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Ruhrpott Rodeo Festival 2014 Tag 3: Turbonegro, Knochenfabrik, Cock Sparrer, Against Me!, DivaKollektiv, Zwakkelmann, Irie Revoltes, ZSK, Die Mimmis, Vier Promille, Elvis Pummel, The Boys, Montreal, Frantic Flintstones, Prima Donna, Götz Widmann, 29.05.-31.05.2014 in Hünxe, Flugplatz Schwarze Heide - Bericht von der Redaktion

Ruhrpott Rodeo 2014 Tag 3, 31.05.2014 in Hünxe

Fö: Ruhrpott Rodeo, dritter Tag! Es war, wie bereits gestern, mal wieder kalt des Nachts, aber meine Zwiebeltechnik mit zwei Schlafsäcken hat mich vor dem Erfrieren bewahrt.
garagephotographer: Jau, kalt wars aber dafür für den ganzen Tag prima Wetter gemeldet, nur Wetterorakel Alex hatte Regen für den Abend angekündigt. Wär bestimmt ein prima Schlammstau am Abreisetag gewesen, kam aber dann doch anders.
garagephotographer: Für die einen DIY, für die anderen Upcycling.
garagephotographer: Nachdem die Schuhe von ihrem Rosaton befreit wurden, war noch mein Zeigezeh dran. Steht mir und ist, wie ich mittlerweile festgestellt habe, ziemlich unabwaschbar.
Fö: Auftakt mit GÖTZ WIDMANN. Den fand ich früher mal ganz witzig, hat auch nach wie vor bessere Texte als 97,5% der anderen Liedermacher, aber ich bin nicht Hippie genug um das abzufeiern.
Fö: "Abfeiern", das machen Hippies übrigens, indem sie sich hinsetzen. Für die Uhrzeit (13 Uhr) schon beachtlich viel los vor der Bühne, aber Götz Widmann ist ja auch kein No-Name. Spielt laut eigener Aussage heute nur die Hits in 50 Minuten Programm, normalerweise spiele er wohl um die 3 Stunden - dann aber keine Hits, oder wie muss ich die Ansage verstehen?
Chris: Es hat sich schon gelohnt, früh aufs Gelände zu tapern. Wie immer galant durchs Programm geführt. Auch wenn er evtl. bei so einer eher kurzen Spielzeit die Erklärungen zu den jeweiligen Liedern etwas kürzen könnte und auch nicht wiederholt auf die nächsten Termine hätte hinweisen müssen. Mehr Songs, denn die sind gut!
Fö: Danach PRIMA DONNA. Enttäuschend, wie wenig hier nur noch los ist. Dachte ja, die Band sei bekannter. Und dachte ja, wenn die Leute sich schon so zahlreich zu Götz aufmachen, bleiben bestimmt auch einige aus Interesse hier. Aber nö.
Fö: Glam-Garage-Rock'n'Roll-77er-Punk, so die Ecke, würde ich mal grob sagen. Manchmal etwas zu sehr im Klischee (wie viele Bands haben einen Titel namens "Rock'n'Roll is dead" im Programm? Oder war das ein Cover?), aber insgesamt ganz cool. Gibt auch einige Mitsingfähige im spärlichen Publikum.
Fö: Da schaut aber jemand spektisch.
Fö: Mittagssonne, viel Platz vor der Bühne, da kann man es sich auch mal auf Liegestühlen bequem machen. Leider reagiert die Security eher unentspannt. Versteht hier keiner.
snitch: Unentspannte Security? Kenn ich nicht.
Chris: Hier sehen Sie ein Foto aus dem Duisburger Zoo. Nicht.
Fö: Nach "Punk im Ruhrgebiet" jetzt der neueste Schrei: "Punk im Liegestuhl"!
Chris: Hehe, auch ohne die Menschen zu kennen könnte man diese Fotos sorgenlos durch die von dem Pavillon austauschen, unter dem Chris gelebt hat.
