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Ruhrpott Rodeo 2017 Tag 2: Bouncing Souls, Slime, Nothington, Lokalmatadore, Cock Sparrer, Fehlfarben, Rawside, Rummelsnuff, Schmeisig, Venerea, The Fleshtones, Reno Divorce, Männi, Yellow Cap, 22.07.2017 in Hünxe, Flugplatz Schwarze Heide - Bericht von der Redaktion

Ruhrpott Rodeo 2017 Tag 2, 22.07.2017 in Hünxe

Fö: Zweiter Tag! Der gestrige war ja für mich und meine Musikgeschmacksnerven eher zum Aufwärmen da - heute geht es schon etwas mehr in die Vollen, bevor morgen dann mein Traum-Lineup zuschlägt. Aber erstmal wach werden.
Nachts wurde ich bereits durch des Messias zartes Stimmchen aus dem Reich der Träume geholt, als er offensichtlich sehr erbost (und erfolgreich!) einen nervenden Zeltplatznachbarn des Platzes verwies. Ich habe keine Ahnung was vorgefallen ist, aber der Messias hat immer recht.
Thomas: Zweiter Tag am Verkaufsstand. 12 Stunden doofe Fragen beantwortet, alles auf der Hauptbühne sehen müssen. Und heute grüßt das Murmeltier....
Fö: Erster Act des Tages: SCHMEISIG! Ist ja auch schon beinahe Tradition, die Band beim Rodeo und/oder Punk im Pott zu sehen, was auch der einzige Punkt ist, den ich zu bemängeln habe: Man hat's halt doch alles schonmal gesehen.
Thomas: Auch hier stimme ich dir zu. Allerdings passt es zur Eröffnung des Festival-Tages super und Schmeisig schaffen es auch mit ein paar augenzwinkernden Ansagen, dass doch recht zahlreiche Publikum auf ihre Seite zu ziehen.
Hupe: Stimme zu!
Fö: Deswegen find ich's auch nur halb so schade, erst zur zweiten Hälfte des Sets vor der Bühne zu stehen. Zum Aufwärmen eigentlich die perfekte Band. Egal ob Punk-, Metal, Rap- oder Pop-Klassiker, alles wird hier durch den Akustik-Fleischwolf gedreht und ins Bier getunkt.
Thomas: Besonders aufs ins Bier tunken weist die Band diverse Male hin. Aber das ist Ok. Wir sind ja aufm Ruhrpott Rodeo. PC-Radar funktioniert hier eh nicht.
Fisher: Mit fehlt das Dr. Alban mit Bon Jovi verwurstete Cover. Ansonsten ist die Darbietung solide und witzig.
Fö: Immer wieder schön, Punker zu sehen, die ausgelassen tanzen, wenn Hiphop-Songs in akustisch gespielt werden.
Thomas: Nachdem alle Musikstile verarbeitet wurden gibt es den kurzen Moment der Stille, als die Ansage ertönt, wir machen jetzt HipHop. Aber auch das kriegen sie gekonnt hin. Von Fanta4 über Eminem kriegen so einige ihr Fett weg.
Fö: "Wir berufen uns auf unsere Korn-Kompetenzen" - das Publikum darf sich am Korn-Tablett bedienen, das zu "immer wenn ich traurig bin" umher gereicht wird.
Thomas: Auch vor deutschsprachigem Volksliedgut wird nicht halt gemacht. Aber eigentlich konnten Schmeisig mit Saufliedern nur gewinnen!
Fö: MÄNNI. Den Namen habe ich schonmal gehört (hat wohl die Instrumente beim letzten Album der Antilopen Gang eingespielt), Musik bisher nicht. Also mal gucken, was das so kann.
Thomas: Hab den Namen noch nie gehört und klingt als Bandname schonmal scheisse.
Hupe: Diese Beschreibung passt aber auch zur Musik.
Fisher: Sein Problem!
Fö: Sänger und Mastermind Männi kommt mir direkt bekannt vor - meine anschließende Recherche ergibt, dass er mal bei der Screamoband Longing For Tomorrow gespielt hat, die ich damals sogar ziemlich gut fand. Sein neuer Output hat damit aber eher weniger zu tun. Vielleicht eher noch mit Inozit, bei denen er nach LFT noch spielte.
Thomas: Puh ist das nichtssagend. Die könnten auch irgendwo auf ne Abi-Fete auftreten.
