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W:O:A 2007 mit Sodom, Electric Eel Shock, Napalm Death, Turbonegro, JBO, Type O Negative, Duschband vom 02.-04.08.07

Wacken Open Air vom 02.-04.08.2007

Nachdem wir uns letztes Wochenende auf dem Force so gut von Metal erholt hatten, wurde es Zeit für ein Männerfestival! Zeit fürs W:O:A! Zur Vorbereitung gabs am Mittwoch noch Grillfleisch und Bier, Donnerstag morgen kutschiert Martin den Fö, den Kiki und den Kollegen gen Norden. Bier aufmachen und los!
Erstes Prozedere: Anstehen am Backstage-Check-In. Wie immer riesen Schlange, aber wir ham ja genug Bier dabei. Schon hier sehr beeindruckend, aus welchen Ländern die ganzen Metalheads so herkommen. Australier, Spanier, Skandinavier, Italiener und und und...wahnsinn!
Zu unserer Begrüßung wird auch sofort ein Set der Duschband gestartet. Der einzig wahre Grund, zum Wacken zu fahren! Duschen ist kein Heavy Metal! Dazu gibts aber später noch mehr...
Der zweite Grund, nach Wacken zu fahren: Der Grill ist nie aus! Frühstück, Mittag, Abend - immer lecker Grillfleisch auf die Gabel!
Das Publikum wie immer sehr entspannt, lauter schwarz gekleidete Freaks mit dem nötigen Willen, mal ein Wochenende so richtig die Sau rauszulassen - bevor sie wieder in ihren Sarg zurückkehren
Unser Nachbar, der nette Achim, hat sich dieses Jahr mal wieder selbst übertroffen. Geilster und bekanntester Zeltplatz auf dem Gelände - Tag und Nacht Musik. Mit Sicherheit das beliebteste Fotomotiv des Wochenendes.
Die großen Niederschlagsmengen der letzten Tage hinterließen doch einige Spuren vor den Bühnen. Die Zuschauer mussten durch Schlamm waten und so manche Schuhe gingen verloren. Lustiges Bild.
Erste Band: SODOM! Thrash-Metal aus dem Ruhrpott. Unserer Meinung nach klang vieles ziemlich ähnlich (komisch), die beiden Hits "Bombenalarm" und "Ausgebombt", auf die wir so warteten, wurden erst gespielt, als wir das Gelände wieder verlassen hatten.
Um dem Schlamm Herr zu werden, wurde jede Menge Heu auf dem Boden verteilt - was zu lustigen Heuschlachten im Publikum führte.
Der Biergarten auch wie immer stattlich besucht - ein Wunder bei den Preisen. Wir halten uns da lieber an unser Dosenbier.
Nächste Band auf dem Programm: Electric Eel Shock auf der Zeltbühne. Die quirligen Japaner legen eine 1A Show hin, mit ordentlich Gepose und einer schönen Prise Rock'n'Roll.
Zurück am Zeltplatz haben drei junge Schweden die Instrumente übernommen und bieten eine verdammt geile Show. Die Bengel sind alle erst 16-17, beherrschen die Instrumente aber als wären sie schon ewig dabei. Als der Schlagzeuger Raining Blood spielt, geht Caddy beleidigt ins Bett.
  Hörprobe gefällig? Könnt ihr haben, hier ein kleines Video
Und wo wir grad bei SLAYER sind: Direkt danach übernimmt eine Slayer-Coverband aus den Niederlanden die Bühne. Bringen sogar eigene Roadies und ne zweite Gitarre samt Amp mit - wow! Und die spielen mal locker das ganze Album durch - und das Nachts um 2 Uhr!
Dementsprechend begeistert das Publikum! Willkommen auf Wacken!
Nächster Tag. Wir wollten Amorphis gucken gehen, aber keiner durfte rein - warum denn das?
Wegen dem hier. Eigentlich eine gute Idee, Matsch gegen Stroh zu tauschen - nur nicht, wenn dieser angezündet wird. Folglich verschiebt sich der Spielplan auf der zweiten Bühne etwas und wir verpassen Amorphis
