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Save The Scene Festival Tag 2: Toxoplasma, Juse Ju, Rotten Mind, Amen 81, Cut My Skin, Berlin Blackouts, Montreal, HC Baxxter, Leihnusz, Hausvabot, Elzter, Lessoner, Schlimm, Harbour Rebels, United And Strong, Undenkbar,..., 11.09.2021 in Rosslau, Strandbad Adria - Bericht von der Redaktion

Save The Scene Festival Tag 2, 11.09.2021 in Rosslau

Fö: Zweiter Tag Save The Scene! Der gestrige Tag war schon super. Schönes kleines Festival, angenehm DIY, rundum sympathisch und tolle Band-Auswahl. Derer soll es heute noch einige mehr geben...
Coco: Guten Morgen, all ihr Spinnen auf dem Zelt, im Zelt, und rundherum. Ich mag die ja, aber Hermie zuliebe muss ich eine hübsche Kreuzspinne, die bereits ein Netz am Zeltdach gebaut hat, vor die Tür setzen. Spoiler: Sonntagmorgen war sie wieder da. Oder eine ihrer vielzähligen Kollegen.
Fö: Es klang bereits gestern durch, dass leichter Personalmangel herrscht. Habe jetzt nicht mitbekommen, dass es deswegen brenzlige Situationen gab (es sei denn die Schlange am Pizzastand ist noch eskaliert), aber umso gespenstischer die Stimmung früh morgens, als einfach alles grau und menschenverlassen daher kommt.
kiki: Ich hatte schon befürchtet, wir haben einfach 2 Tage geschlafen und es sei schon Sonntag. Keine Sau da am frühen Morgen.
Coco: Ihr steht einfach immer viel zu früh auf!
Fö: Punkt 8:30 bin ich mit Kiki am Tischtennisplatz verabredet. Wo bist du?
kiki: Musste meine Plecke noch aus dem Auto holen und mir zudem noch Tipps von Hermie (Tischtennis-Leistungssportler!) holen. Sorry for Delay! P.S. Vorhand immer mit der roten Seite vom Schläger!!
Fö: Am Frühstückstisch gibt es wilde Diskussionen über Stromschläge von Campingkochern, die will ich hier aber nicht weiter vertiefen.
kiki: Claudi sieht auf dem Bild auch aus, als hättest du ihr eben einen Stromschlag verpasst.
frau wolfram: Mir scheint das sind nur Nachwirkungen vom Vorabend. 
Fö: Erstes Ziel heute: Strand! Das Festivalgelände ist ja zum Teil auf dem Strand, allerdings ist dieser abgesperrt und wird nur sporadisch geöffnet, wenn der Bademeister grad Bock hat. Ein Bademeister übrigens, der wohl für so einige Bewertungsabzüge bei den Google-Rezensionen sorgte. Das wird vermutlich auch heute nicht besser werden.
kiki: Ich habe ihm 2 Sterne für die fehlende rote Baywatch-Badehose abgezogen.
Fö: Gerüchteweise wurde er später am Tag gefeuert. Vermutlich zu recht, aber leider war's das damit mit Schwimmen.
Fö: Irgendwie schade, dass Wasser- und Bühnenbereich so separiert sind. Es wäre bestimmt nett gewesen, den Bands aus dem Wasser heraus zuzuschauen. Aber nunja, vielleicht zu späterer Stunde auch nicht unbedingt sonderlich sicher. Dort hinten seht ihr die Hauptbühne, auf der soeben die erste Band angefangen hat.
Coco: Gestern habe ich mich beschwert, dass der kleine Schwimmbad-Kiosk mir keinen kalten Aperol-Spritz verkaufen darf. Heute ist das Problem behoben und ich darf welchen haben. Toll! Anscheinend wird hier auf jedes Gejammer der Gäste eingegangen. Danke, danke dafür! Ich fühle mich sehr umsorgt.