Fö: Auf "Control" verzichte ich, dafür als Nächstes die FRANTIC FLINTSTONES. Klischee-Rockabilly. Angetan bin ich von den verwaschenen Tattoos und davon, dass der Banner auf dem Kopf bedruckt wurde (höhö). Ansonsten soweit ganz cool. Gibt sogar das Flintstones-Theme mit leicht abgeändertem Text als Gimmick.
Fö: Anschließend auf der kleinen Bühne: DIE FALSCHEN PFERDE - A TRIBUTE TO MONTREAL. In Originalbesetzung übrigens. Als Ersatz für Louise Distras. Diese hat übrigens laut Facebook bereits am Dienstag morgen ihre Absage verkündet, vom Ersatz erfuhr ich erst wenige Stunden vorm Auftritt, andere wussten von gar nix und hatten sich auf Frau Distras gefreut. Die Informationspolitik des Ruhrpott Rodeo erinnert etwas an die ersten Jahre, da wurden Ausfälle ebenfalls nicht unbedingt zeitnah kommuniziert...
Fö: Die Montreal-Fans vor Ort wissen trotzdem Bescheid. Auftritt gefällt, dafür dass ich jetzt nicht sooo viel mit der Band anfangen kann. Könnte aber auch daran liegen, dass 15 Minuten wenig genug sind, damit es nicht langweilig wird. Außerdem wurde der Hit mit der Fahne gespielt. Der namensgebende Song "Das falsche Pferd" übrigens nicht - oder habe ich das verpasst?
Fö: Zu Beginn wurde noch gefragt, ob die Zuschauer lieber Musik oder lieber Gelaber wollen - die Band kann bekanntlich beides. Gab dann so um die 4 Lieder zu hören. Plus großartige Feststellung von Hirsch: "Neben der Bühne stehen der Sänger von ZSK und die Bassistin der Mimmis - aber ich weiß nicht, wer wer ist?!"
Fö: Anschließend auf der großen Bühne: THE BOYS. Die ältesten Boys, die ich je gesehen habe. Ganz amtlicher England-Punk, gefällt mir. Und das, obwohl ich, wie üblich bei alten England-Punk-Bands, kein Lied kenne.
Fö: Im Vordergrund: Maks. Im Hintergrund: ELVIS PUMMEL!
snitch: Im Vordergrund: Maks. Im Hintergund: die 'Mini-Soundless-Show'.
Fö: Elvis Pummel ist der begnadetste Entertainer des heutigen Tages, ein fantastischer Musiker und eloquenter Barde. Schrammeliger Sixties-Rock'n'Roll-Sound mit deutschen und englischen Texten, übertrieben abgehackt vorgetragen, ich bin Fan.
Fö: Da kann man auch mal ausrasten.
Fö: Von VIER PROMILLE bekomme ich nur wenige Songs mit, auch so ne Band mit der ich mich nie wirklich befasst habe. Dachte immer die machen so Musik zum Saufen, aber das da auf der Bühne klingt nach stinknormaler Rockmusik, eignet sich höchstens zum Fußnägel-Schneiden.
Chris: Vier Promille sind sicher nötig, um hier steil zu gehen. Die Düsseldorfer haben tatsächlich eine Hand voll Hits, aber leider auch recht viel langweiliges Material. Aber das ist natürlich Geschmacksache. Oi!
snitch: Wie jedes Jahr die Wellness-Oase für akustisch Traumatisierte, zumindest innerhalb der Stage-Area. Lose sind am zweiten Tach schon aus. Das nächste Mal wohl besser drei Barrel von den Dingern ankarren.
Fö: Presse-Leute bekommen übrigens keinen Zugang zum Bühnengraben (deswegen gebe ich mir nicht wirklich Mühe beim Fotografieren), dafür ein eigenes Podest, von dem man einen wunderbaren Blick auf diesen Zaun hat und irgendwo im Hintergrund die Bühne erahnen kann. Da fühlt man sich als Presse-Vertreter doch direkt wohlumsorgt.
garagephotographer: Was sich Alex beim Pressebereich gedacht hat, bleibt wohl sein Geheimnis. Immerhin gibts dort Klos ohne Warteschlange und Bier für Bargeld. Und Kaffee!
