True Gloom, Prison of Hope, POWR, 01.05.2026 in Ulm, Club Schilli - Bericht von alexanderdavide
True Gloom, Prison of Hope, POWR, 01.05.2026 in Ulm
Bin neugierig, POWR zu sehen. Die Band ist Anfang letzten Jahres in Wangen im Allgäu geschlüpft und seither habe ich gelegentlich etwas über dieses Soziale-Medien-Dings mitbekommen. Wie ich am Schlagwerk ein Love Letter Shirt erspähe, ist die erste Verbindung hergestellt. Die zweite folgt mit Tömmis persönlicher, gleichzeitg total schöner und nahbarer Ansprache. Außerdem feiert er heute seinen Geburtstag mit uns. Das sagt viel aus, nicht zuletzt über die Leidenschaft für die Sache. Alles Gute! New School Hardcore schreiben sich POWR auf die Fahne. Hart interpretierte Strophen treffen immer wieder auf melodische Chorusse und klaren Gesang. Tough-Guy-Allüren Fehlanzeige – das hat vielmehr emotionalen Charakter. Am besten gefällt mir der Set Ender There Must Be Light.
Zuvor schon von PRISON OF HOPE's Livequalität beeindruckt gewesen, macht es nach einem Platten-Deep-Dive nochmal anders Spaß. Die Band aus Stuttgart bringt zentrale Themen musikalisch wie textlich voll auf den Punkt, was live in solch einem wohltuendem Inferno ausartet, dass selbst das scheue Ulmer Publikum näher rückt. Mega ist auch, was für ein harmonisches Bühnenbild die Fünf abgeben.
Hamburgs TRUE GLOOM treten nur ein Mal aufs Gas. Rock 'n Roll getränkter Hardcore Punk mit Kreissägen-Stimme rebelliert für eine halbe Stunde durchs Gemäuer als gebe es kein Morgen. Derweil befinde ich mich im stetigen Wechsel zwischen "Wie kann man so krass?" und "Wo Spannungsbogen?" Auf einem Festival zur richtigen Uhrzeit stelle ich mir diesen Abriss aber vortrefflich vor.
Im Anschluss quatscht es sich heute ganz fantastisch, sodass es später wird als erhofft. Bis Sonntag!








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