Paula: Hier mal das am Bierstand aushängende Line-Up. Dieses Foto musste ich ca. alle 3 Minuten als Gedankenstütze fürs Pendeln zwischen den beiden Bühnen nutzen...
Fö: Die erste Band nennt sich SCHLIMM und ganz so klangen sie eigentlich gar nicht. Punk und Hardcore in schöner Ausgewogenheit mit deutschen und englischen Texten. Sie erwähnen noch, wahrscheinlich noch nie auf einer so großen Bühne gestanden zu haben, und ein wenig merkt man das auch. War aber echt ganz süß.
Fö: Schnell rüber zu LESSONER. Nachdem letztens die aktuelle Platte auf dem Redaktionstisch lag, hat sie sich irgendwie in meine Playlist geschmuggelt und genug Runden gedreht, um mir  ans Herz gewachsen zu sein. Musik ist irgendwie die Ecke Post-Hardcore mit starkem Emo-Einschlag und gerade das emotionale, bei dem auch zwischendurch ruhig mal geschrien werden darf, sagt mir sehr zu.
Fö: Ich kenne dementsprechend auch nur die Songs von der EP, aber halb so wild, das sind eh ein Großteil der heute gespielten Songs. Die EP hört auf den Namen "Exzenter" und handelt laut dem einem Sänger (hier wird viel mit Wechselgesang der beiden Frontleute gearbeitet) viel vom Thema Mental Health Awareness.
Fö: Bühne, Strand, Wasser. Schon ganz geil! So wirklich will der Sound von Lessoner nicht zu dieser Kulisse passen - mir gefällt das aber sehr gut. Erstes Highlight des noch jungen Tages.
Fö: Zweites Highlight des Tages: Peggy und Kiki haben sich freiwillig zum Zapfen gemeldet und helfen beim Bierstand aus. Wie bereits erwähnt, das Personal ließ sich wegen des Locationwechsels nicht schnell genug aufstocken und so setzt man auf freiwillige Mitarbeit, was zumindest hier ganz gut funktioniert.
kiki: Wir wollten nur nicht, dass es Riots gibt, wie damals beim Forceattack, wegen verdursteter Punker. Damit ist nicht zu Spaßen! Jedes verkaufte Bier = guuddee Laune bei den Menschen und ein geringeres Defizit in der Veranstalterkasse. Da man die große Bühne sehen konnte und die kleine hören, hat es sogar echt Spaß gemacht, und nach knapp zwei Stunden hat man auch nahezu alle Gäste kennengelernt.
kiki: Als hätte se nie was anderes gemacht.
frau wolfram: Ja nach kurzer Zeit hatte man so seine Stammkundschaft. Ich habe zwar einige Bands nicht gesehen, die waren heute aber eh erstmal nicht Priorität.  Spaß hat das allemal gemacht. Obwohl ich denke, dass die zwei anderen  "Freiwilligen " das vielleicht auch alleine geschafft hätten  :D 
Fö: Die nächsten Bands klingen vom Namen her alle nicht so interessant. Aber nun ja, mal rüberschlendern zu den HARBOUR REBELS. Ich vermute mal, dass sie aus Hamburg kommen. Denn wer ist schon so stolz auf den eigenen Logistikstandort wie die Hamburger? Na eben. Wir dürfen uns also auf ein wenig Lokalpatriotismus gefasst machen. Au wei.
Fö: Es wurde dann aber gar nicht so schlimm. Gut aufgelegte Band, Lieder über Politik und über Saufen. Viele Singalongs und mir etwas zu Rock-lastig, aber immerhin nicht son Schraddel-Oi. Kann man sich gut geben.
Fö: Auf der zweiten Bühne sind nun UNITED AND STRONG zugange. Puh, der Name ist ja schon echt grauenhaft. Zu hören gibt es so Stampf-Hardcore, was es auch nicht besser macht. Nee nee, nicht meine Tasse Tee.
kiki: Ich verlasse kurz den Bierwagen und genieße diese wundervolle Band. Schönes Hardcore-Brett, dass ordentlich knallt. Gute Abwechslung im Line-Up. 
frau wolfram: Da gehe ich mit. Erstes Highlight heute. Die Drummerin hat ordentlich Krach gemacht dahinten.
