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Gehacktes: ECTO, Bronko, Poor Kids O.C., 11.09.2026 in Witten, Werk°Stadt - Bericht von der Redaktion

Gehacktes, 11.09.2026 in Witten

Fö: Wie schon beim letzten Mal, als wir bei der Veranstaltung "Gehacktes" waren, bin ich heute recht kaputt. Aber nach reiflicher Überlegung kommen wir zu dem Entschluss, dass dies kein Hindernisgrund sein soll, nach Witten zu fahren.
Fö: Vorprogramm: Das Fest der Tamilen in Dortmund. Nicht schlecht, das ist aber mal ordentlich angewachsen in den letzten Jahren. Leider können wir der Trachtengruppe nicht lange beiwohnen, der Zug wartet (also eigentlich tut er das nicht, aber er hat Verspätung, das ist nahezu ebenbürtig).
Fö: Beim letzten Mal gab es parallel zum Konzert ein Theaterstück, weswegen das Konzert später starten musste. Heute glücklicherweise nicht! Also geht es relativ zeitig gegen 20 Uhr los mit ECTO.
Fö: Kannte ich bisher nicht, aber bevor ihr fragt: Es ist Metal! Insgesamt relativ klassischer Metal, da wird galoppiert und geflirrt, hat aber auch ein paar dumpfere Passagen. Der Synthesizer bringt auch noch ne eigene Farbe rein - allerdings in Form von so flächigen Sounds, die da irgendwie so durchamplitudiert werden, also kein nerviges Tastengeklimper. Beruhigend.
niklas: So klassisch finde ich den Metal gar nicht. Mir erscheint das alles doch recht progressiv und Prog-Metal ist so gar nicht meine Baustelle. Bei einem Song hab ich außerdem das Gefühl, der Drummer spiele einen anderen Song, als der Rest der Band.
Fö: Soweit ganz interessant - zumindest für 10 Minuten. Leider dauert ein Lied schon ungefähr so lange und gefühlt haben sie die längste Spielzeit aller Bands des Abends, da ist (zumindest bei mir) doch recht schnell die Luft raus.
niklas: Zum Ende hin gibt es ein paar thrashige Passagen, die gefallen mir ganz gut. Aber ja, es hätte insgesamt etwas kürzer sein dürfen.
Fö: Dann POOR KIDS OC! Immer ne sichere Bank - weil die spielen nicht so lang. Da wird von Anfang an schön Alarm gegeben bis alle aus der Puste sind. Da sie sich heute schon im Kraftraum ausprobiert haben, geht das schnell. Apropos schnell: Musik ist auch geil!
niklas: Hauptgrund meiner heutigen Anreise! Schön, schnell, schrammelig!
Fö: Ich verstehe kein Wort von den Ansagen und frage mich ständig, ob das Absicht ist oder ob der Sound hier so mies ist. Naja, war bestimmt nichts Wichtiges.
niklas: Da war irgendein komischer Effekt auf dem Mikro, oder!?
Fö: Was dann los war, weiß ich nicht. Gefühlt vergeht zwischen dem Auftritt von Poor Kids OC und Bronko mindestens ne Stunde, was bei 4 Bands an einem Abend doch etwas viel ist. Vielleicht musste noch an irgendwas gefeilt werden, ich weiß es nicht, jedenfalls macht sich langsam Unmut breit, überhaupt noch lange zu bleiben. Nuja. Aber das entscheiden wir gleich. Erstmal BRONKO!
niklas: Ich dachte auch es ginge los und hab mich vor die Bühne gestellt. War dann aber nur Soundcheck...
Fö: Auch hier eine Band, die mich live noch nie enttäuscht hat. Relativ wenig Ansagen, fällt mir auf - erst zum Ende hin wird es etwas aufgelockert, aber ansonsten spricht hier viel die Musik. Und die enthält weiterhin viel Elan, Empowerment und, ach keine Ahnung, für ne stilvolle Aufzählung fehlt mir jetzt ein weiteres Wort mit E. Energie? Ja, sagen wir Energie. Schreibt gerne in die Kommis, welches eure Lieblingswörter mit E sind!
niklas: Eisenbahn, Eskalation, Eimer, Ersatzverkehr, Emanzipation und natürlich ekelerregend!
BRONKO kannte ich bisher noch nicht, bin aber auch sehr positiv überrascht.
Fö: Auf irgendnem alten Flyer, der gestern noch kursierte, stand statt Bronko die Band Sunflower drauf. Auch okay, aber der Ersatz gefällt mir doch sehr!
Fö: Anschließend sagt uns der Blick auf die Uhr, dass wir keinen Bock mehr haben, noch auf die letzte Band Abriss zu warten. Sorry!
niklas: Meine Vernunft hat mir auch aufgetragen, den nächsten Zug zu nehmen. Als ich mich in Dortmund von Fö verabschiede, scheint das auch noch eine gute Idee gewesen zu sein. Später kommen mir Zweifel, die sich zu echtem Ärger wandeln. Hätte, hätte, Fahrradkette...Hätte ich gewusst, was passiert, hätte ich ABRISS locker noch anhören können und wäre trotzdem nicht später zu Hause gewesen. Machste nix.


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