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Einiges unter der Haube: Der Rezi-Korb - Bericht von Fö

Einiges unter der Haube Teil 4: Der Rezi-Korb

Unsere kleine Reihe "Einiges unter der Haube" hat ja in den letzten Wochen schon einiges auseinandergenommen, was bei Bierschinken so intern passiert. Zuletzt schrieb ich über die Historie, und auch die Statistiken haben wir uns angeschaut, aber diesmal schließen wir an ein Thema an, das in der ersten Folge der Reihe schon ne Rolle spielte - damals ging es um den digitalen Review-Marathon. Vielleicht interessiert euch ja, wie wir das mit den Reviews machen, wenn gerade kein Marathon läuft. Wir nennen das ganz grob den Rezi-Korb!
Hier will ich euch mal zeigen, wie die uns zugesendeten Tonträger dann schlussendlich in eine Rezension überführt werden. Dabei seht ihr, was wir so für Tools und Oberflächen nutzen. Denn auch da ist wieder "Einiges unter der Haube"!
Tja, wie gehen wir vor? Das ganze Drumherum wächst eigentlich ständig, immer neue Wege, der Flut an Bemusterungen standzuhalten. Wie schon in der Statistik zu sehen war, besprechen wir etwa 300 Tonträger (bzw auch Bücher, Fanzines etc.) im Jahr. Zum Großteil sind das auch wirklich physische Exemplare, die meist per Post bei mir landen und dann weiter an die Rezensent*innen gehen. Wobei es denen natürlich frei gestellt ist, auch über Sachen zu schreiben, die nicht über mich gekommen sind. Ihre Lieblingsalben oder was ihnen beim Kneipenabend so zugesteckt wird oder auch die Band der großen Schwester, die sonst niemand besprechen will.

Und dann gibt es da noch die digitalen Sachen, die manchmal rein digital sind, manchmal erst digital und später physisch verschickt werden, manchmal geht die Post erst raus wenn wir explizit nachfragen, ganz unterschiedlich. Von solchen Emails kommen etwa 10 am Tag(!) und manche enthalten direkt mehrere Alben. Alleine schon wegen der Masse hat die physische Post halt einfach Priorität.

Ich werde jetzt erstmal auf die "digitale" Bemusterung eingehen - davon kriegen wir deutlich mehr, besprechen aber dafür auch deutlich weniger.
Die Emails landen meistens alle bei mir. Ich gucke eigentlich meistens nur grob rüber und bin auch zu faul, überall reinzuhören. Aber wenn was Interessantes hervor sticht, pack ich's auf die "auf Anfrage"-Liste, die für Rezensent*innen zugreifbar ist (in Bild 1 das, wo 34 Einträge drin sind). Irgendwann wurde es mir zu viel, aus den Emails immer die rauszufiltern, die eventuell für uns relevante Musik beinhalten können, zumal ich diese Entscheidung auch gerne den Schreiberlingen selbst überlassen würde - also schiebe ich sämtliche Mails außerdem in das "Anfrage-Postfach" (in Bild 1 das, wo 1515 Mails drin sind). Auf das können alle Rezensent*innen zugreifen, die Emails durchstöbern und gucken, was sie interessant finden.

Dabei werden aus den Emails alle personalisierten Links, Download-Codes und sonstiges automatisch rausgefiltert. Wir wollen ja nicht, dass sich jemand nur frei am Material bedient aber nie was dazu schreibt, bei sowas bin ich streng. Nagut, zugegeben, ich selbst mach das natürlich schon, hähähä. Aber insgesamt wollen wir natürlich gewährleisten, dass die Musik nur zu hören bekommt, wer sie auch wirklich bespricht. Insbesondere Promo-Agenturen legen da ja auch oft Wert drauf.
Ach, Promo-Agenturen, ein Thema für sich. Mittlerweile kommt wahrscheinlich das meiste, was wir so kriegen, nicht mehr von Bands oder Labels direkt. Gefühlt ist das jedenfalls mehr geworden. Genau wie Booking-Agenturen, davon gibt es auch unzählige. Wobei, wer weiß, vielleicht nach dieser Pandemie nicht mehr. Hust. Aber nunja. Besagte Agenturen sind aber nicht immer irgendwelche fetten anonymen Riesendinger, da ist auch oft viel DIY und Leidenschaft dabei.