Fö: Immerhin wird, wie es sich für Stampf-Hardcore gehört, ordentlich gestampft und ich meine, sogar die eine oder andere Windmühle gesehen zu haben. Oder hier: Einen Circle Pit! Das sieht im Sand sogar einigermaßen putzig aus.
Fö: Anschließend auf der Hauptbühne: UNDENKBAR. Ich versuche verzweifelt, das Ska-Wortspiel im Namen zu finden, aber ich finde einfach keins. Was ist da los? Dabei klingen sie einfach wie ne Band, die ein Ska-Wortspiel im Namen hat. Aber zugegeben, Undenkska klänge nun wirklich beschissen.
Fö: Gude Laune!
Fö: Nochmal gude Laune!
Paula: Helena erzählte noch die ganze Zeit von den lachenden Gesichtern, die Sie immer auf den Dixies sieht - das sind sie also...Schön war übrigens auch, dass wegen der Strandbadlokation tatsächlich auch ganz normale, saubere Wasserspülklos da waren. Luxus auf nem DIY-Punkerfestival! 
Fö: Gestern waren die kulinarischen Möglichkeiten noch etwas dürftig und die Schlange am Pizzastand sehr abschreckend, heute gibt es schon mehr Auswahl. Das vegane Gulasch war jedenfalls vorzüglich. Die Pizza auch, war mir aber etwas zu klein und zu teigig. Beim Durch-Testen der Köstlichkeiten verpassen wir jedenfalls Spartanics und Anschlag, was ich aber nur halb so schlimm finde,
Fö: Wieder zur Strandbühne, wo jetzt AMEN 81 spielen! Erst kürzlich in Kusel gesehen, zuvor irgendwie nie. Ist ja eine Band, die auch gerne mal durch Absagen auf sich aufmerksam machte. Nunja, jetzt innerhalb kurzer Zeit gleich zwei Auftritte, die sogar stattfinden - und das mitten in der Pandemie. Respekt.
Fö: Ich bin nach wie vor nicht so firm mit dem gespielten Material, gefällt mir aber an sich ganz gut. Mehrstimmiges Hardcore-Geschrei, sehr politisch, und, wie der Schlagzeuger betont, sowohl gegen Deutschland als auch gegen McDonalds. Gibt es eigentlich überhaupt noch Anti-Imps?
Fö: Gefällt mir sogar ein Stückchen besser als letztens in Kusel, was vermutlich vor allem daran liegt, dass heute keine Bengalos gezündet werden.
Fö: Anschließend sind auf der Hauptbühne ELZTER zu sehen. Die sagten mir zuvor nun wirklich gar nichts, nicht einmal den Namen nach. Wie wir feststellen, handelt es sich um Hip Hop. Allgemein ist der Tag heute relativ Rap-lastig. Muss man ja auch mal hervor heben: Dafür, dass ich Save The Scene Records eher in dieser Hardcore-Ecke verorte, ist das Festival erstaunlich abwechslungsreich aufgestellt.
Fö: Elzter jedenfalls sind ziemlich divers aufgestellt und überzeugen mit größtenteils linken Texten, bei denen ich aber auch nicht alles verstehe, weil des öfteren so HipHop-Codes verwendet werden, da stecke ich einfach nicht drin.
Paula: Auf jeden Fall. Ich finde das Lineup vom "Save the Scene" ist ein sehr gelungenes Beispiel dafür, dass man ein (Punk-)Festival eben nicht nur mit alten weißen Männern besetzen muss!
Coco: Ich hab das auch ein bisschen gesehen und fand es ganz nett. Verstehe nur leider die Texte nicht.
Fö: Weiter geht es mit den BERLIN BLACKOUTS! Noch so ne Band, die ich nie live gesehen, aber immerhin schon mal hier und da wahrgenommen habe. Es gibt melodischen und hymnischen Punkrock mit viel Singalong-Faktor.