Fö: Und eine Betrunken-im-Klappstuhl-Pressekonferenz. War nur niemand anwesend, weder Presse noch BiK.
Fö: Immerhin sowas wie ein Panorama-Blick. Dort hinten sieht man einen der Getränkestände. An denen gibt es übrigens, großes Lob an dieser Stelle, sogar alkoholfreies Bier! Für mich die wichtigste Bereicherung des diesjährigen Ruhrpott Rodeo. Danke!
snitch: Hört auf mit dem Gewackel!
Fö: Anschließend DIE MIMMIS. Noch so ne Band, die ich nie wirklich gehört habe, aber nachdem sie beim Punk im Pott zu gefallen wussten, schaue ich sie mir auch heute an. Kurzer Auftritt auf der kleinen Bühne. Fabsi lungt Trommler und Veranstalter Alex noch das Versprechen ab, dass sie nächstes Jahr auf die große Bühne dürfen. Habe ich hiermit schriftlich festgehalten. Außerdem kritisiert er wiederholt die unzureichend schallenden Boxen.
Fö: Da bleibt Alex ganz cool. Was heute übrigens auffällt: Der Soundcheck auf der großen Bühne scheint nicht mehr ganz so laut zu sein und die Auftritte auf der kleinen zu stören. Scheint, als wäre da tatsächlich auf die Kritik reagiert worden zu sein. Cool!
Fö: Von 20 Minuten Auftrittszeit mal eben 10 Minuten für die längste Polonaise des Ruhrpott Rodeo draufgehen lassen. Die Mimmis setzen Prioritäten.
Chris: Was für eine Wohltat! Endlich mal vernünftiger Punkrock. Großes Vergnügen! Auch Daumen hoch dafür, gleich beim zweiten Lied mit der Megapolonaise anzufangen. Und den ersten Song am Ende nochmal zu spielen. Das ist mal entspannter Umgang mit zu kurzer Spielzeit.
Chris: Ebenfalls lobend erwähnt werden müssen die drei (DREI!) Paletten Dosenbier, die Fabsi zum gleichnamigen Titel ins darbende Auditorium verteilt. Das dauert länger als das ganze Lied. "Lecker warm" findet er selber.
Fö: Da hinten sind irgendwo ZSK. Keine Frage, ihre Botschaft "gegen Nazis und so" kann man nur unterschreiben, aber die Band nervt ansonsten einfach tierisch.
Fö: Dabei könnte man doch auch prima ohne Botschaften tierisch nerven.
snitch: Fö, ich bin entsetzt, die ernsthafte Message dieser Leute ist doch sonnenklar!
Chris: ZSK hat Chris garnicht gesehen. Irgendwie war gerade etwas anderes wieder wichtiger. Ich glaube Bier und Grillen, um rechtzeitig zu Against Me! wieder zurück zu sein.
snitch: Vorne links im Bild: Freiberuflicher Pyrotechniker, der mit seiner professionellen Einlage dafür sorgt, dass sich der Punkrockstar auf der Bühne als Anwalt der kleinen Möchtegernümstürzler profilieren kann. O-Ton: "Dieser junge Mann hier hat nichts Schlimmes getan! Wenn er das Gelände verlassen muss, werden wir das auch tun, und zwar sofort!" Leider darf der junge Mann bleiben. Und der ZSBla-Fronter kann sich ein Bild weiter mit dem Rumschwenken eines weiteren Bengalos als coole Socke präsentieren. Um mal ein berühmtes Song- Intro einer gewissen kulturellen Duisbuger Größe zu zitieren: "Boah, is dat scheiße hier! Ich geh APPD." "Tja, is Kindergarten, kennste nich, wa'?" (Oder so ähnlich.)
Fö: ZSK haben sogar Geld für zwei verschiedene Bühnenbanner. Und sie können, wie von Snitch bereits angedeutet, prima ihre Fans auf die Security hetzen, wenn diese etwas gegen Bengalos im Publikum unternehmen. Mal ehrlich, wenn da irgendwelche betrunkenen Dorfdeppen meinen, mit hochgefährlichen und giftigen Materialien hantieren zu wollen, dann muss man das nicht noch unterstützen. Den Sinn von diesen Teilen habe ich nie verstanden. Wobei, von der Größe her könnten sie reichen, um gewissen Sängern gewisser Bands das Maul zu stopfen.
