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Freitag, 09.03.2018: Interview mit Formosa


Das Hardrocktrio Formosa aus Essen brachte kürzlich ihr zweites Album "Sorry for being sexy" raus - das Zwen auf Anhieb so begeisterte, dass er nach der schweißgetränkten Release-Party direkt im Hinterzimmer zum Interview bat. Sänger Nik steht Rede und Antwort:



Zwen: Erstmal zum Konzert gerade. Ihr habt ja heute Release-Show. Einige Bands gucken ja, dass sie sich langweilige Vorbands ranholen, die ihnen möglichst nicht die Show stehlen. Das habt ihr nicht getan. Wie habt ihr die Bands heute Abend gebucht?
Nik: Das sind alles Bands aus dem Umkreis, also auch mehr oder weniger aus der Szene. Uns ist das wichtig, dass wir Vorbands haben, die auch geil einheizen können. Ich denke, das ist wichtig für die Szene, dass wir uns unterstützen und nicht gegeneinander arbeiten. Mit Tyler Leads und Vanbargen haben wir jetzt gespielt und ich denke das werden wir auch wiederholen.

Zwen: Kanntet ihr denn z.B. Tyler Leads schon?
Nik: Jaaa...Jakob [unser Drummer] hat die mal gesehen. Niklas und ich haben die noch nicht gesehen, aber geile Band, keine Frage. Wir hatten die auch aufm Schirm, weil die ja auch schon ein paar Veröffentlichungen raus haben.

Zwen: Anderes Thema: Ihr wart auf Tour und ihr geht jetzt wieder auf Tour. Ihr seid auch viel unterwegs, z.B. in der Balkanregion. Wie ist das dann da zu spielen und wie wird Formosa so angenommen?
Nik: Sehr unterschiedlich. Wir waren ja zum ersten Mal da und hatten hauptsächlich coole Shows. Ein oder zwei die vielleicht nicht so doll waren, aber es war auf jeden Fall richtig nice, wir waren z.B. auch in Montenegro – was ja erst seit 2006 unabhängig ist - und wir waren dort die erste deutsche Band, die jemals in diesem Land gespielt hat. Die Szene da ist was ganz anderes: Da gibts keine Clubs, keine Infrastruktur, einfach nur Musikbegeisterte, die eine Anlage in irgendein Cafe stellen. Es klingt alles wie scheiße, aber die Leute feiern das und die sind froh, dass mal jemand kommt. Für uns war das auf jeden Fall ein geiles Erlebnis.

Zwen: Gute Überleitung: In eurem Video „Love On The Highway“ geht es ja ums Touren. In einer Szene steht ihr in Unterwäsche auf so nem Balkon von einem Hostel oder irgendwas.
Nik: Ja, das war unsere Unterkunft in Šabac in Serbien. Das war tatsächlich eigentlich kurz nach dem Aufstehen. Wir sind raus, haben uns die Zähne geputzt und unsere Mercherin Janna stand zufällig unten und hat das gefilmt. Alles sehr abgefuckt, aber auch schön und die Menschen sind total herzlich.

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Zwen: Was ist das beste auf Tour und womit fällt es echt schwer sich zu arrangieren?
Nik: Das beste sind auf jeden Fall die Konzerte, also das Live-Spielen. Jeden Tag in einer anderen Stadt sein, andere musikbegeisterte Leute zu treffen, Leute die Do-It-Yourself-Kultur betreiben und Konzerte veranstalten. Ehrenamtliche Leute, die das alles auf die Beine stellen und davor habe ich nen riesen Respekt. Das ist auf jeden Fall geil!
Was ein bisschen nervig ist...hmm...ich denk auch teilweise, dass jeden Tag spielen schon an die Substanz gehen kann. Wir trinken ja auch ganz gerne mal ein paar Bierchen und nach 3-4 Shows kann es dann auch schon mal etwas weh tun. Da haste dann ein kurzes Tief und dann stehste aber wieder auf der Bühne und dann ist eigentlich wieder alles vergessen.

Zwen: Also, so richtig mega-ätzende Situationen gab es auf Tour dann nicht, oder?
Nik: Nene, die Sache ist – was auch echt vorteilhaft ist - wir kennen uns schon seit dem Kindergarten, jeden Beef, den man haben könnte, hatten wir schon. Das heißt wir wissen ziemlich genau, wie wir miteinander umgehen. Wir sind tatsächlich eine klischee-romantische Band und haben uns alle lieb.

Zwen: Das ist auf jeden Fall viel wert. Ansonsten, euer neues Album kommt auf mich schon wie ein klassisches Hardrock-Album rüber. Was würdet ihr denn sagen, was ihr sonst noch so für Einflüsse habt auf der Platte?
Nik: Ich denke wir haben da schon ein paar Punk-Einflüsse drauf. Gerade so eine Nummer wie „Fuck Up Your Liver“. Sonst kommen wir eigentlich aus dem Heavy Metal. Unser Album davor war auch noch etwas metallastiger. So haben wir auch in der Schule angefangen. Unser Gitarrist Nik und ich haben viel Maiden gehört. Meine erste Platte war von Bon Jovi. Ansonsten Sleaze/Metal, aber mit dem neuen Album sind wir schon in die Hardrock-Schiene gegangen.

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Zwen: Habt ihr schon Pläne für nach der Tour oder sagt ihr, erstmal Tour und dann schauen wir mal?
Nik: Joa, wir haben die Tour eigentlich vor ein oder zwei Monaten zu Ende gebucht und dann haben wir schon das nächste Projekt ins Auge gefasst. Ende September wollen wir eigentlich noch mal auf Tour. Wir haben jetzt nämlich Kontakte nach Italien und wir wollen auf jeden Fall nach England. In Italien sind jetzt 2 Shows gebucht und wir wollen noch ein paar draufpacken und wir wollen noch eine Woche nach England.

Zwen: Das klingt doch schon mal gut. Ihr seid ja auch voll in den sozialen Medien. Ich leider nicht, deswegen habe ich euer Live-Interview auch verpasst, aber eine Frage war wohl „Warum gibt es keine Hymne für Mett?“.
Nik: Gute Frage, ich glaube unsere Themen liegen woanders. Ich selber finde Mett geil, aber ich esse es halt nicht. Ich bin Vegetarier.

Zwen: Sonst noch was zum neuen Album, was ich vergessen habe zu fragen?
Nik: Wir sind jedenfalls total happy, dass es jetzt nach der ganzen Arbeit draußen ist und das wir das auf die Fans loslassen können. Wir haben da viel Arbeit reingesteckt und es ist echt ganz vernünftig geworden. Wir kriegen zumindest viel positives Feedback.

Zwen: Stupide quantitativ: Wie lange habt ihr dran gesessen?
Nik: 1 ½ Jahre ca.. Mal mehr intensiv, mal nicht. Die letzten zwei Monate waren sehr intensiv. Der Sommer, wo wir das Ganze aufgenommen haben, war sehr intensiv und mit Songwriting sind wir eigentlich immer beschäftigt.

Zwen: Sind denn alle Songs, die ihr hattet, drauf gekommen oder habt ihr welche gestrichen?
Nik: Einen haben wir rausgekickt. Wir haben beim Songwriting immer viele Ideen, aber wenn wir merken, dass das irgendwie nicht passt, fliegen die eigentlich immer schon im Prozess raus.

Zwen: Joa dann sind, wir glaube ich durch.
Nik: Ja, vielen Dank fürs Interview. Hat Freude gemacht.

Zwen: Ich danke für gutes Bier, für gute Bands, für ne gute Show und fürs Interview. Bis demnächst!


Zwen 03/2018
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