Paula: Ja, das macht beim Mitsingen und Tanzen echt auf jedem Konzert von denen total Bock! Sehe die sonst immer nur in dunklen Kellerclubs (das Parkplatzkonzert letztens hab ich leider verpasst), da ist es mal ne schöne Abwechslung, dieses Strandkonzert...
Fö: Sänger Bev betont immer wieder, dass er direkt nach dem Auftritt ins Wasser springen wird - ich hab nicht mitbekommen, ob er das durchgezogen hat. Aber ich glaube, da war der Bademeister schon längst gefeuert und der See gesperrt. Oder?
Fö: Ich nehme mir vor, mich mal mehr mit dem Material der Band auseinander zu setzen. Ein Song ist gegen Touristen, was einen Typen neben uns zu der Erkenntnis bringt: "ah, sie kommen aus Berlin". Ja, da wäre sie wieder, die Sache mit dem Lokalpatriotismus. Sind bestimmt eh alles Zugezogene.
Paula: Aus sicheren Quellen kann ich das... nicht dementieren...
Fö: Mit "Keine Airbags für die CSU" gab es auch noch ein Terrorgruppe-Cover, was Gelegenheit zum fleißigen Mitsingen bot, nur dadurch erschwert, dass die aufgezählten Parteien etwas anders durcheinander gewürfelt wurden. Da hat es geholfen, einfach wahllos irgendwelche Buchstaben in die Luft zu brüllen.
Coco: Schön hier, oder nicht?
Paula: Auf diesem Bild ist übrigens der kleine süße Pizzastand der lokalen Punk-Pizzaria zu sehen, an dem es sehr leckere Mini-Steinofenpizza gab.
Paula: Wir haben sichtlich Spaß am Strand <3
Fö: Anschließend gibt es Boykottone und A.C.K. zu sehen, beides verpasse ich aber. Man kann sich ja echt nicht immer alle Bands anschauen! Dieses Foto hier (müssten A.C.K. sein) entstand auch eher so im Vorbeilatschen.
Paula: Ja, irgendwann muss man ja auch auf nem Festival auf Futtersuche gehen.
Paula: Hier die Pizza. Romantisch mit Fö auf einer Bank mit See- (und Absperrzaun)blick verspeist.
Fö: <3
Fö: Auf ROTTEN MIND bin ich dann schon sehr gespannt! Auch noch nie live gesehen und ihre letztjährige Tour wurde wegen so einer Pandemie abgesagt. Die Schweden sind die einzige ausländische Band des Wochenendes und dieser Termin auch ihr einziger Deutschland-Termin dieses Jahr, glaube ich. Also echt was besonderes!
Fö: Nach einem ausführlichen Soundcheck gibt es einen großartigen Auftritt zu sehen, der irgendwo in der Klangfarbe von Post-Punk wabert. Immer schön treibend, herrliche Melodien, gleichzeitig melancholisch und hoffnungsbeladen, wun-der-schön. Definitiv mein Highlight des Tages.
Fö: Der Auftritt wird sehr straight und souverän durchgezogen. Keine Ansagen, kaum Pausen. Kaum Möglichkeiten, zu signalisieren, dass man das gut findet. "Ah, eine Klatschpause", sagt Paula irgendwann.
Coco: Ich hab mich so unfassbar darauf gefreut! So eine tolle Band! Und eine Band, die man auch vor der Pandemie nicht unbedingt alle Nase lang live sehen konnte.
Coco: Wunderschöne Melodien in Moll, das ist einfach meine allerliebste Musik. Das beste Konzert seit zwei Jahren. Jaja, ich weiß, es gab nicht so viele in diesem Zeitraum, aber ich behaupte einfach mal, das wäre auch ohne die Pandemiefolgen für lange Zeit mein schönstes Konzert gewesen.
So toll!
