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PUP:
Who will look after the dogs?

Wen interessiert in diesen schnelllebigen Zeiten eigentlich noch ein Review von einem Album, das bereits im Mai des laufenden Jahres erschienen ist? Ich muss ehrlich sein, mich würde es nicht mehr groß reizen, diese Zeilen zu lesen. Allerdings hab ich mich irgendwann für diese Rezi gemeldet und da bei Bierschinken immer viel Wert auf die Erfüllung doitscher Tugenden gelegt wird, möchte ich wenigsten in Sachen Fleiß und Ordnungsliebe ein Sternchen vom Chef bekommen, wenn ich schon keinen Wert auf Pünktlichkeit gelegt habe.

Kommen wir kurz zu den Eckdaten: PUP kommen aus dem kanadischen Toronto und haben mit "Who Will Look After The Dogs" nach dem selbstbetitelten Debüt von 2014, "The Dream Is Over" von 2016, "Morbid Stuff" von 2019 und dem von mir arg vernachlässigten "The Unraveling of PUP the Band" aus dem Jahr 2022, nun ihr fünftes Studioalbum vorgelegt. Berichte über Konzerte liegen auch schon einige vor, wobei mein Versuch sie zu sehen eher wenig erfolgreich verlief.

Kommen wir zum eigentlichen Review. Kam ich beim letzten Album auch nach mehrfachen Versuchen einfach nicht rein, packt mich dieses wieder in Minuten. Schon die erste Vorab-Single Get Dumber (featuring Jeff Rosenstock), mit ihren Heavy-Rock-Anleihen schlägt gut ein. Paranoid, Cruel und Best Revenge entfalten auch schnell ihre Wirkung. Gerade der Letztgennannte läuft bei mir seit der Veröffentlichung auf "Heavy Rotation". Weck mich mitten in der Nacht und ich singe dir problemlos und innbrünstig  Zeilen wie "the best revenge is living well. i've been living like shit, it's been fucking up my sleep" mit, so hat sich der Song bei mir eingefressen. Wobei man ehrlicherweise sagen muss, dass hier im physischen Sinne nichts rotiert, denn obwohl ich dieses Album sehr feiere, habe ich immer noch nicht den Bestellbutton gedrückt um mir eine der Vinyls zu sichern. Dies verhindern die momentan wirklich kundenunfreundlichen Preise von 25 - 40 Euro für eine Platte, die längst keine Seltenheit mehr sind. Und wenn man denkt, man müsste das Ende der Fahnenstange in Sachen Vinylpreise langsam erreicht haben, kommt mit ziemlicher Sicherheit irgendein Rerelease um die Ecke, das die aufgebotenen Preise nochmal toppen kann.

Aber kommen wir zurück zum aktuellen PUP-Werk. Im Gegensatz zum Vorgänger wirkt dieses Album aufgeräumter und weniger chaotisch und ungestüm. Wobei Unberechenbarkeit und Vielseitigkeit immer noch ein Aushängeschild der Band bleiben. Man springt weiterhin gekonnt hin und her zwischen melodischem Punk, Alternative-Rock und Indie und das auch schon mal in ein und demselben Song. Man variiert das Tempo und schlägt Haken, zeigt sich sperrig und gleichermaßen poppig, singt mal schief mal schön und verwebt das Ganze meisterlich zu einem Ganzen. Dabei verarbeitet Sänger Stefan Babcock private Tragödien wie die Trennung von seiner Partnerin, nicht aber ohne dabei selbstkritisch und mit Selbstironie vorzugehen oder den Humor zu verlieren. 

Fazit: Für mich eins der hörenswertesten Alben des laufenden Jahres, denn PUP sind nach dem vorhergegangenen sehr chaotischen Album wieder etwas "Back to the roots"  und liefern hier eine gute Hand voll Hits ab!

Peter 12/2025
Hörprobe:
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Stil: Punkrock
Herkunft: Toronto (CA)
PUP - Who will look after the dogs?

Stil: Pop Punk, Punkrock, Indie
VÖ: 02.05.2025, CD, Rise Records, Little Dipper


Tracklist:

1. No Hope
2. Olive Garden
3. Concrete
4. Get Dumber (featuring Jeff Rosenstock)
5. Hunger for Death
6. Needed to Hear It
7. Paranoid
8. Falling Outta Love
9. Hallways
10. Cruel
11. Best Revenge
12. Shut Up



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