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Ruhrpott Rodeo Tag 3: Feine Sahne Fischfilet, The Baboon Show, Pascow, Knochenfabrik, Wonk Unit, Antilopen Gang, Anti-Flag, Es war Mord, Les 3 Fromages, Cryssis, The Offenders, Los Pepes, The Other, Götz Widmann, 08.07.2018 in Hünxe, Flugplatz Schwarze Heide - Bericht von der Redaktion

Ruhrpott Rodeo Tag 3, 08.07.2018 in Hünxe

Fö: Dritter Tag! Heute ist auch der Tag, der mich bandtechnisch einfach am meisten umhaut. Ich glaube, das war im letzten Jahr auch schon so. Bestimmt Absicht vom Management - da man sich ja an den letzten Tag immer am besten erinnern kann, oder?
Frau Aal: Dritter Tag und immer noch topfit...also so halbwegs zumindest. Heute ist das Lineup richtig stark, ab 18 Uhr wollte ich nur noch auf dem Gelände rumhängen und Bands gucken, aber was dann passierte hätte niemand gedacht.
Roland der Voland: Naja, gestern habe ich irgendwie viel weniger gesehen, als ich wollte. Und heute muss ich Abends schon wieder fahren, weil ich auf drauffolgenden Morgen sehr früh einen wichtigen Sauftermin habe. Scheiß Freizeitstress.
Hupe: Für mich der zweite Tag! Und Knofa Tag, watt willze mehr?
Fabi: Dritter Tag. Viel zu viel gute Bands, da kommt man kaum noch zum Saufen, immer dieser Termindruck... 
Fö: Erstmal wach werden. Was mir heute gar nicht so schwer fällt, der Rest vom Camp hingegen stolpert erst nach und nach aus den Zelten. Begrüßt werden wir, mal wieder, von Sonnenschein! Juhu!
Frau Aal: Es ist warm und ich hab Kopfschmerzen, nach einem Erdnussbutter-Frühstück ist aber alles wieder halbwegs in Ordnung.
Fabi: Wach werden und über einen schlafenden Punk fallen, der sich unter unsern Pavillon verirrt hat, und lässig mit einen Cuba Libre in den Tag starten.
mary bell: Und hier dann das Kontrastprogramm für ältere Herren und Kinder, denen 3 Tage Gelage einfach zu viel sind. 
Fö: Beste Idee des Wochenendes. Einfach mal zum See fahren, (staubfreie) Natur und Stille genießen. Dat ist jetzt mein 12. Ruhrpott Rodeo, aber auf die Idee zwischendurch einfach mal zum See zu fahren, kam ich bisher nicht. Schande. Von Coco lernen heißt siegen lernen.
Schuldenberg: Das war schön.
Fabi: Diese Option halte ich mal für nächstes Jahr auch mal auf dem  Plan 
Fabi: Da wohnt bestimmt das Punkrockungeheuer von Kirchhellen.
Fö: Wegen den ganzen Seeungeheuern darf man leider nicht schwimmen, also verkleiden wir uns als Seeungeheuer.
Frau Aal: Während andere am See sind, versucht mein Camp verzweifelt Pegel aufzubauen ohne das warme Karlskrone trinken zu müssen. Nachdem gestern ein 3-Liter-Karton Saufinjung Blansch den Tag gerettet hat, kann der heutige Rotwein "Syrah" leider überhaupt nicht mithalten und enttäuscht auf ganzer Linie. Ekelhafte Plörre.
Schuldenberg: Kirchhellen ist ein Traum. Man glaubt gar nicht, dass es das gibt.
Fö: Frühzeitig auf dem Gelände zu sein lohnt sich auch, wenn man saubere sanitäre Anlagen ohne langes Anstehen haben will. Geheimtipp. Wobei die Spülklos in diesem Jahr etwas dezimiert wurden, zumindest auf dem Zeltplatz...
Hupe: War aber trotzdem sauber.
mary bell: GÖTZ WIDMANN am Morgen vertreibt Kummer und Sorgen. Der gehört inzwischen auch zum sonntäglichen Rodeo-Inventar. 
