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Die The Rackelhans, Gebretter, 1/3 Davy Jones, 29.11.2025 in Dortmund, Heimathafen - Bericht von der Redaktion

Die The Rackelhans, 29.11.2025 in Dortmund

Zwen: Es ist Wochenende. Richtig stabile Leute fahren nach Gießen um die Hitler Jugend zu stressen. Weniger stabile Leute sind gesundheitlich immer noch ein bisschen angeschlagen und bekommen schon, wenn sie sehen, dass die Busse von Dortmund heute um ein Uhr morgens gefahren sind, einen branchialen Hustenanfall. Aus diesem Grund sammle ich lieber meine Kräfte in Dortmund und da ich mich heute schon wieder fit fühle, führt mich mein Weg Richtung Hafen. Auf dem Weg dorthin werde ich mal wieder gedeutschebahnt. So sagt die App zwar, dass meine Verbindung fünf Minuten Verspätung hätte, aber als ich dann in Derne zwei Minuten nach pünktlicher Abfahrt auf ein komplett verwaistes Gleis blicke, wird mir klar, dass das eine Lüge war. Ja, auch über Pünktlichkeit kann man sich bei der DB aufregen! Also switche ich auf U-Bahn, wobei ich dann beim Handydaddeln feststelle, dass Davy Jones abgesagt haben. Naja, dann wird man wohl generell den Beginn ein bisschen nach hinten verschieben, oder?! 
fred: Es ist Samstag der 29.11.2025, ich treffe mich mit B. und K. und laufen mit einem Kaltgetränk unserer Wahl runter Richtung Downtown, genauer gesagt "an den Docks". In Downtown angekommen treffen wir auf P. und F. und diverse andere gekannte und unbekannte Gestalten aus dem Dortmunder Untergrund. Gerufen hat der Heimathafen, hier steigt heute ne heftige Punkrock-Party, jawollo, obergeil. Zur Sache.
Peter: Samstagabend, Wochenende, höchste Zeit mal wieder vor die Tür zu gehen. Meine Wahl fällt auf die Releaseparty von DIE THE RACKELHANS, vor einiger Zeit mal bei einem PANKDEMIC-Konzert im Dortmunder Fredenbaum-Park gesehen und für gut befunden. Einige nette Menschen sind auch vor Ort, also was kann schon schief gehen? Wir treten den Weg zu Fuß an, auch mal schön. DAVY JONES haben abgesagt, ich mag die Band bin aber nicht ganz so heftig traurig da ich sie in letzter verhältnismäßig Zeit häufig gesehen habe, so lassen wir uns etwas Zeit und kommen trotzdem mit einem ordentlichen Puffer am Heimathafen an. Einer relativ neuen Konzertlocation in Dortmund, in der ich nebenbei bemerkt noch nicht gewesen bin. Spannend!
Zwen: Als ich reinkomme spielt der erste Act schon. DAVY JONES haben tatsächlich einen Rückzieher vom Rückzieher gemacht und so steht jetzt der Gitarrist alleine und mit elektronischer Klampfe vorm Publikum und tut sein bestes um in die Leere zu musizieren. 
Peter: Dafür ein dickes Chapeau! Muss man sich auch erst mal trauen sich da dann ganz alleine hin zu stellen!
Fö: Ich finde diese bedrohlichen roten Lichter faszinierend. Glaube die wurden aufgebaut damit niemand sieht was da auf der Bühne passiert, aber dafür ist nun halt die Hälfte des Publikums blind.
fred: Blind von Davy Jones liebe.  Herzchen. 
Peter: Die Lichter machen mich fertig! Sehr ungünstig für Menschen mit gesenktem Augeninnendruck! 
Fö: Tatsächlich ist 1/3 Davy Jones immer noch ein ordentlicher Abriss. Zumindest ist es ohrenbetäubend laut! Man wird also nicht nur blind, sondern auch taub. Die Setlist wohl entsprechend kurzfristig nach "könnte funktionieren"-Manier zusammen gefrimmelt, aber meistens geht das ganz wunderbar auf. Wüsste nicht wann ich zuletzt ne One-Man-Band gesehen hab, die dermaßen abgeliefert hat.
fred: Kann ich Fö nur zustimmen, zündet ganz ordentlich, hier und da sieht man Köpfe und Körper hin und her wackeln, passt. 
Zwen: Für einen Song darf dann auch der Bassist (ohne Bass) auf die Bühne und mit dem Gitarristen ein Liedchen trällern. 
fred: Hätte er ja auch Bass zocken können, 2/3 Davy Jones. Auch ohne Bass und Drums, hat es mir persönlich sehr viel Spaß gemacht. 
Peter: Ja, bin auch angetan!
Zwen: Dann kommen GEBRETTER, hierbei handelt es sich zur jeweils zur Hälfte um Kölner Studierende und zur anderen Hälfte um KVB-Mitarbeitende, die aussehen, als würden sie historische Führungen durch die Berliner Unterwelt anbieten.
Zwen: Es gibt starke Ansagen gegen Krieg und noch stärkere Songs, z.B. geht es in einem Song darum, dass man besoffen mit dem Fahrrad nach Hause fahren sollte.
Fö: Ohne Helm, wohlgemerkt. Ich bin skeptisch ob das so ne gute Idee ist, aber noch lebt die Band ja.
fred: Einige der Band haben ja die Helmpflicht eingehalten, die leben halb gefährlich. 
Fö: Ich find den Auftritt voll geil! Irgendwie so Hardcore-Punk. Gebretter tragen den Namen zu recht, da wird schon ordentlich was weggebrettert, gleichzeitig hat es aber auch mal dezent rockige Elemente. Erinnert mich immer wieder an Hammerhead. Was ja nicht die schlechteste Referenz ist!