Es gibt zwar auch welche, denen ich noch nie geantwortet habe. Wie diese ominöse Metal-Agentur, die immer 10 MB große Anhänge mitschickt. Ich glaube zumindest dass es Metal ist, hab noch nie reingehört. Email-Anhänge größer als 1 MB empfinde ich als Affront.

Aber die meisten Agenturensöhne und -töchter sind nett, manche kennt man persönlich, bei anderen scheint zumindest immer mal der Punk-Bezug durch. Da kann die Kommunikation dann sogar Spaß machen.
Naja, wo waren wir? Ich hab euch grad erzählt, wie wir mit Promo-Mails umgehen und wie unsere Rezensent*innen sich aus diesen rauspicken können, was sie interessiert. Die anschließende Kommunikation mit den Bands/Labels/Agenturen übernehme meistens ich. Ich frag dann also an, ob wir die CD/Platte/Tape/Buch haben können, verneine wenn jemand fragt ob wir auch Streams besprechen und lache laut, wenn uns Spotify-Links geschickt werden. Oft kriegen wir direkt nen Download und den physischen Tonträger dann später per Post. So zumindest der Optimalfall. Verdächtig oft gibt es keine physischen Tonträger mehr, oder sie sind gerade aus, oder wir kriegen keine Antwort mehr. Aber wie auch immer. Da ich auch oft nicht antworte, sehe ich das sportlich.

Soweit zum Prozedere bei digitaler Bemusterung! Der Großteil der Reviews auf unserer Seite betrifft aber Sachen, die uns "einfach so" quasi ungefragt zugeschickt werden.
Zu eurer Unterhaltung zwischendurch mal ein Foto von einem Tier. Tiere bekommen wir aber eher selten zugeschickt.

Aber wenn, würde sich die gleiche Frage stellen wie bei anderen Sachen, die wir so kriegen: Wer soll das alles besprechen? Und wer kriegt was? Soweit ich mitbekommen habe, läuft es bei anderen Fanzines oft so, dass zugewiesen wird. Das heißt ein*e Praktikant*in (mangels Personal auch oft eine leitende Position) leert regelmäßig die Poststation, kategorisiert die Tonträger und gleicht das mit den Interessen der Schreiberlinge ab. Der Typ mit den langen Haaren bespricht immer alle Metal-CDs, die Neue mit den bunten Haaren kriegt die Emo-Sachen, der Lulli den niemand leiden kann das Progrock-Zeug und so weiter. Wobei da bestimmt auch Wünsche geäußert werden können.

Bei uns läuft das nicht so ab, wir sind eher komplett die Wünsche-Fraktion und hier darf mensch auch mit bunten Haaren Progrock hören. Wer will. Die Reviews werden auf freiwilliger Basis geschrieben, nichts wird zugewiesen. Ist meiner Meinung nach die fairste Lösung sowohl für die Rezensent*innen als auch für die Bands. Klar bleibt dafür auch mal was liegen, aber da wir eh keine Deadlines haben findet sich meistens doch noch irgendwann jemand, oder die Platte wird spätestens im Review-Marathon gegrillt.
Gehen wir mal ins Detail! Da wir, wie schon mal irgendwann erwähnt, ein Kind des 21. Jahrhunderts sind, haben wir auch die nun folgenden Prozesse weitestgehend digitalisiert. Die review-schreibende KI haben wir zwar noch nicht, aber das wird dann wohl der nächste Schritt.

Zunächst mal trudelt der Tonträger bei mir ein. Ich hab weder Bock noch Geld, den dann sofort an den/die Rezensent*in weiterzusenden, zumal meistens ja eh noch gar nicht feststeht, wer das gute Stück besprechen darf. Also mache ich das, was ich eigentlich auch gerne einem/einer Praktikant*in aufdrücken würde: Alles kategorisieren! Und zweitens: Alles digitalisieren! Sofern das für die Rezensent*innen okay ist, kriegen die nämlich erstmal die digitale Version. Ich kann auf die Weise erstmal ein bisschen sammeln und später alles zusammen per Post an die Schreiberlinge rausschicken, oder wir vereinbaren ein persönliches Treffen, was, wenn nicht gerade Pandemie herrscht, mir deutlich lieber ist als ständig Porto zu zahlen.

