Farewell Youth Fest Tag 1: Casey, Waves Like Walls, Final Effort, Hippie Trim, Pabst, Überyou, 19.06.2026 in Dresden, Neustadt - Bericht von alexanderdavide
Farewell Youth Fest Tag 1, 19.06.2026 in Dresden
Zugfahrt geht in die Binsen mit zwei unverhofft langen Aufenthalten in Ingolstadt und Erfurt, weswegen ich gute zwei Stunden später ankomme. Vor allem ärgert es mich, Without Love verpasst zu haben.
Wie ich in der Neustadt eintreffe, bin ich über das Polizeiaufgebot verwundert, das offenbar einer Kundgebung gewidmet ist. Ein paar Meter weiter vernehme ich vertraute Klänge aus dem Mondfisch: Gerade beginnen ÜBERYOU ein Set anstelle der ursprünglich geplanten Eaten by Snakes. Das muss Schicksal sein. Es ist eine ziemliche Party inklusive einer gesunden Dosis Monitor-Stagedives und einem Übertimes Gastauftritt, sozusagen einer Supergroup aus Überyou und The High Times.
Rege Anteilnahme sorgte im Mondfisch bereits für Schweißausbrüche, aber im Ostpol ist es anders. PABST bewegt mich zwar keinen Centimeter, nichtsdestotrotz laufe ich aus allen Poren aus. Nach 3 Songs mache ich die Biege und gehe eine Banane essen.
Als nächstes HIPPIE TRIM in der HD Rock & Metal Bar. Mal ist das moderner Hardcore Punk, der mich an die Double Life Rezension erinnert, mal melodischer Punkrock, der dem Alternative zugewandt ist. Leider dröhnen die Tiefen sehr und schlucken die offenen Akkorde, die bei ihnen die eigentliche Würze reinbringen.
Wenige Meter weiter spielen FINAL EFFORT. Nach ihrem letztjährigen Tagesantritt in der Groovestation, nahm ich an, Kathy's Garage würde jetzt ein Ende bereitet werden, aber Fehlanzeige.
In der Alaunstraße gibt es eine kostenfreie, für alle zugängliche Outdoor Stage, auf welcher die allgemeinverträglichen Acts gastieren.
Zurück in der HD treten WAVES LIKE WALLS an. Wir hören metallischen Hardcore mit Tendenz zum Metalcore. Nicht mein Stil, aber war den Versuch wert: mega Energie, starkes Shouting und der Sound kann hier doch richtig gut sein.
Abschließend gebe ich mir CASEY im voll besuchten und entsprechend aufgeheizten Loft House. Frontmensch und Stimme sind angeblich unfit, aber liefern trotzdem ab. Die Gitarre gefällt mir sehr, klingt so als ob jeder Ton eine kleine Welle schlagen würde.
10 Stunden Bahn und eine Handvoll Bands später bin ich K.O., sodass ich direkt in die Horizontale übergehe. Morgen ist ein neuer (Festival)tag.













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