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Rock am Berg Merkers Tag 1: Oironie, L.A.K., Krav Boca, The Melmacs, Hi! Spencer, Kaput Krauts 04.06.2026 in Merkers, Waldstadion - Bericht von Burn

Rock am Berg Tag 1, 04.06.2026 in Merkers

Nach einer gemütlichen Anreise über die Kasseler Berge konnten wir unseren 60-PS-Boliden auf dem WoMo Platz abstellen. Bändchen abholen, Zeitplan fotografieren
Pünktlich mit der ersten Band Oironie fängt es an zu regnen. Festival halt.
Ein sehr guter Opener für ein Festival. Der Soundmann muss noch etwas an dem Base Sound schrauben, aber sonst 'ne Bank. 
Pyro gibt es hier jede Menge. Eine Zugabe ist inkludiert. „Dann müsst ihr nicht rufen und wir nicht warten.“ Das gefällt mir sehr gut.
Andere Bühne andere Band. L.A.K. als zweite Band haben es etwas schwer. Der Schauer hört nicht auf, und der Sound gibt auf. Monitore und PA versagen. 
Klassischer Deutsch-Punkrock. Ganz nett, aber nicht so meins. Das Gute, am Ende hört es auf zu regnen, und der Sound ist gut. 
Eine Pyroshow gibt es bei Krav Boca nicht nur vor der Bühne. Eine Flex und ein Blechpanzer sind beeindruckend. Der Sound ist bombastisch. Mehr ist eigentlich nicht zu sagen.
Danach wird mir mehrfach die Sicht vernebelt.
Wir werden abgeholt und mitgenommen. Eine spektakuläre Reise. So wie ich es erwartet hatte. Toll. Der Sound auf der großen Bühne ist jetzt auch sehr gut. Zum Schluss eskaliert die Band auf der Bühne. 
„siamo tutti antifascisti“ Spätestens bei der Zugabe sind alle dabei, und das Publikum eskaliert ein wenig mit. 
Der Energie Krav Bocas geschuldet kommen the Melmacs zunächst etwas ruhiger daher. Was natürlich nicht wirklich so ist. Dieses Gefühl verfliegt nämlich sehr schnell.
The Melmacs rocken fleißig. Was auf der kleinen Bühne auch etwas einfacher ist als auf der großen. Die Stimmung im Publikum ist super.
Wir sollen uns hinlegen und gemeinsam meditieren. Ein erster Mitmachmoment. Da der Boden vom Schauer sowohl nass als auch etwas matschig ist, bleiben viele stehen. Das ging nicht auf. 
Hi! Spencer hatte ich mir eigentlich als Slot ausgesucht, um mal zum Zelt zu gehen und etwas zu essen. Aber als die angefangen haben, musste ich eingestehen, dass der Sound schon ganz ordentlich drückt. Ich habe Hi! Spencer mit so Songs wie ‚Tel Aviv‘ kennengelernt. Das, was ich jetzt höre, ist bei Weitem nicht so dynamisch, aber doch recht gut. 
Trotz der anfänglichen Euphorie sind die Songs für meinen Geschmack zu viel Mainstream. Dann kommt die obligatorische Mitmachnummer. So etwas mag ich gar nicht. Es wirkt sehr konstruiert und funktioniert letztlich auch nicht, weil der Sound von der Bühne viel zu laut ist und man das Publikum nicht hört. 
Zum Abschluss Kaput Krauts. Energie, Energie, Energie. 
Das Set von Kaput Krauts ist eine schöne Mischung aus alten und neuen Songs. Wenig Gequatsche zwischendurch. Und wenn, dann verzettelt sich der Sänger leider etwas. „Festivals sind scheiße, aber nicht alle, das Rock am Berg nicht.“ Er verspricht, dass er demnächst wieder eloquenter ist. Vielleicht schon am Samstag beim Spastic Fantastic in Dortmund. Viel Spaß an alle, die dort hingehen. 
Insgesamt war der erste Tag schon sehr gut besetzt. Ich bin gespannt auf Tag 2. Jetzt geht es ohne Aftershowparty ins Bett. 


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