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Bunt statt Braun Open Air: Anschlag, Thee Infidels, Diarrhea Suicide, Knochenfabrik, Prime Meat, Fuck'it'Head, 16.09.2017 in Dortmund, Brauks - Bericht von der Redaktion

Bunt statt Braun Open Air, 16.09.2017 in Dortmund

Fö: Das lange Dortmunder Punkrock-Wochenende, Teil 3! Heute gehts zum "Bunt statt Braun" in Brackel (gesprochen "Bratzkel"), eine feine gratis-Veranstaltung, die schon in den letzten Jahren für schöne Unterhaltung sorgte. Dieses Mal mit einem Programm wie für mich gemacht: Diarrhea Suicide spielen! Und noch ein paar andere Bands.
Zwen: Wuhu, es ist wieder mal Zeit fürs Bunt Statt Braun. Da Matze einer unserer treuesten Besucher ist und jedes Jahr Glanz und Glamour über unser Gelände trägt, musste ich seine hochkarätige Rockband ja mal hier spielen lassen. Die Vorabverhandlungen mit ihm waren ziemlich hart, da er unbedingt frühestens um halb 11 spielen wollte. Ich: "Halb 11 morgens?" Er:"Ne, abends natürlich!" Ich: "Du weißt, dass um 22 Uhr hier Schluss sein muss? Naja, jedenfalls haben wir uns dann auf 16:15 Uhr geeinigt. Immerhin ist das näher an halb 11 abends als an halb 11 morgens, könnte als verhandlungstechnischer Erfolg von Matze gesehen werden.
Hupe: Feine Veranstaltung. Bisschen abgelegen in nem Vorort, dafür aber ganz gut besucht. Und n guter Pilskurs.
Fö: Geht los mit FUCK'IT'HEAD. Aufgrund von Anreise verpasse ich den Anfang, aber allzu viel dürfte ich wohl nicht verpasst haben. Egal.
Zwen: Doch! Zum Beispiel dieses Gitarrensolo.
Fö: Schon ne Weile nicht mehr gesehen, die Band. Der Bassist ist neu oder? Ansonsten haben alle die Haare schön und es gibt Deutschpunk mit teils englischen Texten. Ziemlich kämpferisch, wenn Sänger Marv nur nicht so grinsen würde.
Zwen: Der Bassist ist neu und spielt seinen 4-saitigen 5-saiter auf sehr interessante Art und Weise.
Hupe: Ganz netter Opener, was vor allem den sehr schön angetrunkenen Punkern gefällt.
Hupe: Nazi Trumps fuck off!
Fö: Irgendwer hat Geburtstag und darf bei einem Song mitsingen. Wenn er nicht gerade teilnahmslos auf sein Mikrofon stiert, schafft er das sogar.
Fö: DIARRHEA SUICIDE! Warum die schon so früh spielen, versteht keiner. Und das wo doch der eigentliche Headliner Mann kackt sich in die Hose eh abgesagt hat. Apropos Hose: Matze spielt heute ohne Hose, legt sich aber dafür direkt mal lang. Die Bühne sei so glatt, sagt er.
Fö: Rein spieltechnisch gibt es schönes Gepolter, das immer wieder durchblitzen lässt, dass die Band da doch gerade ziemlich geile Songs runterzockt. Toll!
Schuldenberg: Die musik gefällt mir auch, so minimal-rancid. Aber wenn einer barfuß auf der Bühne rumturnt, bin ich raus.
Fö: Matze legt sich noch mit nem besoffenen Punker vor der Bühne an, sie verabreden sich zum Faustkampf. Aber ich glaube, sie haben sich dann beide gedrückt.
Hupe: Ich denke er hat jetzt n neuen Freund. Vielleicht gibt es ja mal nen fettes Feature mit dem Typen. Die Parole die hängen geblieben ist: "Deutschland braucht Deutschpunk!"
Fö: Zwen sitzt den Großteil des Sets neben dem Schlagzeug und muss das Becken-Stativ festhalten. Sehr aufopferungsvoll, der Herr Veranstalter.
