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Chefdenker, ESA, 29.09.2023 in Nürnberg, Kunstverein - Bericht von der Redaktion

Chefdenker, 29.09.2023 in Nürnberg

kiki: Ab in den Süden....oder so ähnlich hat es irgendeine schlechte Band mal geträllert. Das Seniorenheim aus Köln hat Ausgang und nimmt mich mit. Prima, denn in Nürnberg gibt es den Kunstverein und da war ich noch nie, obwohl mensch schon viel davon gehört hat. Ab in den RE1 nach Ehrenfeld um sich in den Chefbus zu setzen und dem Ferienstau auf der A3 beizuwohnen.
kiki: Bis kurz vor Frankfurt sind wir schon einmal gekommen, bis das an Bord befindliche Bier alle ist. Immerhin wird Franks Bus von seinen Nachbarn an der Tankstelle erkannt, die aber wiederum keine Ahnung von der Band haben, die eben diesen Bus benutzt. Wirsch!
kiki: Nach knapp 6 Stunden Fahrt endlich in Nürnberg angekommen. Der Laden hat einen schönen Biergarten und drei verschiedenen Hallen unterschiedlicher Größe. Leider musste die Vorband "The Higgins" krankheitsbedingt absagen. Gute Besserung von hier!
kiki: Hier in Bayern hat man noch Humor. Wartet mal die Wahl nächsten Sonntag ab!
kiki: Überhaupt hat der Kunstverein ein sehr schönes und unterhaltsames Interieur, eine gute Getränkeauswahl und sehr nette Menschen, die sich um alles kümmern. Vielleicht kann der Mischer noch etwas an seiner Laune arbeiten, aber das ist ja auch ein sehr anspruchsvoller Job, bei so einer lausigen Band wie Chefdenker.
kiki: Ersatz-Band für die Higgins waren....hm...echt keine Ahnung. Die Nacht war schön, doch ich habe leider euren Namen vergessen. Cover Band irgendwo aus der Nähe. Dominik, kannst du hier weiterhelfen?
The Kollege: Ja: "Vaseline Dijon." Spielen laut eigener Aussage alle Nase lang im Kunstverein. Gehören eigentlich ins ein-Uhr-Nachtprogramm! Geile Coverband!
kiki: Waren nicht unbedingt gut, aber zumindest sehr laut. Wir saßen hinten und haben lustiges Lieder raten betrieben.
kiki: Gab aus allen Genres etwas. "Was will der Sack da" von den Lokalen, aber auch Funpunk a la NOFX etc.
kiki: Am Besten war wie die versammelte Kölner Bagage gegen Ende des Sets "Verschwende deine Zeit" von den Hosen mitgrölt.
kiki: Band Numero Dos dann "ESA" oder auch "Endlich schlechte Akustik".
kiki: Lokal und keine Unbekanten in Nürnberg. Ich habe das Set mehr oder weniger verpasst, da ich mich parallel dann doch lieber mit dem Auftritt des BVB in Hoppelheim beschäftigt habe.
The Kollege: Söchen. Die 16 Ventile in Gold-Platte is taufrisch 20 Jahre alt geworden! Wahnsinn. Erstmal Abgeschleime: Geil, es kommen immer noch Leute auf die Konzerte, und es werden aktuell immer mehr! Vielen lieben Dank! Sehr sehr geil! Wir freuen uns und sind extrem dankbar dafür. Liebe geht raus!

Genug davon. Weiter geht's mit sich-über-alles-empören. Alles doof finden. Jedes Haar in der Suppe suchen. Hieß früher Pank. Jetz Internet. Grinsesmiley :)
The Kollege: Unser Augsburger Haus- und Hof-Gastmusiker mit der grünen Posaune, Moe, hat sich seine beste Freundin Julia unten den Arm geklemmt, und ist nach Nürnberg gekommen. Nach außen wirkt Julia eher wie so eine betreutes-Trinken-Angestellte. Bitte, Moe, jetzt hier trinken, bitte, Moe, jetzt da trinken. 