Hupe: Allerdings! Und irgendwie freu ich mich jedes Jahr mehr auf den feinen Typ. Dieses Jahr sogar mit der "Chronik" dabei. Sehr geil.
Fö: Kann ich mich nicht mit anfreunden.
Fabi: Ach ja bei Götz kann man schonmal entspannt in den Tag starten.
Mandela: Ohne den Claus kein Rodeo. Ohne Filmriss kein KNOCHENFABRIK.
mary bell: Allerdings diesmal ohne Achim. Aber wenn man Knochenfabrik haben will, dann muss der feine Herr Veranstalter auch mal selbst ran. 
Hupe: Und das war am Anfang ganz schön gewöhnungsbedürftig. Aber wenn man die Probe auf einmal `Ameisenstaat` Hören beschränkt, kann sich das schon mal so anhören.
Fabi: Im Fadenkreuz endlich mal wieder 
Frau Aal: Im Vorfeld gab es dieses Voting auf der Rodeo Seite, bei dem eine Newcomerband einen Platz auf dem Rodeo ergattern konnte. "Knochenfabrik" kommen aus Köln und haben ihr Debut "Ameisenstaat" im Gepäck. Dass sie ursprünglich aus einer Schülerband entstanden sind, ist der Kapelle noch deutlich anzumerken, hier und da ruckelt es noch etwas und Sänger "Klaus Lähr" vergisst häufiger mal seinen Text. Für das erste Mal auf einer großen Bühne ist das jedoch schon ein ordentlicher Auftritt und vor allem die ruhigen, smooth angejazzten Stücke wie "Im Fadenkreuz" wissen zu überzeugen. Mein Fazit: Noch ein bisschen üben, dann wird aus euch noch eine ganz große Nummer!
Fabi: Claus wie er leibt und lebt! Starkes Outfit 
Hupe: Natürlich kann man trotzdem nicht meckern über eine Band die eben nur Hits hat!
Fö: Kann man. Lieder zu langsam gespielt, ständig Texte vergessen. Kann mich gar nicht erinnern, Knochenfabrik jemals so schlecht gesehen zu haben! Aber das ist eigentlich auch keine Meckerei, als echter Fanboy finde ich auch diese Tatsache verdammt witzig und feier jeden Aussetzer. Vergesst all die Kritik, das Rodeo würde immer nur die selben Bands buchen - im Falle von Knochenfabrik darf das natürlich gerne geschehen!
Frau Aal: Es gibt wirklich nur eine Band die sowas darf, und das ist  Knochenfabrik. Ich wurde fürstlich unterhalten, und ich bezweifel nach wie vor, dass jemand außer Claus das in der Form rüberbringen könnte.
Roland der Voland: Das war objektiv gesehen echt einfach unterirdisch. Aber als Fan war das irgendwie auch witzig anzusehen.
Schuldenberg: Super.
Mandela: THE OTHER! Freu, freu, freu!
Hupe: Mir war es zu hell für Horror-Punk.
Frau Aal: Und das ist sowas von wahr! Es wirkt echt so dermaßen deplatziert, dass es schon wieder unterhaltend ist. Hab das ganze Set geguckt.
Fabi: Fand ich scheiße, war mir irgendwie zu viel Horror 
Mandela: Für alle Jigsaw-, Lecter-, Myers- und Gizmofans. Europas erfolgreichste Horrorpunkband.
Fö: Ich hatte die irgendwie punkiger und horroriger in Erinnerung, das war ja fast schon Rock, oder? Hatte die immer so als "Misfits in gut" abgespeichert, aber das wird dem auch nicht wirklich gerecht. Gut fand ich es trotzdem.
Frau Aal: Jau, fands auch echt solide und war mal was anderes. Ich saß dabei nur rum und hab Bier getrunken, aber dafür war's super.
Roland der Voland: Hab ich mich sehr drauf gefreut. Tatsächlich erst vor nicht allzu langer Zeit für mich entdeckt, habe ich die noch nie vorher gesehen. Bin auch nicht enttäuscht, aber in etwas passenderer Atmosphäre wäre das sicher noch besser rüber gekommen als so in der sengenden Hitze.