Zwen: Ich kümmer mich ja hier um viele Dinge, stehe auch immer mal wieder auf der Bühne und ver- und entkabel den ein oder anderen Verstärker, aber vom Schlagzeug habe ich keine Ahnung, weshalb ich das hier immer so mache, dass eine der Bands unser Hausschlagzeug aufbauen darf. Ich weiß gar nicht, wer sich nun dazu berufen fühlte, aber die Person war wohl ein wenig nachlässig. So waren die Füße der Bassdrum beispielsweise gar nicht ausgeklappt, was dazu führte, dass die Bassdrum beim Spielen von rechts nach links und auch gerne mal nach vorne rollte. Noch blöder für den Drummer waren aber zwei nicht richtig angezogene Schrauben im Hi-Hat-Ständer, die dazu führten, dass die Konstruktion alle 2 Minuten in sich zusammenfiel. Also, erstmal sichs neben dem Fred gemütlich gemacht und verzweifelt auf der Bühne nach einem Bastelmaterial gesucht. Zum Glück liegt nicht weit entfernt dieser untere Teil eines Schlagzeughockers, den ich jetzt erstmal in den Hi-Hat-Ständer schiebe. Verlieht mir den McGiver-Award!
Zwen: DIE LIEBEN LÖWEN haben zum Glück eine eigene Hi-Hat dabei, sodass wir unsere erstmal zum Schrauben anziehen in die Werkstatt des JUZ bringen können. 
Schuldenberg: Bester Song: Schalke ist schuld.
Fö: Als diesjährigen Ersatz für Mann kackt sich in die Hose wurden DIE LIEBEN LÖWEN verpflichtet. Mehr habe ich zu diesem Auftritt nicht zu sagen.
Zwen: Oh, Mann kackt sich in die Hose haben abgesagt? Das kommt ja nie vor! Um Gerüchten vorzubeugen: Absage aus gesundheitlichen Gründen? JA! Absage wegen Magen-Darm? NEIN!
Hupe: Das war doch die Konzeptband, oder? Jedes Lied war gegen Nazis. Is eigentlich ganz gut.
Fö: Das Wasser, das ich getrunken habe, war auch gegen Nazis.
Hupe: Wolltest du nicht bei den Lieben Löwen Bier trinken?
Fö: Da hilft nichtmal Spiritus.
garagephotographer: Ich komme pünktlich zum letzten Song dieser Band. Gerade rechtzeitig um festzustellen, dass das nicht meins ist.
Zwen: Übrigens Die BAND mit dem längsten Soundcheck. Während die Akustik-Gitarre streikt, interagiert ein total unmenschlich betrunkener Micha irgendwie mit dem Publikum. Ich weiß nicht, ob ich das lustig finde oder ob ich mich schämen sollte diese BAND ämm DIE LIEBEN LÖWEN hier spielen zu lassen. Andererseits wäre die spontane Alternative Datenschmutz gewesen. Da bin ich dann doch ganz froh über meine Entscheidung.
Fö: PRIME MEAT kenne ich eigentlich nur, weil Zwen die gut findet. Aber durch meine ausführlichen Recherchen habe ich soeben heraus gefunden, dass ich sogar schonmal ne CD von denen besprochen habe. Ups.
garagephotographer: Laut Fö machen die Skatepunk.
Fö: Da muss ich korrigieren, das dachte ich vorm Auftritt. Danach denke ich eher an den bösen Zwilling von Poppunk.
Zwen: Nach dem Auftritt von den Löwen kam jemand von PRIME MEAT auf mich zu und sagte: "Du Zwen, du hast dir doch schon unsere Musik angehört, oder? Wir passen hier doch null rein!". Ich freue mich tatsächlich, als sie auf der Bühne stehen. Übrigens die erste Band, die heute ihren Auftritt im Griff zu haben scheint und nicht andersrum. Okay, es ist heute auch die erste Band, die auf einem heilen bzw. fertig aufgebauten Schlagzeug spielen darf und auch nicht schon grotesk besoffen ist.
Hupe: Lief bei mir eher nebenbei, war aber ne gute Hintergrundbeschallung.
Fö: Weil die Band nicht mit der Konfettikanone umgehen kann, muss das wer aus dem Publikum übernehmen. Es tanzen beachtlich viele Leute vor der Bühne, obwohl die Musik kein Deutschpunk ist. Ich finde die Musik eher ziemlich langweilig und verziehe mich nach ein paar Liedern wieder.
garagephotographer: Zwischendurch beim Bier fragen wir uns, wie oft die ihren Song noch spielen wollen. Ein bisschen zu lang der Auftritt, aber für den frühen Abend ganz ok
Fö: ANSCHLAG kenne ich eigentlich nur, weil Zwen die gut findet. Muss aber gestehen, dass ich da wohl bisher was verpasst habe. Die sind ja echt gut! Kraftvoller Deutschpunk für Suff und gegen Nazis, paar unpeinliche Parolen, geile Grölstimme, gefällt mir.
garagephotographer: Ja, gefällt. Sowohl musikalisch fein als auch unterhaltsam selbstironisch.
