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Human Parasit:
Ausgabe #18

Erstmal allet Jute zum 18.! So. genug gefeiert.

Da ich je eher ein ordnungsliebender analytischer und gut strukturierter Mensch bin, auch was mein Leseverhalten angeht, kam ich nicht umhin, erst einmal dieses Heft zu kategorisieren und vorab schon einmal Beiträge auszusortieren, die mir wahrscheinlich mal schön sonstwo vorbei gehen oder die zumindest in der Prioritätenliste erst einmal nach hinten rutschen.

Ganz klassisch gibt's ein Deckblatt gefolgt vom Intro zu dem ganzen Pamphlet. Der kleine beiliegende Beipackzettel verrät noch, dass irgendjemand das Layouten verkackt hat und somit nun das Ganze auf A4 statt A5 gedruckt werden musste, natürlich beim Drucker des Vertrauens. Somit aber auch der Preis jetzt einen kleinen Aufwärtstrend erfuhr. Egal, die Arbeit muss entlohnt werden, unabhängig ob man den Inhalt jetzt für sinnvoll, sinnfrei oder einfach nur amüsant und/oder informativ hält.

Dieses ganze Heftchen hat inklusive Vorne und Hinten 92 Seiten. Klingt viel, lässt sich aber in der ersten Quer-Leserunde reduzieren: 3 Seiten Werbung, Kategorie "Rezis" mit ca. 24 Seiten (Tapes, Hannover-Special und Fanzines) und zu guter Letzt noch 5 1/2 Seiten Kindergedöns. Dafür kann man sich dann aufm Klo irgendwann mal Zeit nehmen oder in anderen Situationen, in denen einen das Leben kurzfristig zum Stillsitzen zwingt.

So, da bleiben schon mal nur noch ca 2/3 der Papierparade. Als erstes stürze ich mich auf die meines Erachten leicht zu verdauende und nicht allzu ernst zu nehmende (von mir selbsternannte) Kategorie "Bäppis Meinung/Kommentare und sonstiger Senf". Das ist schnell erledigt, darunter fallen Bäppis Sammelwut, Fuck off your Meinung, ein Beitrag zur Arschlochdemo in Berlin, aber auch sein 18. Geburtstag, ein kurzer Nachruf auf alte Männer und sein Abschlusswort. Leicht ironisch gepaart mit dezenter Theatralik. Bei einem guten Kaffee ist das schnell und amüsant weggelesen.

Als nächstes widme ich mich den "Gastbeiträgen", sind die doch alle schön in der Erzählform und nicht wie diese schier endlosen Interviews, vor denen es mich immer wieder graut. Alle drei, Mika herzzerreißend witzig, Wiener auch erheiternd mit Wiedererkennungswert, habe ich die Gomeraluft auch schon beim Lachyoga beschnuppern dürfen, und Falk Fatal der Traumtänzer der gar nicht so schlecht gelaunt aussieht, wie seine Berichterstattung vermuten lässt.

Gehen wir über zu den kurzen "Band/Pladdenvorstellungen". Ist auch schnell weggelesen, weil eigentlich nur zwei Bands, AKNE KD JOE und ihre Palmöllüge und BLACK SQUARE mit Potatoes gonna potate. Haben wir hier im Bierschinken auch schon durch. Kam man im Jahr 2020 auch nicht dran vorbei.

So, bis hierher sind ca 60% erledigt. Kommen wir zum, für mich, anstrengendsten Teil, die Interviews. Es ist nicht zu verkennen, dass die Auswahl äußerst abwechslungsreich ist. Als erstes das Gespräch mit der noch recht jungen, hier und da auf mich naiv wirkenden Band Faust X Bein. Bis auf dass sie ein grauzoniges Lied gecovert haben, blieb mir nicht viel hängen, bzw hatte ich nicht mal Lust, die Band zu googlen. Dann der Auswanderer, wo mich die erste Seite mit dem Waffen-Geprolle schon direkt abschreckt. Aber allem zum Trotz entpuppt sich das Interview als viel interessanter und ich habe es auch gerne zuende gelesen. Tauschen möchte ich mit dem illegalen Dasein dort drüben aber auch nicht. Nummer drei: Frage-und-Antwort-Spiel mit Uwe Umbruch, zuletzt Kommando Marlies, es wird viel geschwafelt über den Punk im Damals und Heute, seine Bands und sonstiges. Joah das sind so Gespräche, denen ich lieber in einer Kneipe lausche statt mir sowas durchlesen zu müssen. Das beste kommt zum Schluss. Das Duett mit Alex (Pascow), wobei nicht ganz richtig, da Ollo auch zu Wort kommen darf. "Was kostet Punk?" Ein nicht ganz unernstes Thema, informativ, aufschlussreich und für jeden Leser ein Muss. Danke dass ich mich da durcharbeiten durfte. Bäppi, der Giftzwerg, der seine Pfeile verschießt und Alex, der sie aus der Luft holt, ein bisschen Watte drum packt, damit sie niemandem ernsthaft weh tun.

Zum Abschluss noch die Rubrik "Bäppis Alltagsgeschwafel". Hier bekommt man einen kleinen Einblick in das Landleben aber auch neuerdings wohl Vaterdasein. Die Bauernhofgeschichten sind ein schöner, gedankenfreier Abschluss und Opas Sandkuchen will ich jetzt auch.

frau wolfram 03/2021
Human Parasit - Ausgabe #18

Stil: Fanzine
VÖ: 2020, A4-Heft, Human Parasit (Link)


Tracklist:

1. Deckblatt und Intro inkl Beipackzettel

2. Bäppis Meinung/Kommentare und anderer Senf

3. Gastbeiträge

4. Band/Pladdenvorstellungen

5. Interviews

6. Bäppis Alltageschwafel

7. Werbung


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