Fö: Da hinten auf der kleinen Bühne: EMSCHERKURVE 77. Nix von mitbekommen. Man munkelt, sie hätten den Punk verstanden.
Fö: Dann mein erstes Highlight des Tages: AGAINST ME! Trotzdem muss ich mal eben meine Kritikpunkte direkt zu Anfang los werden: Erstens, der Sound war eher miserabel zu nennen und zweitens, die Bühne ist mal wieder etwas überdimensioniert. Letzteres schafft immerhin viel Platz im Publikumsbereich, lässt in mir aber eher den Wunsch aufkeimen, die Band endlich mal wieder auf ner Clubshow zu sehen. Nunja.
Fö: Positive Punkte: Der ganze Rest! Harhar! Okay, etwas viele neue Songs, aber das sind nunmal zugegebenermaßen auch Hits. Laura Jane Grace hat weiterhin die schönste Stimme im Punkrock, zumindest erkenne ich keinen Unterschied zu ihrer vorherigen Identität als Tom Gabel. Aber Tom hat, glaube ich, weniger gegrinst.
Fö: Das Set beginnt direkt mit einem Klassiker: Pints of Guinness Make You Strong! Geil! Weitere Hits folgen. Alles geil. Don't Lose Touch, Thrash Unreal, How Low, Teenage Anarchist, Turn Those Clapping Hands Into Angry Balled Fists, und und und. Geil! Und auch die neuen Sachen wie True Trans Soul Rebel und Unconditional Love wissen zu gefallen.
Fö: Echt, bin hin und weg. Das Set wird schön runter gebrettert, keine Pausen und keine Ansagen, immer schön in die Vollen. Die neue Besetzung versteht ihr Handwerk. Aber dass Atom Willard gut schlagzeugen kann und Inge Johansson ebenso gut Bass spielen wie springen kann, wissen wir ja schon von ihren vorherigen Bands.
snitch: Auf alle Fälle ma erquickend, datt ne Person_in, die sich bewegt wie Mille Petrozza und vom Look her offensichtlich an Tom G. Warrior orientiert hat, solch melodisch- fluffiges Erzeugnis hervorbringt... Procreation of the switched, ugh!! Kann man gut ertragen.
Chris: sehr schöner Auftritt. Chris hatte ja befürchtet, dass sich der Ausdruck des Gesangs ändern könnte, den er immer sehr geschätzt hat, aber dem ist nicht so. Die Songs von Against Me! sind ebenfalls durch die Bank großartig zu nennen und werden auch live entsprechend mit Schmackes umgesetzt. Mitreißend möchte man sagen.
Fö: Turn Those Clapping Hands Into Angry Balled Fists. Aber hier war es tatsächlich die Security, die zum Mitklatschen aufforderte. Höhö. Zum Abschluss gibt's noch "Black me Out" und ich bin hin und weg. Juhu!
Fö: ZWAKKELMANN mit Big Band. Gewohnt souverän. Ist bewusst erst heute angereist, damit er nicht so betrunken ist wenn er spielt. Den kompletten Auftritt gebe ich mir nicht, aber so für zwischendurch finde ich ganz cool, was ich da höre. Lieder wie "Fender Telecaster", "Durchgedrehter Spinner", "Kein Punk", "Beim hiesigen Gemeindefest" - Schlaffke versteht es die Massen zu unterhalten. Und die singen fleißig mit. Spielt übrigens am 15.6. im FZW Dortmund, nur mal so am Rande erwähnt.
garagephotographer: Zwakkelmann heute mein Highlight des Tages. Leider wieder mit doofem Kleine-Bühne-Sound, dafür mit gewohntem Humor, da es weit vor 22 Uhr ist und mein Plan vorsieht ab 22 Uhr zwecks Erhaltung der Fahrtüchtigkeit nicht mehr zu trinken, passt mir das gut.