Mandela: Ich bin nicht gerade ein Meisterkenner des Genres, aber der Sound gefiel mir ganz gut. Beim Mundschutz des Drummers (leider nicht im Bild zu sehen) wusste man nur nicht, ob es sich lediglich um eine Stauballergie, einer Schutzmethode gegenüber des stechenden Gestanks meiner Konzertnachbarn oder einfach nur eine optische Verschönerung handelt. Fakt ist, die Truppe hat mir richtig gut gefallen.
Fö: Kleiner Blick ins Archiv: Den Mundschutz hatte er schon vor 14 Jahren. Scheiße, bin ich alt. Und scheiße, ist diese Band alt!
Fabi: Erinnert mich irgendwie an so eine Metalband, die zu melodisch ist und das Genre verfehlt hat...
Mandela: LOS PEPES. Der Name ist Programm.
Fö: Was auch immer das Programm sein soll, mir gefällt es ganz gut. Bringen ja in schöner Regelmäßigkeit angenehm ohrenschmeichelnde Garage-Powerpop-Platten auf den Markt. Live kommt mir das noch etwas krachiger vor (der Soundmensch von Wizo ist ja nicht mehr da).
Roland der Voland: Los Pepes wurde mir von vielen Leuten in meinem Camp empfohlen und das zu Recht. Kannte ich vorher leider gar nicht, aber das werde ich mit Sicherheit ändern! Kam ordentlich Energie rüber! Leider war wirklich sehr sehr wenig los vor der Bühne, das fand ich sehr schade.
Hupe: THE OFFENDERS. Waren ganz geil... leider war die Bühne viel zu groß.
Fabi: Allgemein, kommt mir das nur so vor oder wird die Rodeo Bühne von Jahr zu Jahr größer?
Fö: Glaube das liegt zum Teil daran, dass das Gelände mit dem Out4Fame-Festival geteilt wird und die wohl ne große Bühne brauchen. Im letzten Jahr war das nicht so, da kam mir die Bühne auch kleiner vor. Ich bevorzuge auch kleinere Bühnen. Aber wer lieber in der letzten Reihe steht und nur 1.60 groß ist, sieht das aber eventuell anders.
Fö: Gute Band! Und aus diesem ganzen Ska-Reggae-Punk-Sumpf mit Sicherheit eine der Spannendsten. Hatte mich auch sehr auf den Auftritt gefreut, aber irgendwie geht das echt etwas unter - zumal die Sonne gerade so knallt, dass ich dringend mal etwas Schatten brauche. Also verzichte ich auf den Rest der Offenders, ebenso wie auf die anschließend spielenden BAHNBRECHENDER SCHEISS
Roland der Voland: Hab ich leider beide verpasst.
Fö: CRYSSIS. Bisher immer erfolgreich ignoriert. Ich meine, zu Konzerten von denen gehen tatsächlich Menschen, die selbstgemalte Schilder hochhalten! Das muss wohl der Toten-Hosen-Bonus sein. Abgesehen davon, so von der Musik her geht das ganz gut rein. Gut abgehangener Pubrock. Könnte ich mir auf kleiner Bühne vor wenig Publikum gut vorstellen, hier wirkt es irgendwie etwas drüber.
Schuldenberg: Ich finde das unfassbar schlecht. Und schon tausendmal von anderen Bands gehört. Völlig uneigenständige und uninspirierte Musik.
Roland der Voland: Hat mir gut gefallen. Sehe ich jetzt auch schon zum zweiten Mal. Ich mag die Musik einfach. Ist zwar letztlich harmloser Punk, aber geht halt gut in's Ohr und mir macht es Spaß.
Fabi: Im kleinen Club durchaus lohnenswert zu sehen. Aber hier war das einfach zu groß ..