Ich gehe hier mal am Beispiel der Peppone-Platte vor, die mich kürzlich erreichte. Erschien bereits letztes Jahr, aber anscheinend hat die Post da was vergeigt und wir haben unser Exemplar nie erhalten. Aber der zweite Versuch kam an. Zunächst mal fotografiere ich den Inhalt der Post. Die Rückseite, das Booklet, beigefügte Pressetexte, die Platte selbst - alles was für die Rezension interessant sein könnte. Bis auf die Haptik. Aber irgendwelche Besonderheiten (Inside-Out, Glitzerlack etc.) kann ich ja noch dazu schreiben.
Parallel dazu wird die Musik auf den Rechner gezogen. Per Downloadcode, von CD gerippt, vom Plattenspieler aufgenommen - je nachdem was sich gerade anbietet. Die MP3s werden anständig getaggt. Ich nutze dazu die Freeware foobar2000, die, wenn man sich etwas einarbeitet, einfach unfassbar flexibel ist und sehr viel automatisch erledigen kann, zum Beispiel Tracklist automatisch von Discogs, Amazon, Bandcamp oder einfach aus dem Pressetext ziehen - auf den CD-Text kann man sich nämlich nicht immer verlassen und abtippen ist nun wirklich nicht mein Ding.

Und dann werden die Fotos dazu geladen. Ich hab mir dazu ein kleines Programm geschrieben, das automatisch den Ordner lädt und in dem ich per Knopfdruck die Fotos zuweisen kann. Mir ist es wichtig, dass, auch wenn an dieser Stelle digital gearbeitet wird, die Schreiberlinge sich den Tonträger so vorstellen können, als würde er gerade vor ihnen liegen.

Das mag euch vielleicht etwas komisch vorkommen: einerseits lehnen wir digitale Bemusterungen ab, andererseits besprechen wir digital? Hä? Naja, so läuft das halt. Die Freude darauf, dass Produkt schließlich irgendwann selbst in den Händen zu halten, ist schließlich immer noch da. Und sowohl vom zeitlichen als auch vom finanziellen Aufwand her ist das für mich das Einfachste. Auch wenn sich bei mir manchmal die Platten türmen, die ich noch an die Rezensent*innen rausschicken muss...
Nunja, bleiben wir beim soeben erwähnten Programm. Dieses liest im nächsten Schritt die MP3s und zieht aus den Tags automatisch alle für das Review wichtigen Daten (Künstler, Titel, Tracklist etc.). Dadurch müssen die Rezensent*innen das nicht mehr zusätzlich mühsam abtippen und ich muss keine Workshops geben, wie man sich diese Infos (und das Cover) aus dem Internet zieht. Denn das ist schließlich immer noch Neuland.

Außerdem stelle ich noch für jede Platte ein paar Links zusammen. Darunter das, was im späteren Review als "Hörprobe" auf die Leserschaft wartet, aber auch andere weiterführende Links und Infos für die Rezensent*innen.

Dazu kommen noch Dateien und Emails, die mich eventuell digital erreicht haben und die beim Besprechen wichtig sein könnten. Die werden dann gemeinsam mit den Fotos, den Mp3s und den gesammelten Daten auf den Server geladen.

Soweit zur Vorbereitung! Ich hab kürzlich mal die Zeit gestoppt, durchschnittlich brauche ich etwa 5 Minuten von Auspacken des Tonträgers bis das Ding hochgeladen wird. Meistens sammel ich aber eh und mach die ganze Aktion einmal die Woche, das ist dann Routine. Außer natürlich jemand wünscht sich den Tonträger vorher explizit, dann beeile ich mich natürlich. Wir im vorliegenden Fall übrigens auch, Hupe will Peppone besprechen und kriegt die Platte gleich direkt überreicht, da wäre das ganze Prozedere nicht nötig gewesen. Aber naja, ich wollte euch ja zeigen wie sowas im Allgemeinen abläuft.
So, und jetzt zum Glanzstück des Ganzen: Der Rezi-Korb! Alle hochgeladenen Sachen landen hier und werden den Rezensent*innen fein säuberlich aufgelistet. Sie sehen, was gerade im Rezi-Korb ist, können auf die Links klicken und sich weiter informieren, und wenn sie die Platte gerne besprechen würden, klicken sie auf "Anfordern". Anschließend ist die Platte fest dem/der jeweiligen Autor*in zugeordnet und nur diese*r hat Zugriff auf die Fotos und die MP3s.
Falls also an dieser Stelle die mitlesenden Labels die Flatter kriegen: Nein, das ist alles safe und wir geben nix weiter. Wer uns trotzdem nicht vertraut, braucht uns ja nix zu schicken.