Fö: IRIE RÉVOLTÉS. Ist mir grad zu viel gute Laune, und außerdem warte ich als echter Fan auf das DivaKollektiv. Was man aber von hier hinten mitbekommt, ist ne ordentliche Party vor und auf der Bühne. Mit Message, was ja auch nicht ganz unwichtig ist.
Chris: Noch nie von Irie Revoltés gehört, aber trotz oder wahrscheinlich gerade wegen des musikalischen Crossovers von HipHop bis Punk und dem glaubwürdigen Auftreten kommt die Deutsch-Fanzösische Kombo gut an.
Chris: Spendenaufruf kommt ja bei so einer Veranstaltung eher doof, aber ein Unterstützersong wie "Viva con Agua" darf da gerne mal sein und wirkt auch nicht peinlich. Trés bien!
Fö: Weiter mit dem nächsten Highlight! Das DIVAKOLLEKTIV! Muss ja zugeben, dass ich, obwohl durch Labeltätigkeiten irgendwie in die Veröffentlichung involviert, das neue Album "Futter" etwas zu poppig finde, aber das lassen wir mal außen vor. Geht ja heute auch eher um die Livequalitäten.
Fö: Und, ey, großartig! Die scheinen nicht einfach nur geprobt zu haben, die haben jeden einzelnen Ton gefressen, verdaut und verinnerlicht. Der ganze Auftritt geht herrlich direkt nach vorne, schön druckvoll, starke mehrstimmige Gesänge, mitsingtaugliche Songs, wahnsinn!
Fö: Gastauftritt! Sarah von Abbruch begleitet die Band bei "KnickKnack" an der Violine. Kommt gut! Beachtlich auch der Anklang im Publikum, ist echt viel los vor der Bühne, darunter beachtlich viele Mitsinger.
Fö: und, natürlich, Hit nach Hit. Tiefkühlpizza und TV, Fütter dein Ego, Delikat, Eiszeit - schönschön. Ich bin ehrlich angetan davon, wie sich die Band mittlerweile gemausert hat. Den Stimmen aus dem Publikum nach zu urteilen, bin ich da nicht der einzige.
Fö: Weiter zur großen Bühne! TURBONEGRO geben ihr Stelldichein, womit auch die hohe Rate an Turbojugend-Jacken in den letzten Tagen zu erklären werde. Trotzdem ist es nicht ganz so voll vor der Bühne wie erwartet - was ich gut finde, mehr Platz für mich. Also ab nach vorne.
Chris: Bei dem komischen Jackenclub sind ja doch schon einige bei, die eher so aussehen als wären sie ohne Umwege vom Schützenverein direkt dorthin konvertiert. Das schmälert allerdings nicht die Qualität der Band.
Fö: Eher das Ansehen der uniformierten Fans...
Fö: Auch hier bin ich mal wieder begeistert. Nur Hits. Wobei mich die Lieder des letzten Albums "Sexual Harassment" nicht wirklich begeistern können, der Rest umso mehr. Und kein Gedanke mehr daran, dass Tony Sylvester "der Neue" ist - nee, er agiert und singt als wäre er seit 20 Jahren dabei.
snitch: Das haben sie damals bei Brian Johnson auch gesagt...
garagephotographer: Turbonegro tatsächlich ziemlich gut, druckvoll. Hier bitte noch weitere lobende Adjektive hindenken.
snitch: kann sie auch hinschreiben: ziemlich steif, einstudiert. Überbewertet, routiniert.
Ansonsten alles im Lack (buchstäblich).
Chris: Turbonegro hab ich noch nie gesehen. Zumindest nicht an diesem Wochenende. Hier liegt der Fokus auf der Musik, da nur eine Stunde Spielzeit zur Verfügung steht. Also fallen die lustigen Ansagen etwas strammer aus.
snitch: Wie schon an anderer Stelle erwähnt: Turbojugend ist nunmal kein Kaffeekränzchen.