Fö: WONK UNIT! Ist es zu früh, hier vom Highlight des Festivals zu sprechen? Die Band ist einfach derzeit das Spannendste, was über Europas Bühnen tänzelt. Da hilft auch das Valium nicht, das Daddy Wonk sich kurz vorm Gig noch reinziehen musste.
Schuldenberg: Nein, es ist nicht zu früh. ES IST DIE GEILSTE BAND ZUR ZEIT: DIESE MISCHUNG AUS COCK SPARRER UND SKATEPUNK IST: EINFACH GEIL.
Fabi: Erste Mal gesehen und direkt umgehauen.
Fö: Kurze schnelle Kracher genau wie tanzbare Mitsing-Schunkler, ein charismatischer Frontmann, was willste mehr. Wonk Unit haben definitiv mehr Aufmerksamkeit verdient.
mary bell: THE BABOON SHOW. Großartig wie immer. Und ein bisschen neidisch auf Cecilias Outfit bin ich. Um hier mal ein bisschen weiblichen Glamour reinzubringen.  
Frau Aal: Geil, Baboon Show! Freu ich mich schon das ganze Wochenende drauf und pilger voller Erwartung aufs Gelände. Vorher natürlich noch schön eingecremt, weil man will ja keinen Sonnenbrand bekommen. Als es los geht, beginnt mein rechtes Auge zu jucken.
Fabi: Wahnsinn, was diese Band für eine Energie rüberbringt.
Fö: Echt, super Auftritt! Die Band war einfach schon immer für große Bühnen bestimmt und so langsam ernten sie, was sie gesäht haben. Wer da nicht begeistert war, dem ist wohl auch nicht mehr zu helfen.
Frau Aal: Wie immer eine Freude. Unglaublich wie viel Energie da in jedem Auftritt steckt und wie man allen Vieren anmerkt, dass sie einfach nur brennen.
Schuldenberg: Ich finde die unglaublich langweilig und eindimensional. Alles klingt gleich, wie ein zu groß aufgepusteter Luftballon.
Hupe: Fand das auch früher cooler, wirkt von Mal zu Mal glatter. Trotzdem sehr unterhaltsamer Auftritt!
Fö: Einziges Manko: Ja, mir ist das langsam doch alles irgendwie zu professionell und zu perfektionistisch. Früher war da  mehr Spontanität drin. Aber das ist Meckern auf hohem Niveau, auf dem Level auf dem sich die Band derzeit bewegt ist das wohl kaum noch anders machbar.
Frau Aal: Ich konnte da gut drüber hinwegsehen. Meine Mitstreiter auch, ein paar kannten die Band noch nicht, aber alle waren vom Fleck weg begeistert.
Fabi: Immer dieses Meckern auf hohem Niveau :D
Fö: Alles fürs Phrasenschwein...
Fö: Voll spontan: Die Pascow-Genossen Zwen und Flo bei "You Got A Problem Without Knowing It"
Fabi: gerade Bier holen gewesen und habe mich doch etwas geärgert. Scheiß Sonne, dass man da auch immer so viel trinken muss...
Roland der Voland: Natürlich wie immer gut. Was soll man da noch schreiben. Und wenn eine Band einfach immer gut ist, muss man halt anfangen, über jeden Kleinschiss zu meckern. Zum Beispiel fand ich es schade, dass bei der kurzen Spielzeit trotzdem in vollen Zügen dieses Zugabespiel durchgezogen wurden. Dann doch echt einfach 1-2 Hits mehr, das nimmt so echt voll die Energie raus. Leider verabschiede ich mich nach The Baboon Show schon vom Festival mit einem weinenden Auge, weil ich noch ein paar gute Bands verpassen, und einem lachenden Auge, weil ich dafür am nächsten morgen woanders Feiern kann.
Fö: Stimmt, die Zugabepause war echt der Tiefpunkt des Auftritts. Sowas von sinnlos.
Fö: ES WAR MORD! Endlich mal die Chance, diese noch recht neue Band mal zu begutachten. Bisher nur Gutes von gehört, aber nichtmal vorher reingehört, ich wollte mich einfach mal überraschen lassen.