Wir haben Julia einen Bierschinken-Bericht aufgetragen. Jetzt hat sie einen Text geschickt. Ohne Fotos. Unter dem Bierschinken-Namen Fear Promilla. Den würde ich jetzt einfach mal unter die nächsten drei Fotos packen. Wa?! Ja.
FEAR PROMILLA: Samstag, 30. September gegen Mittag. Ich und Moe sitzen im Chefdenkermobil auf der Fahrt von Nürnberg nach Augsburg und während Moe bierselig auf der Rückbank thront, versuche ich mich meinem Kater und meinem rebellierenden Magen zu widmen.

Die Chefdenker lassen Ihren Auftritt Revue passieren. Ob man zu lange gespielt habe? Warum kommen eigentlich immer noch Leute zu den Konzerten? Ob man einfach weiter auftreten wolle, auch wenn niemand mehr kommt?
Die Antworten entgehen mir, mir ist elend. Während ich mich also vollends meinem Kater ergebe, setzt der Kollege an und fragt mich, ob ich schonmal einen Bierschinkenbericht geschrieben hätte. Ich verneine und hoffe, die Sache wäre damit erledigt. Grade als ich denke, es könne nicht schlimmer kommen, schlägt Moe vor, einen Zwischenstopp bei der Sommerrodelbahn zu machen. Glücklicherweise geht dieser Kelch an mir vorüber, die Chefdenker wollen lieber in Augsburg Minigolf spielen.

Also von vorne.
FEAR PROMILLA: Ich will mal wieder raus aus Auxi und schlage einen Ausflug nach Nürnberg vor. Keiner hat so richtig Bock, aber Moe will sich die Higgins nicht entgehen lassen, also fahren wir. Auf der Zugfahrt stellen wir fest, dass Higgins nicht spielen und Moe sein "10 Jahre Esperanza" Shirt umsonst angezogen hat. Ich freue mich, denn Vaseline Dijon wollte ich schon immer mal sehen. Die haben für den Auftritt einen lustigen Aluhut dabei, aus dem das Publikum die nächsten Songs ziehen darf und da es mindestens genau so viele Zettel mit dem Aufdruck "Die Band muss trinken" wie Zettel mit Songtiteln gibt, haben Band und Fans gleichermaßen Spaß.

Der Kunstverein füllt sich zunehmend und die Stimmung ist gut, das Bier verlockend günstig. Pünktlich zum Beginn von ESA schlagen Moe und mein Handy Alarm. Zeit zum Wasser trinken. Moe und ich wollen diesmal alles richtig machen und stürzen ein Zwischenwasser.
ESA haben einen hervorragenden Gast-Posaunisten dabei. Moe ist im siebten Himmel und lauscht andächtig, die Trauer um das Ausbleiben der Higgins ist vergessen. Er hat seinen Gast-Auftritt bei den Chefdenkern noch vor sich und seine grüne Plastikposaune in sicherer Reichweite, trotzdem ist ihm klar, dass er diesem Mann heute nicht das Wasser reichen kann.

Das Publikum ist heiß auf die Chefdenker. Eine schöne Mischung aus alteingesessenen Fans und zauberhaften Jungpunker*innen schart sich um die Bühne. Direkt ab Song eins gehts dermaßen ab, dass Claus Angst um seine Zähne bekommt und trotz sündhaft teurer Zahnzusatzversicherung sich und sein Mikro nen Meter nach hinten platziert. Ein Hit jagt den nächsten, das Publikum ist wie immer textsicher. Moe wartet auf seinen Einsatz. Die grüne Plastikposaue ist bereits auf der Bühne platziert.
Bis er endlich dran ist, dauert es aber noch. Die Chefdenker haben Bock und so manche Person schleicht sich völlig fertig aus dem Pogo, es gibt kein Erbarmen, es geht weiter, es macht Spaß. Die Chefdenker zeigen sich unbeeindruckt, trotz Publikumsschwund.
FEAR PROMILLA: Endlich bekommt Moe ein Zeichen und "Agentur für Arschvoll" wird angestimmt. Er trötet gewohnt schräg von der Bühne und sorgt für Amüsement im Publikum.