Fö: Wieder zur Strandbühne, wo nun HAUSVABOT an der Reihe sind. Bin mir unsicher, ob ich die Band schon mal live gesehen habe, aber ich glaube nicht. Bei irgendeiner Pascow-Tour haben wir mal bei Bassist André gepennt und zuvor die Getränkeauswahl des Syndikat tiefgehend studiert, das vergangenes Jahr geräumt wurde. Ebenso wie andere Freiräume, die geräumt wurden oder von Räumung bedroht sind. Passend dazu haben Hausvabot ihren neuen Song "Berlin Asozial" dabei, der die Frage aufwirft, wer denn nun eigentlich asozial ist...
Fö: Jedenfalls ein netter Auftritt der Berliner. Viel Kontext, unterhaltsame Ansagen. Wir erfahren, dass die Band wohl schon beim allerersten Save The Scene Festival gespielt hat und kürzlich eine Split mit One Step Ahead rausgebracht hat - tief verwurzelt also!
Fö: Anschließend TOXOPLASMA! Eine der letzten Bands, die ich vor der Pandemie live sah, und ungefähr ebenso lange dürfte ihr letzter Auftritt her sein. Man kann nur immer betonen, was für ein starkes Lineup Save The Scene hier auf die Beine gestellt hat!
Coco: Ich helfe auch mal ein bisschen am Bierwagen aus. Krass auch, mit welchem Personalschlüssel das Festival diese Bands hier durch zieht. So ein großes Festival ist wirklich echt viel Arbeit.
Fö: Die Band haut ganz gut ihre Klassiker raus und wird dafür ordentlich gefeiert. Ich muss aber sagen, von hier hinten betrachtet hat das nicht ganz so gezündet. Mag daran liegen, dass sich der Sound echt ziemlich verliert, je weiter man von der Bühne weg steht.
frau wolfram: Ja meinetwegen hätte auch alles auf der kleinen Bühne bleiben können. Nach einem ordentlichen veganen Steak und weiteren sozialen Kontakten bin ich hier dann auch mit der Aufmerksamkeit wieder "einigermaßen" dabei. 
Fö: Und ich hatte gehofft, wir bleiben verschont: Plötzlich leuchten rund um uns herum so Bengalo-Fackeln auf! Auf die Gefahr hin mich zu wiederholen: Die Dinger nerven, stinken, stören und können gerne weg bleiben. Entzündet werden sie meist von egoistischen Macho-Idioten, die sonst nix auf die Kette kriegen. Prove me wrong.
kiki: Alter, fahr mal auswärts! ;-)
Fö: Anschließend rüber zur zweiten Bühne und JUSE JU gucken. Hab ich mal vor Jahren beim Wilwarin gesehen, seitdem sträflich ignoriert. Zu hören gibt es Hip Hop, diesmal mit etwas ernüchterndem Bühnenbild, nämlich nur eine Person. Ansonsten aber eigentlich ganz cool. Message und Attitüde passt, es wird zwar nicht zur Revolte aufgerufen, aber die richtigen Themen angesprochen. Würde ich mal so sagen.
Fö: Etwas nervig: Die ganzen Interaktionsaufforderungen. Ständig wird das Publikum dazu aufgerufen, irgendwas zu machen. Wall of Death, Hinsetzen und Aufspringen, dieser ganze eventfokussierte Kram, den ich in anderthalb Jahren Pandemie definitiv nicht vermisst habe. Wäre auch eigentlich nicht nötig, der Publikumszuspruch ist definitiv vorhanden und vor der Bühne ist es so voll wie heute sonst bei keiner anderen Band.
Coco: Oh, da hab ich wohl nichts verpasst mit meiner Abwesenheit.
Fö: Warum MONTREAL hier spielen, versteht niemand, außer ein paar Menschen mit Montreal-Shirts. Aber gut, auch die wollen bespaßt werden. Ich hätte trotzdem gedacht, dass die Band mehr Anklang findet, so wirklich voll ist es hier nämlich nicht. Als ich vor der Bühne stehe, wird zufälligerweise gerade "So lang die Fahne weht" gespielt, durchaus ein Hit. Danach kann ich aber zurück zu den anderen gehen. Den anderen Hit ("Das falsche Pferd") spielen sie vermutlich eh nicht. Und da fällt mir ein, vom Zeltplatz aus war irgendein Song mit "Discozeit" auch ein großer Lacher.
