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Rock am Berg Merkers Tag 2: Kellerloch, Theilen, Trümmerratten, Mandel Kokain Schnaps, Bittter, Nikra, The Dead End Kids, Rogers, Remote Bondage, Frittenbude, Häck/Mäck, 05.06.2026 in Merkers, Waldstadion - Bericht von Burn

Rock am Berg Tag 2, 05.06.2026 in Merkers

Tag 2 fängt mit Sonne an, und Kellerloch. Die Band besteht aus drei sehr jungen Musikerinnen aus der Umgebung. Musikalisch bieten sie eine breite Palette Punk-Rock an. 
Ihre Nervosität konnte die Sängerin nicht verstecken, und verlor sich manchmal im Gespräch mit dem Publikum. Einen verkackten Song dreimal neu anzufangen, bis er halbwegs klappt - das ist Punk. Als Zugaben wurden kurzerhand zwei Songs aus dem Set wiederholt.
Theilen spielen auf der großen Bühne. Am Anfang merkt man noch, dass die Band damit ein wenig fremdelt. Aber mit zunehmender Spieldauer werden sie souveräner. 
Ein gutes Pfund Punkrock am Mittag. Die würde ich mir gerne nochmal indoor anhören.
Trümmerratten lassen keinen Zweifel: Das ist guter Punk. Mir gefallen die richtig gut, und sie sind für mich schon ein Highlight von Tag 2.
Während des Konzerts gaben sich befreundete Musiker die Klinke in die Hand. Das Bäumchen-Wechsel-Dich Spiel bereicherte das Set. 
Dass das Publikum bei Liedern gegen die Polizei eskaliert, gehört bei linken Festivals wohl zum guten Ton.
Mandel Kokain Schnaps. Hier wollte ich eigentlich mal etwas essen gehen, aber die Band zieht mich voll in Ihren Bann. Diese drei Schippen zu viel Farbe, Plüsch und Glitzer passen voll gut ins Konzept. Unsere Schubladen sollen ein Stück weiter aufgemacht werden. Mir gefällt das richtig gut. Gute Musik, gute Message. Was braucht man mehr?
Heiratsantrag! Ihr habt richtig gelesen. Die Sängerin von MKS macht mitten im Publikum dem Gitarristen von Rogers einen Heiratsantrag. Ein sehr emotionaler Moment, der bei vielen für feuchte Augen sorgt. Sie, das ADHS Girl, und er eher schüchtern und zurückhaltend. Viel Glück euch zwei. 
Mit Bittter bekommen wir eine ordentliche Portion Hardcore-Punk um die Ohren geballert. Ein sehr energiegeladener Act, was nach dem eher BubbleGum-Bild von MKS wieder voll erdet. 
Die Veranstaltenden haben hier ein gutes Händchen für das TimeTable gehabt. 
Nikra spielen irgendwas mit Emo-Indie und Punk. Bei einigen Songs höre ich die Nähe zu Sperling heraus. Ich glaube, die waren mal gemeinsam in der Trompete in Bochum. 
Man sieht, dass die sich auf der großen Bühne wohl fühlen. Die scheinen noch sehr jung zu sein, aber machen das erstaunlich gut. Ist nicht so meins, aber dem Publikum gefällt es gut.  
Auf der kleinen Bühne spielen anschließend The dead end kids. Welche Energie die 4, eigentlich eher die zwei Frauen, auf die Bühne bringen, ist schon außergewöhnlich. Der Gitarrist und die Aushilfe am Bass (seit 2 Jahren!! - muss da rein rechtlich nicht eine Festanstellung her?) sind eher zurückhaltend. 
Sehr gute Punk-Rock Songs die ich irgendwie doch alle kenne, bzw. schon gehört habe. Bei einigen erwische ich mich beim Mitsingen. Das war richtig gut. 
Jetzt kommt Rogers. Sehr professionell gestylter Auftritt. Die heben sich schon ein wenig aus der Masse ab. Mir gefällt das etwas rauere aber deutlich besser. 
Ich nutze den Gig mal zum Ohren entspannen, und gehe mal etwas weiter weg. 
Kurz die Augen geschlossen, und leider zu spät zurückgekommen. Von Remote Bondage sehe ich nur noch 3 Songs. Die 3 Sängerinnen, die Bassistin, und der Drummer reißen hier ab. Das ist richtig gut gemacht. Gute Performance, gute Songs. Die und wir haben richtig viel Spaß zusammen. Remote Bondage muss ich mir nochmal woanders anschauen. 
Frittenbude spielen einen Mix aus alten und neuen Songs. Wie heißt diese Musikrichtung? Elektro Punk? Rave? Letzteres steht jedenfalls auf dem Backdrop. Mit den neuen Songs werde ich nicht warm. Mir sind die alten Songs näher.
Mit „Raven gegen Deutschland“ spielen sie noch das Torsun-Cover, und auch der Hit „Mindestens in 1000 Jahren“ fehlt nicht.
Als Abschluss des 2. Tages spielen Häck/Mäck. Die kommen von hier und machen HipHop. Das ist ja nicht so mein Sound, heute gefällt mir das trotzdem gut. Man hört schon deutlich heraus, wie authentisch die Jungs sind. Danach geht es ohne Krokett Adrette ins Bett. Es wurde mehrfach am Tag darauf hingewiesen, dass es dort noch Kroketten und Schnaps gibt. Das war aber ein langer Tag, und morgen kommt ja noch einer. Und ich bin ja nicht mehr 20, 30 und 40.


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