Nach dem Konzi machen wir die Mitfahrgelegenheit im Chefdenkerbus für den nächsten Tag klar. Eine nicht mehr ganz nüchterne Punkerin fährt uns zum Drummer von Vaseline Dijon nach Hause und ich lasse den Abend noch mit einer ordentlichen Menge Weinschorle ausklingen, während Moe bereits auf dem Sofa pennt.

Ich bin froh, dass ich meine Aufsichtspflicht für den heutigen Tag erfüllt habe.

Die Ruhe wärt nicht allzu lange. Ungewohnt früh am Morgen wird Moe wieder munter und ich beschließe ihn und mich sicherheitshalber aus der Wohnung der Gastgeber zu schaffen. Wirklich unerhörte Dinge sind in Moes Anwesenheit bereits in dieser Wohnung passiert und ich bin immer wieder aufs neue verwundert, dass uns unsere Gastgeber trotzdem Obdach gewähren.

 Während ich also nicht ohne Stolz versuche, Moe ohne Zwischenfälle, aber mit Wegbier aus der Wohnung zu dirigieren, passiert das Unvermeidliche:

Moe fällt ohne Vorwarnung mit dem Gesicht voran und mit vollem Bier in der Hand der Länge nach auf den Wohnzimmerteppich. Es hätte so schön sein können. Naja. Notdürftig Sauerei beseitigen und schnell raus hier. Die 6 km Fußmarsch zurück zum KV tun uns beiden gut. Glücklicherweise finden wir für Moe noch ein weiteres Wegbier und einer reibungslosen Heimreise steht nichts mehr im Weg.


Fazit: Jederzeit wieder!


Erster und letzter Bierschinkenbericht von Fear Promilla
kiki: Gen 23 Uhr CHEFDENKER. Laden rappelvoll (knapp 180 Gäste und GästInnen) und zumindest hinten am Merch ein doch annehmbarer Sound. Das war wohl auf der Bühne eher nicht der Fall.
kiki: Es gibt wie gewohnt 90 Minuten nur Hits, wobei die Reihenfolge der Hits gelegentlich variiert. Ansonsten wüsste Claus ja immer genau, wann er sich verspielen oder versingen müsste. Und das wäre zu professionell.
The Kollege: Geiler Laden! Supernette Crew! Astreines Publikum! Spitzen Abend! Absolute Empfehlung! Da spielen wir nochmal. Dann zum ich glaub vierten mal oder so. Dann muss es auf der Bühne auch nicht zwingend wieder bre-chend laut sein. Zwinkersmiley ;)
kiki: Schnelle Zugabe, dann ab an den Tresen.
kiki: Jesus rettet Leben, ZwiWA bekanntlich auch hin und wieder!
kiki: Dafür spielt die Band knapp 30 Minuten Dart,  um auf eine ähnliche Punktzahl zu kommen , wie das Ruhrgebiet mit drei Pfeilen. Okay, dafür sollten mir am Samstag die Grenzen beim Minigolf deutlich aufgezeigt werden.
The Kollege: Wir vermuten, dem ganzen Missverständnis liegen deutliche Rechenfehler zugrunde. Der Kommissar ermittelt.
kiki: Irgendwann wurde es dann einfach nur noch spät und die Getränke scheinen sich verändert zu haben. Nebenan gab es noch eine Party mit lustigen Gestalten. Teile der Crew standen auf jeden Fall morgens um 10 immer noch am Tresen mit Bierflaschen in der Hand. Stabile Leistung von allen Beteiligten. Wir satteln die Pferde und reiten weiter nach Augsburg...bis gleich!
The Kollege: Ja! Also legendärer DJ! Bis morgens früh noch Elektro aufgelegt. Teilweise auch für sich alleine. Volle Punktzahl. Respekt!

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