Ein kleines Limit gibt es noch: Maximal 5 Platten können gleichzeitig von einer Person besprochen werden. Das soll erstens den Burn-Out verhindern, zweitens aber wieder dafür sorgen, dass sich niemand nur mit der Musik eindeckt, die eigentliche Besprechung aber blockiert und am Ende vielleicht gar nichts abliefert. Kommt zwar eigentlich nicht vor (dauert höchstens mal 1-2 Jahre, ich will keine Namen nennen), aber ein paar Vorsichtsmaßnahmen müssen ja sein.
Und dann schließlich das eigentliche Formular zum Besprechen. Das kann natürlich auch ohne vorselektierte Platte aufgerufen werden, wenn jemand was besprechen will, was gar nicht im Rezi-Korb ist. Oder auch, wenn jemand nicht für den Rezi-Korb freigeschaltet ist. Ich glaube das erwähnte ich noch nicht, aber entgegen den meisten anderen Bereichen der Bierschinken-Seite ist der Rezi-Korb nicht direkt nach der Anmeldung für alle verfügbar, sondern nur für die, die sich explizit dafür melden. Auch das natürlich wieder, damit kein Mumpitz getrieben wird.

Nunja, der Rest erklärt sich von selber. Der Reviewtext kann eingetippt und abgeschickt werden. Zusätzlich gibts oben auch noch nen kleinen Player samt Foto-Galerie, für alle die gerade nicht alles runterladen können oder wollen - und entgegen meiner Aussage, wir würden keine Streams besprechen. Aber hey, das hier ist UNSER Stream!

Ja, das war's eigentlich schon, so läuft das bei uns ab und so können wir gewährleisten, das Platten auch besprochen werden können, wenn der/die Rezensent*in grad im Home Office in Dubai hockt. Fanzine 2.0!
Tja, was gibt's noch...achja, ein relativ neuer Service für unsere Schreiberlinge ist die Rezikorb-Playlist. Eine (nicht öffentliche) Youtube-Playlist, die sich automatisch generiert aus allen Video-Links, die im Anfrage-Postfach oder in den Bemusterungs-Beschreibungen gefunden werden. Ich hoffe einfach mal, dass dadurch mehr und vor allem auch die "unbekannteren" Sachen Gehör finden und dann eventuell sogar besprochen werden, die sonst einfach untergehen - wie gesagt, die Masse an Bemusterungen macht es echt manchmal unübersichtlich, so groß ist unser Team ja auch nicht.

Hier böte sich an, mal wieder dazu aufzurufen, doch bei uns mitzumachen. Ich muss zugeben, da tu ich mich schwer mit und vor dieser "unter der Haube"-Reihe hab ich eigentlich noch nie öffentlich dazu aufgerufen. Ist ja alles freiwillig und wer will, macht halt mit. Aber wenn ihr diesen zusätzlichen Push braucht: Meldet euch gerne, wir freuen uns über Zuwachs! Dass ihr diesen Artikel bis hierhin gelesen habt, zeigt ja, dass euch unsere Arbeit interessiert.
Weil das Veröffentlichen privater Emails immer so gut ankommt, hier meine Lieblings-Anfrage des vergangenen Jahres. Und...ach, scheiß auf DSGVO, da ging es um die Band "Team Scheisse" und das Album ist super.

