
Sabrina von Lügen und Fini von Black Square haben sich 2020 offen über den Umgang mit Sexismus in der Punkszene auseinander gesetzt und damit eine wichtige, längst überfällige Debatte losgetreten. In diesem Podcast sprechen beide mit kraVal ausführlich über die Diskussionen, Solidarität und das Verhalten von alten Punks und deren Fanzines.
Im Anschluss an die von Sabrina und Fini losgetretene Debatte ergaben sich weitere wichtige Beiträge und Diskussionen - die Artikel dazu sind in den Shownotes weiter unten verlinkt.
Riesendank geht an dieser Stelle an Christian “Kris” Weber, der mit mühevoller Arbeit das Versagen der Technik ausgeglichen hat und diese Folge gerettet hat! Unendlicher Dank dafür <3!
Coverfoto Sabrina: Copyright Carina Jirsch Photography
Finis Band: Black Square
Derbe Punk mit Hexengesang und politischen Texten
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Sabrinas Band: Lügen
Post-Punk mit politischen Texten
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Spotify-Playlists mit Bands, in denen nicht nur Cis-Typen spielen:
Sabrina lügt
Finis kleine FLINTA* Playlist
Bands, die erwähnt werden:
Sektion No Fun: Hardcore-Band aus Halle (Saale) und Inspiration für Fini
Finisterre: Hardcore-Band aus Köln (Sängerin Manuela war schon mal Gast bei PPP)
Bambix
Dover
Petrol Girls
Rvivr
Antimanifest
NEIN NEIN NEIN
Goldzilla
Artikel und Interviews:
Kommentare:
Warum Frauen "nicht auch einfach so" blank ziehen? Vielleicht weil Frauenkörper immer noch mehr sexualisiert und bewertet werden als Männerkörper? Vielleicht weil es für einige Typen eine Aufforderung zum grapschen ist und man der Frau hinterher auch noch die Schuld gibt, weil sie so freizügig unterwegs ist?
Und überhaupt: ist es so schlimm, das T-Shirt einfach anzubehalten? Wird einem da so viel Freiheit weggenommen?
Leider ist "der große Rest" ebenfalls Teil des Problems, deshalb muss man den auch immer und immer wieder nerven. Sorry, cis-punk.
Vielleicht können die, die eh schon alle Privilegien und Freiheiten genießen einfach mal nen Schritt zurücktreten, dann würde Punk auch wieder Spaß machen.
Ich bin nur noch froh das ich mit meinen Ü50 darüber mir keine Gedanken mehr machen brauch und mit niemanden über meine vermeintlichen "Privilegien" streiten muss.
Die Idee das andere mir etwas zu gestehen muss, ist der Fehler an diesen Gedanken. Wer sich nicht nimmt was er braucht bleibt ein Looser. Da spielt weder das Geschlecht noch die Haarfarbe eine Rolle.
Aber ich habe es verstanden, der Punk von heute reiht sich eine in die SPD/CDU/Grüne Einheitsfront.
Unsereins wollte weg von den Normen und Zwängen der Gesellschaft, heute möchte man ein Teil dieser sein und bloss nicht irgendwo anecken, irgendwer oder irgendwas könnte ja irgendjemanden schaden oder jemand könnte sich betroffen fühlen.
Zum Anecken - dein Kommentar ist ein Wiederspruch in sich: du sagst Punk passt sich an, fühlst dich aber gleichzeitig durch den Beitrag provoziert, hier deine Worte loszuwerden.
Apropos Privilegien: Punk ist vorallem auch immer ein Privileg der Jugend gewesen, und verändert sich dadurch seit 40 Jahren... während dessen wurden immer herrschende Zustände reflektiert und sich dem gegenüber dann positioniert - ja, auch gegen Sexismus! -... und ist nicht bloß eine Spielart der männlichen, pseudo-"rebellischen" Rockmusik.
Also, keine große Überraschung: Die Zeiten haben sich geändert!
Und wer es nicht schafft mit diesen niederschwelligen Standards des respektvollen Miteinanders sich selbst zu entfalten, ist evtl einfach unkreativ und will nur unterhalten werden, statt sich durch Punk zu emanzipieren und Zustände zu reflektieren.