Fö: Zur Zugabe darf selbstverständlich "Prince Of The Rodeo" nicht fehlen, wir sind hier ja nicht einfach irgendwo. "New Rose" wird auch noch gecovert, bevor zum finalen "I Got Erection" angestimmt wird.
snitch: Ok, Ok, das Damned-Cover war tatsächlich recht gelungen.
Fö: KNOCHENFABRIK, anschließend auf der kleinen Bühne, beginnen ihr Set dann mal eben damit, dass "I got Erection" angespielt wird. Großartig! Achim erwähnt, dass seine Mama ganz stolz sei, dass Knochenfabrik heute mal Turbonegro im Vorprogramm haben konnten.
garagephotographer: Knochenfabrik halt. Bombe!
Fö: Es macht sich bemerkbar, dass die kleine Bühne doch etwas klein ist. Was ein Gewimmel hier! Alles drückt, schiebt, pogt, schubst, säuft. War ja zu erwarten. Knochenfabrik antworten mit 30 Minuten Hitfeuerwerk. Geil!
Fö: Dementsprechend wenig Gelaber zwischendurch. Ein wenig Palaver über die Mütter der Protagonisten beispielsweise. Oder Claus, der sich wiederholt die Ärmel seines Fleece-Pullis hochziehen muss, weil der beim Waschen größer geworden ist.
Chris: eine der Clausbands zu sehen ist immer ein wenig wie nach einem anstrengenden Tag ins wohlige Zuhause zu kommen. Konchenfabrik mache da keine Ausnahme. Großes Tennis auf viel zu kleiner Bühne.
Fö: Sie haben "ich stand auf der Gästeliste von Turbonegro" nicht gespielt. Schade.
Fö: Danach mal kurz gucken, was COCK SPARRER so können. Zunächst mal: Nicht mich davon überzeugen, lange zu bleiben. Kenne zwar erstaunlich viele Lieder, aber ich hab nicht mehr wirklich viel Bock, es ist spät und kalt, und so wirklich meine Band war das ja eh noch nie. Also bald Rückzug zum Zeltplatz.
Chris: Gesehen, ja. Aber warum die so beliebt sind, bleibt auch Chris ein Rätsel. Sicher wegen der Geschichte, aber Anfang der Siebziger war vor seiner Zeit. Außerdem wird Chris bei Oi! generell schnell langweilig, auch wenn hier ordentlich gespielt wird.
snitch: Da waren dann mal ausnahmsweise Profis am Werk, und keine bekackten Amateure (wie z.B. unsere Gegenübers, die bereits das ganze Festival über lautstark agierten, als hätten sie den Kommunismus erfunden). Beim Anblick diverser, verzweifelter Gearburning- Versuche kommt uns des Mittags dann die ultimative Geschäftsidee: Das Discount- Festival- Set für unbeholfene Arschlochkinder, incl. Pavillonanzünder, Rauchbömbchen und Posing- Anleitung für die coolen Actionselfies. Natürlich nur bei Kik.
Chris: Unmut wird laut, bei etlichen Anarchisten, deren Müllbeutel nicht ausreichend gefüllt scheint um die 5 Dollar Müllpfand rauszurücken. Tatsächlich hat der Autor selber recht wenig Müll produziert für so ein langes Wochenende. Aber genug, um nicht gerügt zu werden. Braver Punker!
Fö: Ich bin einfach früh genug aufgestanden, um noch Müll von meinen Zeltnachbarn zu klauen. Fies, wa?
Fö: Kleines Fazit? Och joah. Immer wieder schön. Gutes Line-Up. In diesem Jahr etwas größer als sonst, aber 8500 Besucher sind immer noch überschaubar. Kam mir jedenfalls nie zu überfüllt vor auf dem Campingplatz oder vor der Bühne (außer vor der kleinen). Kann so bleiben. Bin gespannt, was im nächsten Jahr so an Bands rausgekramt werden...

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hengzt

04.06.2014 17:00
Westfalenpost, harr harr!
Ø.

05.06.2014 18:58
Mann.tv? Ernsthaft?
Wie kommt man denn an so einen link?
Hier tun sich plötzlich Abgründe auf...

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