Dafür dann auf der anderen Bühne: NAPALM DEATH! Geile Band, ham ihre Wurzeln im Punkrock und spielen mittlerweile knallharten Grindcore.
Sehr cooles Set mit vielen Ansagen gegen rechts, das mit einem Cover von Dead Kennedy's "Nazi-Punks Fuck Off" abgerundet wurde.
Highlight des Tages am Zeltplatz: Eine junge Hoffnung am Schlagzeug! Der kleine Jerry, leidenschaftlicher Motörhead-Hörer, zeigt uns ein paar coole Moves. Er hatte das Publikum voll auf seiner Seite.
Wichtigste Band des Wochenendes und alleine schon ein Grund, nach Wacken zu Fahren: Turbo Fucking Negro! Hätten nicht gedacht, dass so viele Metaller Punk abfeiern würden - und wie gefeiert wurde!
Caddy kriegt grad einen Orgasmus, weil er die Mütze von Happy Tom gefangen hat. Vollkommen zu recht.
Zum Fotografieren blieb kaum Zeit, Tanzen und Mitgrölen war wichtiger! Wenn man nicht gerade irgendwelche Stagediver auffangen musste...ansonsten super Show, geile Ansagen und ein ausgewogenes Set mit alten und neuen Sachen. I GOT ERECTION!
Kommen wir zum kompletten Kontrastprogramm: Blödelcoverrock aus Franken, JBO spielen auf der anderen Bühne. Naja, einige lustige Songs, die aber auf Dauer eher langweilig wurden. Not Our Cup Of Tea. Aber Niveau ist keine Hautcreme.
Und wieder ein Highlight! Ulf gibt mal wieder alles, schüttet sich einen Schnaps nach dem anderen rein und beeindruckt selbst die härtesten Metallerlebern. Wir kennen niemanden, der so viel Schnaps trinken kann!
  Hier ein kurzes Video, was Ulf alles kann. Mariacron mit vierstelliger Postleitzahl pur trinken und tatsächlich noch mehr verlangen. Wahnsinn!
Als nächstes ein betrunkener Auftritt der Duschband. Kulicke beweist sich als Gastsänger und schafft es konsequent, zu "Paranoid" den Text von "Breaking The Law" zu singen. Was kann er dafür, wenn die Band was anderes spielt...
Es merkt auch keiner, dass Turbonegros "I got Erection" angesagt wird, aber in Wirklichkeit "Get it On" gespielt wird - zumindest versucht, is ja die erste Probe heute.
Jetzt wird's böse! Dimmu Borgir bereiten uns viel Freude mit ihrem Black Metal aus Norwegen. Kreischende Stimme, verzerrte Gitarre und eine nette Ballade. Total toll.
Der Wacken-Schädel zwischen den Bühnen leuchtet vor Freude.
Jetzt streiten wir uns gerade, was für eine Band das hier ist - die apokalyptischen Reiter oder Samael? Egal, is eh schon viel zu lange her.
Am nächsten Morgen erstmal ein zünftiges Bier vom Fass trinken! Sogar noch einigermaßen gekühlt
..und grillen nicht zu vergessen! Man braucht ja Grundlage für den Tag. Es ist einfach fantastisch, mit was für minimalistischer Ernährung der Mensch vollstens zufrieden gestellt werden kann - wir lieben Festivals!
Mal wieder die Duschband - was soll man dazu noch schreiben? Das gewohnte Set mit Breaking The Law, For Whom The Bell Tolls, Kings Of Metal, We're not gonna take it und dieses Jahr neu: You Could Be Mine. Nächstes Jahr bitte n paar neue Songs! If You Are Not Into Metal You Are Not My Friend!
  Zum Abschluss dann nochmal der Scherensong, hier als Video.
Gen Schluss schafft Achim es endlich, seine Nebelmaschine bei uns zu installieren - dann muss also doch noch ne Zugabe her!
