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Babybeard, 21.01.2026 in Köln, Yuca - Bericht von Zwen

Babybeard, 21.01.2026 in Köln

Dieser Beitrag könnte sich auch in die von Fö (so halb) geklaute Reihe "Punks in Gefahr" einreihen. Zumindest hatte ich sowas anfangs geplant. Tatsächlich war es dann am Ende aber gar nicht so gefährlich wie gedacht. Trotzdem möchte ich euch natürlich berichten, was ich unter der Woche so in Köln getrieben habe. Tatsächlich stand der Plan, heute in die Stadt am Rhein zu fahren, schon ein wenig länger. So fragte mich ein Ex-Arbeitskollege, ob ich nicht Bock hätte, mit ihm die Band Babybeard anzuschauen. Joa, Warum nicht? Scheint erstmal so wie Babymetal zu sein, nur halt deutlich günstiger. Außerdem spielt die Band im Yuca, das ist direkt am Bahnhof Ehrenfeld und ich war noch nie da. Des Weiteren habe ich ja erstmal HC-Verbot, weshalb ich aktuell auf der Suche nach einem neuen Musikgenre bin. Warum also nicht Idol Pop-Metal?
Bevor es aber aufs Konzert geht, gönne ich mir erstmal schön Thai-/Viet-Küche. Mir fällt immer wieder auf, wie viel geiler das Fressangebot in Städten wie Kölle oder Düsseldorf ist. Vor allem als Vegetarier ist es nämlich im Sauerland immer noch ziemlich Arsch. Nachdem ich mich ausführlichen am gut gewürzten (aber nicht scharfem) Curry gelabt habe, bekomme ich zum Abschied noch einen Glückskeks. Interessanterweise steht bei der deutschen "Übersetzung" auf der anderen Seite "Sie verbreiten gute Laune". Bin jetzt kein Glückskeks-Experte, aber ist das normal, dass die das so schwammig übersetzen?
Gleich geht's hier rein ins Konzert, vorab aber ein paar Worte zur Band:
 Das ganze Projekt Babybeard dreht sich um den australischen Wrestler, Crossdresser, Stuntman, Entertainer und Japan-Fan Richard Magarey aka Ladybeard. Unterstützt wird er dabei von Mizuki und Suzu am Gesang. Tatsächlich weiß ich nicht ganz, was ich vorab zu erwartet habe, aber als die Band zu dritt auf die Bühne geht, bin ich - auch wenn man es vorher hätte wissen können - doch einigermaßen überrascht, dass weit und breit kein einziges Instrument zu sehen ist. Außerdem ist die Musik relativ leise, weshalb ich direkt meine Ohrstöpsel rausnehme, was es ungefähr auf die Lautstärke eines Standard-Punkkonzerts mit Ohrstöpseln bringt, also eigentlich ganz angenehm. 
Ansonsten startet die Band aber direkt mit "Nippon Kara Konichiwa" rein, was direkt mal den Ton für den Rest des Abends setzt. Schaut man sich im Publikum um, ist es insgesamt eine ziemliche Würstchenparty, aber vereinzelt sieht man auch Menschen in langen Kleidern und außerdem eine Mutter, die sich Sorgen um ihren Zwölfjährigen macht, als dieser mal kurz im seeehr entspannten Moshpit verschwindet. Die Band schwankt musikalisch zwischen J-Pop und Metal, weshalb das Publikum auch aufgefordert wird die Pommesgabeln in die Luft zu recken. Dazu wird auf der Bühne fleißig abgetanzt.
Plötzlich erscheint dann dieser Typ auf der Bühne und schmiert einfach den Sänger um. Dann reißt er sich unter lauten "Buh!"-Rufen das Mikrofon unter den Nagel. Scheinbar hat dieser Typ etwas gegen die Band und erklärt uns, dass er diese erbärmliche Show stoppen müsse.
...und schon ist Ladybeard im Schwitzkasten gefangen. 
Im Anschluss wird sich dann noch durch das Publikum gejagt. Wände und Garnitur werden hier in das Wrestling-Match eingebaut und das Publikum kommt richtig auf seine Kosten.
Am Ende retten jedoch Mizuki und Suzu ihren Bühnenkollegen, indem sie dem Typen einen Eimer über den Kopf stülpen. Als dieser dann aber doch rausfindet, wie man den Eimer wieder vom Kopf runternimmt (Wrestler*innen scheinen allesamt keine Feinmotoriker*innen zu sein), wird es eng für die beiden. Zum Glück kommt in diesem Moment Ladybeard zu sich und mit ein paar beherzten Griffen wird dann doch der Bösewicht niedergerungen und aus dem Saal gejagt.
"Dieses Outfit ist verdammt cool, aber man, ist das anstrengend darin zu kämpfen." Die Zeit, welche die Band dann zwischen von der Bühne gehen und der Zugabe verstreichen ließ, war ebenfalls relativ lang, was einfach daran lag, dass Ladybeard sein Wechseloutfit nicht so richtig über seine muskulöse Brust bekommen hat. Egal, dann sitzen die Rüschen halt nicht richtig. Nochmal ein kleiner Moshpit und dann sind auch die zwei Zugabensongs durch.
Am Merch erhält man dann noch die Möglichkeit mit der Gruppe Polaroid-Fotos zu machen. Bei 30 Euro pro Foto treten wir jedoch lieber schnell den Rückzug an. War definitiv...anders, aber auch definitiv unterhaltsamer als die Xte Hardcore-Show. Falls ihr jetzt jedoch regelmäßig Idolcontent von mir erwartet, muss ich euch leider enttäuschen...


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J-Pop, Metal
aus Japan (JP)
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