Fabi: das dritte Mal jetzt gesehen und irgendwie hauen die mich jedes Mal aufs Neue um
Fö: Neue Band von Tom Schwoll - die anderen Bandmitglieder sind mit Sicherheit auch keine Unerfahrenen, müssen sich aber wohl damit abfinden, immer auf ihren Gitarristen reduziert zu werden. Mich erinnert die Band auch etwas an Skeptiker und mehr noch an Kumpelbasis - nur ohne die Hippie-Attitüde und viel straighter, wütender. Der Gesang hat was von Kommando Kap Hoorn, falls die noch wer kennt. Nur ohne das Düstere.
Mandela: Bitte nicht?!? Lieber Herr Gott im Himmel.Ich werde langsam alt. Die ANTILOPEN GANG ist das beste Beispiel, genau wie Swiss, ZSK, die 187 Bibelbande und Helene Fischer, dass ich langsam ein grauer Greis werde. top-on-the-pop war einmal. Früher in der guten alten Popcorn oder im Bravo-Starschnitt hätte es so etwas nicht gegeben.
Fö: Ach komm, im Gegensatz zu den von dir erwähnten Subjekten haben die Antilopen zumindest noch sowas wie Daseinsberechtigung. Kickt mich zwar auch nicht, aber das soll ja nicht der Maßstab sein.
Frau Aal: Im Gegensatz zu euch sind die Antilopen genau mein Ding und ich bin der Meinung, dass sie im Gegensatz zu Swiss und die andern (Die sind wirklich furchtbar) die totale Daseinsberechtigung auf dem Rodeo haben. Ich würde mir immernoch wünschen, dass sie über mehr Puste verfügen und auch mal ne Zeile alleine zuende rappen, aber mittlerweile gehts tatsächlich.
Mandela: Es gibt dennoch wohl kein daran Vorbei. Die etwas größeren Punkfestivals kommen scheinbar nicht mehr ohne aus, aber solange das Ganze keine Überhand nimmt, bin ich voll und ganz zufrieden. Immerhin haben die kleinen Kids im Pogo Spaß.
Fö: Schau ich mir nicht wirklich viel von an, wollte nur mal gucken wie das mit Liveband so klappt - ja, geht. Aber insgesamt kann mich das nicht lange fesseln. Und wie oft wollen sie noch ihren Außenseiter-Status betonen? Wie damals beim Punk im Pott. "Für Hiphopper sind wir zu Punk, für Punker zu Hiphop" - dieses Gejammer geht mir echt auf den Keks. Als ob ihr die Einzigen seid, die sich in mehreren Genres "zuhause fühlen".
Frau Aal: Ist es nicht das komplette Konzept der Antilopen, auf ihrem Außenseiterstatus rumzureiten? Ich sage ja und bin da Fan von.
Fö: Also doch "Onkelz in links".
Frau Aal: Das ist ein bisschen gemein, immerhin machen die Antilopen zusätzlich noch gute Musik. Aber sie sind bestimmt auch gute Freunde.
Schuldenberg: Die Songs mit DJ waren für sich ganz gut, aber sobald die Band dazu kam, muss ich sie als Punkband bewerten, und das war unglaublich schlecht.
Frau Aal: Mein Auge juckt mittlerweile immer stärker, und ich mache den Fehler mir aus Reflex mit einer sehr staubigen und schmutzigen Hand durch die Augen zu wischen. Tilt.
Fö: Highlight: Claus' Gastauftritt bei "Anti Alles Aktion". Großartig! Ich finde keine Worte! Wie er da seelenruhig zwischen den rumspringenden ADHS-Rappern am Bierchen nippt, voll gut.
Frau Aal: Professionelle Leistungsverweigerung, ich hab nichts anderes erwartet.
Fabi: Das war das witzigste und beste an dem ganzen Auftritt, wie der alte betrunkene Mann denen einfach die Show gestohlen hat.
Frau Aal: Bei Cecilia ist es dann das genaue Gegenteil. Fick die Uni ist ja eh der früheste Hit der Gruppe, aber hier lenkt sie die komplette Aufmerksamkeit auf sich.
