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The Adicts, Maid Of Ace, 12.06.2026 in Berlin, Astra - Bericht von verSemmelt

The Adicts, 12.06.2026 in Berlin

50 Jahre Adicts auf einer Adios Amigos Tour. Sollte es ein langsames Ende bedeuten? Wenn Brudi nicht mir ein vorzeitiges Geburtstagsgeschenk machen würde, hätte ich definitiv nicht über 40€ für ne Karte bezahlt. Terminlich ists aber exzellent, da ich eh tagsdrauf in Berlin als DJ gebucht wurde. Die Züge fahren überpünktlich, in Friedrichshain gibt's nen sehr soliden Döner für 4€, der als 3,99€ ausgepreist wurde (Zitat: "Überall wird man beschissen") und am Astra sieht man, dass das Konzi kurzfristig doch noch ausverkauft wurde. So weit so normal.
Drinne gehen Punkt 8 nicht die ebenso angekündigten und im Vorfeld für mindestens interessant gehaltenen Band K.A.O.S. (Kein Abend ohne Schnaps) auf die Bühne, sondern schon MAID OF ACE.
Es wird sukzessive voller in den 48 Minuten und obwohl die vier Schwestern nicht viel falsch machen, zündet hier wenig. Das Schlagzeug ist unangebracht megalaut, der Gesang klingt mies. Insgesamt ist das Ergebnis zu zwei oder drei vorher gehörten Gigs von MOA maximal okayisch. Will man hier einfach nur die Gehörgänge schädigen? Jede Wagenburg bekommt nen besseren Klang hin. Also echt. Geht mehr auf Wagenburg-Konzerte! So wirkt das, als wären einem die Vorbands vollkommen scheißegal.
Nachdem ich eigentlich dankend ob des Bierpreises von 5,50€ ablehne, bekomme ich ein solide verschüttetes Restbier bei den ersten Songs Standardprogramm von THE ADICTS überreicht. Merke: Eins mal in der Chemo zurückausgeben... Derweil ist das Publikum bei den zeitigen Krachern voll auf Sendung.
Der Sound drückt glasklar und satt von der Bühne. Man kann es trotzdem ohne Ohrenstöpsel genießen. Mega! Und bei 90 Minuten Stagetime kommen etliche Songs, die ich noch nie live gesehen habe.Von der letzten Scheibe hat es beispielsweise "Fucked Up World" in die Setlist geschafft. "Telepathic People" habe ich auch noch nie vernommen. Auch lustig, dass man vor "Numbers" jetzt "4321" schiebt.
Während es langsam thermisch zu einer echten Herausforderung wird, kommt dann wieder das Prozedere, welches ich auf dem ein oder anderen sächsischen Festival schon gesehen habe. Die längste Pause entsteht, als nach "Who Spilt My Beer?" mal die Gitarre gesäubert wurde. Ansonsten wird durchgepowert und man kann das als (etwas unerwartet) sensationelle Höllenshow bezeichnen mit lauter glücklichen Leuten von sehr jung bis sehr alt. Die letzten Worte: "Berlin, see you again." deuten derweil auf kein schnelles Ende der Droogies hin.
Am folgenden Tag sehe ich noch Statusaufnahmen vom "Ain´t Like You-Festival", wo jemand die Windturbine angeschaltet haben muss. Die Joker aus dem Pack kamen wie Bumerangs über die Bühne gepfeffert und spickten echt tief ins Fleisch. Überall Blut. Echt gefährlich sowas.
Hier noch etwas Bonus Fussball-WM-Coverage von der Regierungsseite aus Turkmenistan, die alle Spiele übertragen - sogar die aus Mexiko und Kanada. Ganz zu boykottieren fällt mir als Sportjunkie schon etwas schwer. Aber dieser Vorbericht hier zu Niederlande gegen Japan war echt unschlagbar.


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