Ansonsten wollte ich noch darauf eingehen, dass uns so oft vorgeworfen wird, wir würden nur Verrisse schreiben. Ihr dürft ja gerne mal nachzählen, aber wie viele von denn etwa 300 Reviews im Jahr sind denn wohl Verrisse? Ich tippe mal auf etwa 10, und ihr dürft mich gerne vom Gegenteil überzeugen. Jedenfalls verschwindend gering - nagut, zugegeben, beim Review-Marathon geht es manchmal härter, aber dafür unterhaltsamer zu. Aber sonst? Nur weil einige Bands ihre Musik für das Nonplusultra halten und jede kleinste Kritik an ihrem künstlerischen Schaffen direkt als beleidigenden Totalverriss sehen...
Natürlich stellt sich die Frage, ob man überhaupt bewerten sollte, was man nicht mag. Da kann man geteilter Meinung sein, ich persönlich finde einfach Fanzines unglaubwürdig die ausnahmslos alles geil finden, denn es geht eben vorrangig um Musikgeschmack, und der kann sich sehr unterschiedlich äußern. Und genau das abzubilden, darum geht es doch beim Besprechen von Musik. Die Alternative, Sachen einfach wegzuschmeißen, die uns nicht gefallen, find ich auch nicht gut, das würde für stark verzerrte Wahrnehmung sorgen und den Mehrwert von "ehrlichen" Reviews verringern.
Aber natürlich kann "Bewerten" auch schnell ins Persönliche abrutschen, und an der Stelle gibt es selbstverständlich Grenzen. Nicht zuletzt deswegen (und wegen der bei einigen Schreiberlingen stark ausgeprägten Rechtschreibschwäche) kontrolliere ich alle Artikel nochmal vor Veröffentlichung, auch wenn ich nicht ausschließen kann, dass mir da mal was durchrutscht (was bei Rechtschreibfehlern häufiger passiert als mir lieb ist) oder dass ich einfach andere Grenzen setze als der/die Leser*in oder der/die Musiker*in. Aber besser 4-Augen-Prinzip als gar keine Prinzipien.
Gibt auch noch andere Gründe, Reviews vorab zu prüfen. Ein Klassiker der "nicht freigegebenen Artikeln" ist der hier. Da lobt der Autor in höchsten Tönen die Band und das Label - Pech nur, dass seine Email-Adresse ihn als Mitarbeiter (ich glaube sogar Chef) von genau jenem Label auswies. Ein Label übrigens, das in Indie/Psychedelic-Kreisen jetzt nicht unbedingt zu den ganz unbekannten gehört und bis heute aktiv ist. Als ich ihn per Email darauf hinwies, dass das ja schon etwas frech sei, schien er sich nicht wirklich einer Schuld bewusst zu sein und war wohl der Meinung, dass sowas im Business normal sei, und er habe es doch sogar "bewusst transparent" gemacht. Am Arsch ey. Eigentlich hab ich damals sogar noch viel zu nett reagiert, wenn ich mir heute die Emails nochmal durchlese.

Ähnliche Versuche gab es natürlich auch schon bei den Konzertberichten (hier ein Beispiel) und ich will nicht mal ausschließen, dass es irgendwann mal geklappt hat. Im Allgemeinen achte ich aber natürlich darauf, dass solche Geflechte zumindest transparent (im Sinne von WIRKLICH transparent, nicht so wie der Typ oben) gemacht werden. Insbesondere über "befreundete" Bands schreiben halte ich nicht für verwerflich, eher im Gegenteil, solange auch den Lesenden dieser Aspekt klar ist. Wir sind ja immer noch ein Fanzine, und als Fan hat man immer irgendeinen Bezug zur Musik, sei es persönlicher Natur, Erfahrungen, Musikgeschmack, momentaner Gemütszustand oder anderes. Subjektivität gehört dazu und wer die verleugnet, hat keinen Plan von Musik. Wer Musik als reines Business und Fanzines als Marketingplattform versteht, auch nicht.

So, ich hoffe euch hat diese kleine Rundschau durch unsere Arbeitsprozesse und meine Gedankengänge gefallen.

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franek

24.02.2021 17:16
Sehr Interessant. Bin selber in einer Band aktiv und ehrlich gesagt, manchmal, wenn wir dann mal was neues veröffentlichen und das an alle Fanzines zirkulieren, tun mir die Rezensenten etwas leid. Ihr werdet ja mit Unmengen an Mukke heutzutage quasi zugeschmissen und vermutlich nicht immer nur gute Sachen. Und dann macht Ihr das ja auch i.W. "ehrenamtlich".... Umso schöner ist es, dass es immer noch Leute gibt, die das gerne machen! Also, weiter so, ich les' Euch gerne!

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