Fö: Das war echt gut. Aber in Sachen Show-Stehlen war Claus trotzdem besser. Ätsch! Und wieso hat Monchi eigentlich seinen Gastgesang-Platz nicht eingenommen?
Fabi: Aber die Cecilia hat da auch mal etwas Energie reingebracht, ich frage mich wirklich wo die immer diese Kraft hernimmt
Fö: LES 3 FROMAGES. Ich war voreingenommen und dachte, das gefällt mir eh nicht. Dann habe ich kurz vorbeigeschaut und es hat mir nicht gefallen. Aber nett, zwischendurch auch mal so ne Band auf die Bühne zu lassen, so bekomme ich auch mal meine willkommene Pause.
Frau Aal: Die Situation um mein Auge wird unerträglich und ich beschließe, die wirklich sehr freundlichen Sanis aufzusuchen
Fabi: Irgendwann mal als Vorband von WIZO gesehen und für durchaus sehr scheiße befunden.
Fö: ANTI-FLAG! Auch so ne Band, die immer gut ist. Und vor allem eine Band, die das mit den großen Bühnen raus haut. Auch hier wieder sehr perfektionistisch. Aber dafür waren die beiden Roadie-Wirbelwinde, die jedes kleinste Detail richteten, auch ziemlich süß anzusehen
Fabi: Joah irgendwie immer ganz witzig zu sehen, ich entscheide mich dann aber doch die Akkus meiner Kamera zu laden und Bier zu vernichten.
Fö: Perfekte Symbiose von Punk, Party und Politik. Sehr schön! Ja gut, zugegeben, ich bin heute gut drauf und ignoriere die ganzen "Brothers and sisters"-Ansagen geflissentlich.
Schuldenberg: Anti-Flag ist eine super Band. Einmal einen Auftritt dieser Band ohne Ansagen und Circelpits, das wäre ein Traum.
Hupe: Und ohne Rumgehampel auf der Bühne. Nur die Musik. Geht glaub ich nicht bei dieser Band. Find die live einfach immer mies!
Fö: Nachtrag: Ich bin durchaus bereit, meine Meinung zu Anti-Flag zu revidieren. Knochenfabriks Feinde sind auch meine Feinde. Ist nicht das erste Mal, dass Anti-Flag eher durch Arroganz und Egomanie von sich reden lassen. Vor dem Hintergrund wirkt dieses ganze Szenezusammenhaltsgefasel auf der Bühne schon etwas hohl. Hm, was soll ich denn nun von dieser Band halten?
Fö: Immer wieder schön: Die Rodeo-Security von OKS bei der Arbeit zu beobachten. Warum können denn nicht alle Sicherheitsleute so gut drauf sein? Klatschen mit, tanzen mit und zeigen bereitwillig, dass es möglich ist, so einen Job auch mit Spaß zu machen. Voll schön!
Fabi: Die sind wirklich echt die besten.
Fö: Pat und Chris#2 im Publikum - kennt man ja mittlerweile. Kommt aber immer wieder gut.
Frau Aal: Ich komme nach mehreren Augenduschen von den Sanis zurück. Liebe Kinder: Schweiß, Sonnencreme und Dreck sind eine sehr schlechte Mischung für eure Augen, macht das bitte nicht nach. Ich kann die Augen kaum offen halten und beschließe, mich erstmal ne Runde ins Zelt zu legen und die Augen zu schließen. Funktioniert dann zum Glück auch, haut mich aber auch für den Rest des Abends raus...danke Merkel!
Fö: Ach du scheiße. Alles gut, min Jung? Bindehautentzündung ist kein Spaß
Frau Aal: Ja, der Bindehautentzündung bin ich dann zum Glück davon gekommen. Nochmal Shoutout an die Sanis, die waren wirklich super nett und haben echt das Beste aus der Situation rausgeholt.
Fö: "Das Beste" = "Dreck" und "Situation" = "Augen"?