fred: Bisschen crust kann auch nie falsch sein, bockt und knallt ordentlich. Hammerhead hat man definitiv in einigen Songs rausgehört, macht Gebretter noch sympathischer. 
Fö: Ansagen im kölsche Duktus. Ich warte immer auf den Tusch (es ist ja fünfte Jahreszeit, nech?), aber bisschen unterhaltsam ist es dann schon. Gebretter merk ich mir, das hat Spaß gemacht! Verfrüht zu sagen, dass das die beste Band des Abends war?
Zwen:  Ne, passt, lass abhauen!
Peter: Grandiose Band! Vollkommenes Brett was hier abgeliefert wird. Mir kommen dabei spontan die von mir geliebten POISON IDEA in den Sinn. Oder auch so was wie WOLFBRIGADE, HAMMERHEAD und TURBONEGRO! Die Band hat sichtlich Spaß auf der Bühne und heizt durch ihr Set, während der Sänger unaufhörlich vor der Bühne unterwegs ist! Ach, was schön!
fred: In einer anderen Ansage ging es um online dating über Bumble, dazu gabs dann den passenden Song, ich grinse. By the way ich bin glücklicher Single und noch zu haben, an die girls haltet doch mal die Augen, auf Bumble auf. 
Bis später. 
Fö: Alle 11 Sekunden verliebt sich ein Single auf Bierschinken.
Fö: DIE THE RACKELHANS! Ich weiß immer noch nicht was dieser Name soll und werde später im Telefonbuch nachschlagen, ob es einen "Diether Ackelhans" gibt.
Zwen: Oh, ich bin ja immernoch hier. Mist!
fred: Mist! haben heute nicht gespielt, aber geile Band! Kleiner Tipp am Rande. Shoutout an Mist! 
Fö: Es gibt astreinen deutschsprachigen Punk, der tatsächlich flotter zu Werke geht als ich das in Erinnerung hatte, und die Songs gehen auch echt gut ins Ohr. Heute ist Releaseparty ihrer neuen EP "es ist wirklich immer schlimm!", und ihr Auftritt folgt einem Konzept: Zunächst werden Lieder der alten EP gespielt, dann die der neuen. Easy.
fred: Hatte die zuletzt im Rattenloch zu Schwerte gesehen, da fand ich die schon ziemlich stark, heute zünden die bei mir aber etwas mehr, liegt vlt an der Lokation, alles etwas kleiner, gemütlicher und mehr Nähe zur Band. Einige Songs der Rackelhans klingen gesanglich ein wenig nach Chefdenkers Claus, was aber überhaupt nicht schlimm ist, ich grinse und habe Spaß. 
Peter: Ja, CHEFDENKER höre ich da auch stellenweise. DUESENJAEGER und TURBOSTAAT allerdings auch, aber das ist auch vollkommen ok so!
Fö: Sänger Roman hat mich letztens sehr schief angeschaut als ich sie mit Muff Potter verglichen hab, also hab ich mir vorgenommen, heute ohne Vergleiche zu arbeiten. Danke dass ihr mir das abgenommen habt.
Fö: Die Zäsur zwischen den beiden EPs wird gefüllt, indem Dave von Davy Jones nochmal auf die Bühne kommt. Und an dieser Stelle sei mal kurz angemerkt: Terrorgruppe zu covern ist niemals ne schlechte Idee, führt aber leider unweigerlich dazu, dass der beste Song des Abends ein Coversong ist. Schade popade! Ich freue mich sehr über "Gestorben auf dem Weg zur Arbeit". Was ein Hit!
Zwen: Da blühe ich tatsächlich nochmal kurz auf. Ansonsten haben Gebretter mir sämtliche verbliebene Aufmerksamkeit aus dem Hirn geprügelt. Ebenfalls schade.
Peter: Das Cover ist wahrlich ein Hit, ich brülle bis der Hals kratzt. Von mir aus hätten wir ab jetzt die "Melodien für Milliarden" von vorne bis hinten durchackern können. Aber ihre eigenen Songs überzeugen ebenso! Tolle Band, mit schrecklichem Namen, aber damit sind sie ja im weiten Feld des Punkrocks nicht allein.
Fö: Dann die neuen Lieder! Publikumsliebling scheint ein Song namens "Uwe" zu sein, der ist aber auch wirklich schmissig. Ihr hört euch jetzt gefälligst die EP an.
Zwen: "Uwe", "Lili", warum zünden Songs mit einsilbigen Namen nur immer so krass?! Egal! Rackelhans haben fertig und da es - obwohl Fred noch so gerne ein bisschen die Hüften schwingen wollte - keine Tanzveranstaltung mehr im Anschluss gibt, hauen wir jetzt auch ab. Auf dem Rückweg wollten uns die Dropkick Murphys dann noch auf ihr Schiff holen, wir Landeier sind ihnen aber zum Glück entkommen.
Fö: zwei.
fred: Uwe, der Überhit! Ja, ich dachte so ein wenig "Disco an den Docks" wäre im Anschluss schon sehr cool gewesen, man kann nicht alles haben. Noch ein Kaltgetränk (danke S.) und wir laufen Richtung Hometown. Cooler Abend, super Leute, gemütliche Location, top Bands, gibt nichts zu meckern. One Love 
Peter:Sabine! Ihr habt Sabine vergessen! Und Barbara und Erika! Ein Bier noch vorm Laden, eins unterwegs. Kurz dem Dropkick Murphys beim "Shipping up to Boston" gewunken und ab ins Bett! Samstagabend erfolgreich sinnvoll und spaßbringend ausgefüllt! Toll! 
Fö: drei. Mit Silben habt ihr's nicht so, oder?
Zwen: Besoffen Silben trennen!


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