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Killing Noise, Slaveriet, Spacedrifter, Simon Swahnström, Culpa, Jonzon med Vänner, 06.09.2025 in Mariestad (SWE), Karlsholme Jubileumsteatern - Bericht von Härp

Killing Noise, 06.09.2025 in Mariestad (SWE)

Der eigentliche Grund der Reise war ja ursprünglich; in Schweden zwei, vielleicht drei Konzerte zu spielen und auf dem Weg dahin ein paar Läden in Deutschland zu bespielen. Bekanntlich ist der Weg ja das Ziel und kurz vor'm Start der Tour war es dann auch nur ein einziger Auftritt in Mariestad, den uns Erik von Slaveriet an Land gezogen hatte. Der wiederum spielt heute auch selber mit seiner Kombo neben diversen anderen lokalen und überregionalen Bands und halt eben uns.
Nach der Fahrt, dem Abend bei Erik auf der Couch und dem Material abkippen am Mittag, stiefeln wir gegen Nachmittag erstmals per pedes zur Location, ca. zehn Minuten, um uns ein paar Kollegen von Erik anzusehen. 
Die nennen sich GETRUD TALL und puh...sind so gar nicht meine Tasse Bier. Irgendwas mit Rock und Witzchen auf schwedisch die ich nicht verstehe. Alle lachen, wir lachen mit lecker Bierchen.
Draußen auf der Hauptbühne spielt dann JONZON MED VÄNNER.
Das völlig belanglose Blues Rock Gedudel holt uns aber auch nicht ab, also kehren wir für zwei Stündchen zurück zu Erik in den Garten.
Denn; hier gibt es lecker Bierchen! Das Catering von dem Rockfest ist - milde gesagt - sehr dünn. Eine (!!!) Bierwertmarke pro Kopf und einmal HappaHappa. Wow. Wir leben in Saus und Braus(e)
Egal, sind ja nicht zum uppmachen hier, sondern... äh, doch eigentlich schon. Nebenbei ein bisschen rocken.
SPACEDRIFTER spielen mittlerweile, es ist nach 20:00 Uhr und somit sieht das auch draußen nach Rock'n'Roll aus. 
Laut Veranstalter sind ein paar Hundert Leute auf dem Gelände. Drinnen werkeln derweil NECKTWIST. Der Trommler hat sich auf jeden Fall 'ne Menge bei Dave Grohl abgeguckt und holzt sich einen ab, als wäre danach Rockmusik verboten.
Die letzte Band auf der Open Air Bühne "SIMON SWAHNSTRÖM & LÜRSTA SOCKENS HUSARER" zaubert dann noch einen unterhaltsamen Mix aus Folk, Rock und anderem allerlei aus dem Hut.
Den Leuten gefällt's, wir lösen derweil unseren Essengutschein ein und befüllen den Magen fernab von Starköl mit fester Nahrung.
Ab jetzt beginnt der spaßige weil stressige Teil des Abends, denn -wer auch immer das geplant hat- jetzt drinnen drei Bands am Stück mit nur zehn Minuten Umbaupause spielen. Bescheuert.
CULPA macht den Anfang und so richtig abgehen tut hier noch keiner. Oh man denken wir uns, wenn das gleich (für uns) nicht ein Griff ins Klo wird.
Wir haben uns gut vorbereitet, bauen in Windeseile um und...
...die Leute flippen zu KILLING NOISE komplett aus. 
Das Foto spiegelt es nicht wieder, weil ich das in der "Pause" gemacht habe, wo Husi immer sabbernd/lallend über der Monitorbox hängt und den Mittelteil einläutet. Das Publikum hat dann eine Minute Zeit für Pippi, lecker Bierchen und Luft holen. Danach explodiert und eskaliert der Laden wieder und Menschen pogen, hüpfen und bangen sich die Seele aus dem Leib zu unserem Krach.
Geile Scheiße! Selbst Erik muss erstmal durchschnaufen, als wir erneut dann für SLAVERIET den fliegenden Wechsel vollziehen.
Die zimmern dann ein sehr solides und super geiles Schwedenpunk Brett runter. Ich kenn zwei, drei Songs, aber ähnlich wie bei AstaKask, Troublemakers und Konsorten kann ich nur die Melodien und den Lautschrift/sprech mitgrölen und habe keinen blassen Schimmer über was da genau gesungen wird.
Logisch; dass deren Texte nicht im brauen Sektor fischen ist wohl klar. Das war für mich auf jeden Fall das Highlight der Tour und die fucking Fahrerei (anstrengend die ganze Zeit auf der Rückbank zu versauern) war es dann auch wirklich wert! Vorher schon - jetzt erst recht.
Wir lassen den Abend mitsamt der kompletten Slaveriet Crew bei Erik ausklingen und gönnen uns das eine oder andere lecker Kaltgetränkchen. Herrlich. Ab Morgen geht es dann in den gemeinsamen Tour-Urlaub. Muss sein. Rock'n'Roll ist ganz schön anstrengend, trotz lecker Bierchen.


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