Fö: Schließlich PASCOW! Auf der kleinen Bühne und nur für 30 Minuten - was ich, das kann ich im Nachhinein sagen, absolut super finde. Es ist nicht zu voll aber eben auch nicht zu distanziert, die Leute feiern wie auf ner kleinen Club-Show, die Sonne brüllt auch nicht mehr so, alles geil.
Fabi: Uhrzeit echt perfekt, aber nur zu kurz
Fö: ...okay, bis auf den Staub.
Hupe: Und der hält mich echt davon ab, mehr als 3 Lieder ganz vorne zu tanzen. Hab auch nach 2 Tagen noch schwarzen Dreck aus der Nase geholt.
Sonst alles mega. Ok doppelte Spielzeit noch vielleicht.
Fabi: Das mit den Staub sah echt krass aus und irgendwie auch etwas beängstigend.
Schuldenberg: Pascow sind gut, aber die Songauswahl ist etwas lahm.
Fabi: Ging eigentlich, fand es halt nur zu kurz.
Fö: Sehr guter Auftritt. Kurz, aber umso intensiver. Songauswahl naja, ich will nicht meckern, die neuen Songs wurden ja schließlich auch gut abgefeiert. Tat gut, die Band nochmal zu sehen, bevor sie weiter an ihrem Unplugged-Album feilen.
Hupe: Fällt das unter Insider-Handel?
mary bell: FEINE SAHNE FISCHFILET. Ich verstehe es ja nicht so ganz. Menschlich hat diese Truppe um Monchi herum ja einiges drauf. Aber musikalisch ist das einfach nur tröööt tröööt. Schade eigentlich. Dennoch: Barista, Barista Antifascista.  
Fö: Ich verstehe es auch nicht, aber freue mich trotzdem wenn solche Bands Erfolg haben. Vom Auftritt selbst kriege ich nicht viel mit, weil ich mit Jürgen darüber quatsche, warum es gut ist, dass solche Bands Erfolg haben.
Hupe: Das ist sonne Band bei der die langsamen Lieder cooler sind. Der Rest ist schon irgendwie sehr gleich. Macht trotzdem Spaß beim Zuschaun.
Fabi: Heute fand ich sie doch sehr komisch, irgendwie hat es mich nicht so fasziniert. Liegt wahrscheinlich daran, dass ich sie zu oft gesehen habe und sie langsam langweilig werden...
Mandela: Ich bin komplett im Arsch passt ganz gut. Nach vier Tagen kontinuierlichem Alkoholkonsum, Sonnenbrand pur und dem Drang einzuschlafen und nie wieder aufzuwachen, bleibt nur noch Zeit sich langsam zu verabschieden. Ich weiß zwar nicht wie es diese Band geschafft hat derartig durchzustarten, aber irgendwie gönn ich es der Truppe. Bye Bye Rodeo! Nächstes Jahr sehen wir uns wieder.
Fö: Wir hauen dann auch mal ab. Wegen morgiger Maloche verzichten wir auf den Schluss von Feine Sahne und sehen so auch Bad Manners nicht mehr - eigentlich schade, das wäre noch ne Nummer gewesen. Aber irgendwann muss mal gut sein!
Hupe: Ich hab noch 2 Lieder von den Bad Manners geschafft, dann hat doch der Alkohol gesiegt. Bis nächstes Jahr:
Frau Aal: Fazit: Rodeo war wie immer sehr gut. Das lag natürlich wie in den Jahren davor auch zu einem großen Teil an den angenehmen Bedingungen auf Zeltplatz und Gelände sowie meinem äußerst stabilen Camp. Und da fällt es dann letztendlich auch nicht mehr ins Gewicht, dass sich so viel wiederholt. Mein Wunsch fürs nächste Jahr: Bucht Audio88 und Yassin, die passen thematisch auch super aufs Festival und man darf dann weiter darüber diskutieren ob man denn Rapper aufs Rodeo buchen muss. Ich bin nächstes Jahr auf jeden Fall wieder da, kaufe mir aber aus Prinzip kein Frühbucherticket, weil ich dumm bin.
Fabi: TSCHÖÖÖÖ MIT Ö bis nächstes Jahr 

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