eine runde Sache und hat Spaß gemacht!
Zwen: Definitiv eine schöne Abwechslung. Kann ich nur empfehlen. Das Album kam ja auch ziemlich gut weg.
Zwen: So, wir befinden uns, zumindest was den heutigen Tag angeht, wohl gerade in der Melodie-Sektion. Als nächstes sind nämlich ASTPAI (Insider nennen sie nur noch "Baumkuchen") dran. Die machen Polit-Feuerzeugcore. Trotzdem weiß die Band mich abzuholen. Da ist es wirklich schade, dass Astpai gerade im Auflösen begriffen sind. So sind noch ein paar finale Tourdaten in den Kalender gerutscht und dann ist aber auch wirklich Feierabend. Schade!
Reni: Finde auch total schade. Ich habe sie zum ersten (und wahrscheinlich auch letzten) Mal gesehen und mochte sie total gerne. Daher hier eine SPEZIAL-EMPFEHLUNG aus dem Hause Lohse!!! Normalerweise finde ich Vergleiche immer doof, aber sie erinnerten mich total an so alte Sachen von den Get Up Kids, die ich sehr liebe. Also auch für diese Jungs viel Liebe, war toll!
Zwen: Immerhin durfte ich sie ja nochmal hier in diesem doch sehr netten Rahmen sehen.
Zwen: Trotzdem eine Band deren Präsenz, deren Musik und natürlich deren politisches Engagement fehlen wird. So macht Zock heute z.B. auf die Solidarity Not Silence Campaign aufmerksam. Ehrenmove!
Zwen: SCHWACH wurden von einigen hier Schreibenden ja bereits positiv erwähnt. Reni hingegen erzählt mir, was für eine entsetzliche Band das ist. Jetzt bin ich verwirrt. Der Auftritt muss es wohl entscheiden.
Zwen: Eigentlich finde ich die Band ganz okay. Ja, alles ziemlich bollerig, aber immerhin zappeln sich die vier Protagonisten gut einen ab.
Reni: Sorry, einfach nein!
Zwen: Wer war das nochmal? Sind das jetzt Rawside? Ach ne, erstmal spielen ja IMPLORE. Die machen fiesen Metal/HC und haben alle sehr lange Matten, die sie liebend gerne über die Bühne schwenken. 
Zwen: Der Sänger schlägt sich dann irgendwann das Mikro vor die Stirn bis sie blutet. Ach, ich weiß nicht, das habe ich jetzt schon so oft gesehen, dass ichs mittlerweile einfach nur noch langweilig finde, dergleichen zu tun.
Reni: Huch, das habe ich überhaupt nicht mitbekommen, war aber wahrscheinlich auch gut so (bin immerhin Ersthelfer und hätte mich evtl. berufen gefühlt.)
Von den Skills her waren sie natürlich top, wie das bei Meddl-Bands meistens der Fall ist. Aber war halt Metal.
Zwen: Habe dann noch ein paar entsetzliche Fotos von FINISTERRE gemacht. Gute Band, aber leider einfach zu schnell für meine Kamera und mein Hirn, das nun zu ungefähr 87% aus Gin Tonic bestehen dürfte. Band soweit ziemlich gut, schön schneller, aber nicht zu bolleriger HC.
Reni: Finisterre kannte ich noch von früher und habe mich total gefreut, sie mal live zu sehen. War richtig top, die Stimmung danach zwar erstmal etwas depressiv, aber wofür gibt es nette Unterhaltungen über Kasnudl, Kärnten und die Auflösung der Shitlers?
Zwen: Außerdem werden wir wieder mal Zeuge eines phantastischen Schlagzeugspiels. Tatsächlich waren auf diesem Festival nur extrem gute Schlagzeuger auf der Bühne. Quasi ein Drumstival.
Reni: Allerdings! Das muss ich echt auch mal sagen. Habe selten so oft fasziniert auf die Schlagzeuger gestarrt, wie auf diesem Festival. Props!
Reni: Kommen wir nun zu der Band Rawside, deren Banner bereits den ganzen Abend über der Bühne thronte. Wie man sieht, musste ich das Foto machen, da Zwen unter Aufsicht des Awareness-Teams ein kleines Nickerchen eingelegt hatte. Ist aber auch egal, denn er hat absolut nichts verpasst außer peinliche "Ich hab den Knast überwunden"-Ansagen des Sängers und einem komisch klingenden Bollo-tough-guy-Hardcore-Geschissel. Alle anderen um mich herum schienen das anders zu sehen, aber evtl. lag das auch daran, dass es mittlerweile ca. 2 Uhr morgens war und der Gurktaler so langsam bei allen seine Wirkung zeigte. Für die Zukunft werde ich gerne immer wieder die Frage stellen: "Haben Rawside schon gespielt?" und erst wenn die Antwort JA lautet, auftauchen. Ich hoffe aber eigentlich eher, dass ich sie nie wieder sehen muss.
Zwen: Ich hatte, entgegen der Lautstärke mit welcher Rawside da rumkrakeelten, einen wunderschönen Schlaf und tatsächlich wurde ich nur 1x ganz kurz geweckt, als sich erkundet wurde, ob ich noch klarkomme und dann korrekterweise in Ruhe gelassen. Vielen Dank dafür und bis morgen!

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Berti

21.10.2019 20:02
Ja klar sind die Kölner Bänds jetzt alle auf Tour - sind ja Herbstferien

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