Highlight des Tages: Type O Negative. Für diese Art von Musik am besten zwei Flaschen Wein trinken, in tiefe Melancholie verfallen und einfach nur schwermütig genießen.
Leider war es noch viel zu hell und geregnet hats auch nicht - egal, trotzdem voll geil!
Auf dem Rückweg steht plötzlich das Schwert von Excalibur im Wege. Verzweifelt versuchen wir, es aus dem Kot zu ziehen - keiner schafft es. Müssen wir wohl noch bis zur Krönung des Königs von Wacken warten...
Und da wären wir auch schon! Der diesjährige König von Wacken heißt doch tatsächlich Ulf, für seine hervorragende Leistung an der Flasche. Um das nochmal klarzustellen: Ulf war seit Donnerstag, den 26.07., auf dem Force Attack, ist direkt weiter zum Wacken, verlängert dort seinen Aufenthalt kurzfristig und ist jeden Tag rappelvoll!
11 Tage saufen am Stück und dabei immer gut gelaunt - ein würdiger Titelträger! Ulf ist der Tollste! Er gibt auch noch eine kurze Ansprache fürs Volk.
Standardgemäß am letzten Abend: Das große Finale der Duschband! Leider etwas nach vorne geschoben, um noch Cannibal Corpse zu sehen, dafür mit umso mehr Spiellaune
Und als goldenen Abschluss: Höllenfeuerlicht und ein brennendes Schlagzeug! Das ganze etwa fünfmal, weil es nicht beim ersten Mal brennen wollte...
Achja, Cannibal Corpse. Gute Laune sieht wohl anders aus - und hört sich wohl auch anders an.
Gesa meint, ihr Staubsauger mache bessere Musik.
Abends geht der Fö dann noch mit Steve aufs Gelände, wo zufällig Subway To Sally spielen. Mittelaltermetal mit Flammenshow und eigentlich dasselbe wie immer. Damit das Publikum gefügig wird, nehmen sie heute ein Video für MTV oder so auf.
Zurück am Zelt, Reste vernichten! Wir hauen kiloweise Würstchen auf den Grill, trinken dazu alles Bier was wir finden und ham trotzdem noch genug da - zumindest Würstchen...
Am nächsten morgen: Reste grillen. Grillmeister (und König) Ulf kümmert sich darum, während Kremer Grillkohle anschleppt, der Kollege Pavillons kaputtschlägt und Caddy schonmal die Plane abbaut.
Zwei Feuerwehrwagen auf dem Gelände kümmern sich um die vielen kleinen Rauchwolken, die allerorts in die Lüfte sprießen. Netterweise darf ein Metaller auch seine Sonnenbrille im Strahl waschen.
Auch Adlige müssen tanken. Majestät Ulf, König von Wacken, neben seiner Autogas-Kutsche.
Da is man doch ganz gespannt, wer nächstes Jahr König von Wacken wird! An wen wird König Ulf die Krone und das Zepter übergeben? Spannend, warum dauert das Warten bloß so lange...
Fazit: Trotz des immens hohen Eintrittspreises und der weit verteilten Parkplätze war das Wacken mal wieder die Reise wert! Selten so viel Spaß an einem Wochenende gehabt.
Also, bis nächstes Jahr!

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Philriss

10.08.2007 15:16
bild 30 is übrigens apokalyptische reiter. stand mit gesa auf der anderen seite und ham noch das mädel mitbekommen, welches in dem käfig von dem keyboarder angekettet wurde...
FeuerGitarre

10.08.2007 15:54
Ulf kann eben alles!
gesa

10.08.2007 16:39
ne phil, das war doch samael, oder? sind wir nicht zu dem schluss gekommen dass das samael waren???
©

10.08.2007 19:35
Ich kenne niemanden, der herzinfarktgefährdeter is als unser neuer König!

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