Fö: CUT MY SKIN hab ich nun auch schon Ewigkeiten nicht mehr gesehen. Das letzte Mal dürfte beim Force Attack gewesen sein. Zu hören gibt es rabiaten Punk bis Hardcore, kommt gut.
Fö: Ein Highlight auch die stetig gut gelaunte Gitarristin - selbst, als ihr eine Saite reißt. Die entstehende Zwangspause nutzt Patti für ein paar A Capella Nummern. Damit hätte ich nun wirklich nicht gerechnet.
frau wolfram: Ja die Dame hat mich neulich im Orwohaus schon beeindruckt.  Heute hat das auch generell mehr Spaß gemacht.  
Fö: Beim letzten Song wird dann einfach mal der Strom abgestellt. War aber, denke ich, gerechtfertigt. Wenn man dem Zeitplan schon hinterherhinkt, noch einen letzten Song gewährt bekommt und dann gleich zwei spielt, muss man sich wohl nicht wundern. Auch wenn ich zugeben muss, dass der Zeitplan wirklich sehr kompakt ist.
Fö: Anschließend nochmal HC BAXXTER und LEIHNUSZ, nachdem sie gestern Nachmittag schon ein wenig ihr Können zeigen konnten. Nun aber halt auf einem deutlich besseren Slot. Und wie alle ausrasten! Großartig!
Coco: Ja, im Dunkeln macht das irgendwie mehr Spaß. Juchhu!
Fö: Anderes Set als gestern. So diesmal auch die wunderschönen Coversongs von Kackschlacht und F*cking Angry, aber auch ein sehr spontan eigens für diesen Abend kreiertes Cover von Rattenkönig.
frau wolfram: Absolut bester Auftritt heute. Mag auch an den Bieren gelegen haben. Das hätte viel länger gehen können. Aber der Campingplatz gegenüber möchte ja auch irgendwann in die Nachtruhe. 
Coco: Durchdrehen?
Paula: Bierschinken-Bierstand-Schicht die zweite. Auch Coco hat an diesem Tag noch einen ordentlichen Beitrag (in Form von Bier) zur Rettung der Szene geleistet!
Fö: Tja, was soll man da noch sagen? Save The Scene Festival, richtig schönes Ding. Tolles Lineup, 1A Location, viele nette Leute getroffen und das alles schön gemütlich und DIY. Großen Respekt davor, dass das trotz aller Umstände noch so durchgezogen wurde!
frau wolfram: Ja, ganz vielen Dank! Wir kommen gerne wieder .
Coco: Ich bin unendlich dankbar, dieses Jahr nach all der Zeit ohne, so ein Festival erlebt haben zu dürfen. Danke! Danke an alle, die das trotz widriger Umstände (Pandemie) und noch viel mehr widriger Umstände (wenig Helfer) und noch mehr, noch schlimmerer widriger Umstände (die Stadt Dessau verbietet eine Woche vorher die Durchführung in der alten Location und es muss eine neue aus dem Boden gestampft werden) DAS alles trotzdem durch gezogen haben. Danke! Mir fehlen echt die Worte.
Paula: Man hat auch gemerkt, dass das restliche, anwesende Publikum sich dieser ganzen Widrigkeiten bewusst und mindesten genauso dankbar wie wir war. Noch nie hab ich eine so friedliche und nette Atmosphäre unter Festivalbesuchern wahrgenommen, wie hier.
Paula: Und zum Abschluss noch ein Bild für den Eindruck der Punkertränke aus dem Wald. Es war wunderschön!
Fö: Termin für nächstes Jahr steht schon: 2. & 3.9.22! Hin?

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