Hupe: Ja ganz cool. Erinnert mich an Alarmsignal. Die sind aber auch gut.
Fö: Michel singt einen Song. Keine Ahnung welchen und warum, aber hauptsache Michel steht auf der Bühne!
garagephotographer: Axiom: Bands deren Mitglieder Loser Youth Shirts tragen, können nicht schlecht sein.
Fö: Die Band ist angenehm betrunken. Der Schlagzeuger redet bevorzugt belgisch oder flämisch oder irgendeine von diesen lustigen Sprachen. Ich verstehe kein Wort. Außerdem merkt er an, dass man einem Deutschpunkschlagzeuger kein Bier geben soll. Auch das verstehe ich beim besten Willen nicht.
garagephotographer: Auf dieser Gitarre fehlt ein Alarmsignal-Aufkleber.
Fö: Riesenhit: "Revolution". Geil. Gebt euch mal die Platte hier.
Zwen: Im Jugendzentrum, welches bei dem Festival jedes Mal komplett zum Backstage umfunktioniert wird, ereignen sich derweil spannende Szenen und gefühlt wird es jedes Mal, wenn ich hier hereinschaue, skurriler. Hier sieht man wie Micha bei einem kleinem Pils und Roxette hörend sich verliebt Fotos von sich selbst anschaut.
Zwen: Beim nächsten Blick in den Backstage wird sich über das Buffet hergemacht und zeitgleich noch mal die Highlights des eigenen Auftritt pantomimisch zu den Fotos nachgestellt. Immer, wenn ich denke Micha nun halbwegs gut zu kennen, eröffnet er mir ganz neue Seiten von sich und gibt mir zu verstehen, dass ich dieses Geheimnis von Mensch wohl niemals lüften werde.
Fö: THEE INFIDELS aus bei Frankfurt! Immer wieder super. Schöner Hochgeschwindigkeits-Skacore und eine der wenigen verbliebenen Bands aus dem weiten Umfeld des Irgendwas-Ska, die ich mir noch reinziehen kann. Macht auch diesmal wieder Laune.
garagephotographer: Wenn schon Ska, dann so. Macht Spaß und sind nette Leute.
Hupe: Absolut mega. Schön schnell durchgeprügelt und ne geile kratzige Stimme. Super!
Hupe: Und beim Merch stand gab es keine Preise, sondern man konnte so viel bezahlen wie man wollte. Sehr nett! Danke dafür.
Fö: Ich muss ja immer aufpassen, wenn ich ein KNOCHENFABRIK-Konzert besuche, dass ich nicht aus Versehen ein Kleidungsstück oder einen Jutebeutel dieser Band trage, das wäre Frevel. Heute läuft aber alles glatt und Knochenfabrik sind nach wie vor die beste Band der Welt.
Hupe: sehr richtig!
Fö: Es gab relativ wenig Texthänger und zwischendurch gute Haushaltstipps (vom Saufen muss man viel Pipi, von ner Blasenentzündung auch, also ist Saufen wie ein Placebo für die Blasenentzündung. Ich habe das Konzept nicht ganz verstanden, aber für den Moment klang es schlüssig). Und es gab ein schön knackiges Set mit ausschließlich Hits.
garagephotographer: Naja, ausschließlich Hits hab ich nicht gehört.
Hupe: Ich hab auch nur Hits gehört!
Fö: Zwischendurch wird jemand im Publikum angezündet und alle tanzen drumrum. Manche Gepflogenheiten auf Punkkonzerten werde ich nie verstehen.
Hupe: Ich hab auch ein, zwei Leichen nach und während des Konzerts gesehen. Manche sind beim Tanzen einfach sehr hart auf den Kopf gefallen. Aber so ist das beim Saufen halt...
Fö: Ist auch irgendwie doof, wenn die einzige asphaltierte Stelle des Geländes sich vor der Bühne befindet und der Rest von kuschelig-weicher Wiese belegt ist.
Zwen: 1A Rumgepose, dafür darf man auch ruhig mal auf die Schenkel klopfen.
Fö: Es gab die vermutlich kürzeste Version von "Toni Schumacher", die ich je gehört habe. Ganz ohne Stadionpart, ganz ohne zusätzliche Soli, einfach durchgezockt und sogar schneller als wie auf Platte. Knochenfabrik überraschen einfach immer wieder!
garagephotographer: Wenns eine Band gibt, die kaum Überraschungspotential bietet, dann Knochenfabrik. Alles wie immer, trotzdem großartig.
Hupe: Das mit Toni, war doch sehr überraschend.
Fö: Schöner Abend!

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