Fisher: Die Festivalanimationsversuche des Sänger sind total nervig.
Fö: Ist gar nicht ganz so schlimme Klamauk-Party-Musik, wie ich irgendwie erwartet hatte. Irgendwie erwartet man ja immer das Schlimmste (aber keine Sorge, Bier ist noch da). Gibt eher ganz okaye Rockmusik zu hören, son bisschen wie die harmlose und schelmische Variante von Adam Angst. Etwas zwischen den Stühlen, aber tut keinem weh. Nach ein paar Liedern muss ich trotzdem gehen.
Thomas: Ich darf nicht gehen und muss mir den Rest reinziehen. Nach 3 Songs war ich gelangweilt, nach weiteren 3 genervt und dann habe ich das erste Bier aufmachen müssen.
Fö: Neuerung beim Rodeo: Das Flipper-Zelt. Naja, wer's mag. Besser die stellen so was auf und finden ein paar Dumme die auf dem Wege noch etwas Geld in die Kasse spülen, als dass die Ticketpreise noch weiter erhöht werden.
Thomas: War da nicht irgendwann die Aussage im Raum, es wird kein anderes Entertainment als den Rodeo-Bullen geben!?
Fö: Erhöht wurden die Ticketpreise angeblich auch, weil es jetzt Spültoiletten für alle gibt. Das ist zwar nett und definitiv angenehmer als Dixis, aber mir gefällt die Preispolitik anderer Festivals besser, wo auch nur die für Spültoiletten zahlen, die sie auch tatsächlich nutzen. Das Ruhrpott Rodeo geht da sozialistischer vor.
Schlossi: Irgendwas Gutes muss der Sozialismus ja auch haben. Für mich sind die Spültoiletten, inklusive Waschbecken und Seife, definitiv das Highlight des Festivals.
Thomas: Nachdem ich beim Rodeo von nem brennenden Kohlehaufen, über fehlende Rückwände und Kackbergen schon alles auf den Dixies gesehen habe, doch eine angenehme Neuerung. Der Preisanstieg kann aber nicht nur mit den Klos zusammenhängen.
Fisher: Endlich mal eine sinnvolle Verfügung des Veranstalters.
Fö: YELLOW CAP. Nicht gesehen.
Thomas: Du glücklicher. Todesnerv-Ska.
Fö: Ich war mir echt unsicher, ob's okay ist, dieses Foto hochzuladen. Marc Gärtner sitzt definitiv am längeren Hebel, wenn es um plötzliche Fotografier-Attacken geht. Aber dieser Blick gehört einfach an die Öffentlichkeit!
Fö: RAWSIDE! Waren ja nun längere Zeit weg vom Fenster, nun plötzlich wieder da. Und angriffslustig wie eh und je. Brachialer Hardcore-Punk, am Gesang ein Monster von Stimme, alles fein.
Thomas: Das Schlagzeug-Geballer geht mir direkt von Anfang an auf die Nerven. Immerhin diesmal nicht Oberkörperfrei.
Fö: "Über uns wurde viel geredet - das ist uns scheißegal" ist Hennes einziger Kommentar zu Gerüchten um seine Person. Zumindest glaube ich, dass er auf die Gerüchte anspielte, also die mit seiner Nebenprofession als Drogenzar, die er schonmal in irgendnem Interview dementiert hatte. Von daher sollte ja eigentlich alles cool sein. Oder eben scheißegal.
Fisher: Immerhin haben sie nicht abgesagt und existieren immer noch. Ich hatte schon die Befürchtung, dass die Band stattdessen in einer Folge von "Drogen im Visier" auf Nat. Geographics auftritt.
Fö: Auftritt soweit ganz geil, eben volle Omme nach vorne, nur ist da für mich nach 20 Minuten Vollgasgebretter einfach die Luft raus.
Hupe: Ich fands auch gut. Dachte die würden mehr Leute vor die Bühne locken. So ist es doch recht übersichtlich. Aber Musik hat gefallen.
Fö: Unangekündigter Spontan-Auftritt der SONDASCHULE am Stand neben dem Plastic Bomb. Echt jetzt, keine Ahnung was für ein Stand das war, stehen einfach zu viele Leute davor. Ich vermute mal Sunny Bastards.
Hupe: Yes,war Sunny Bastards. Gehört hat man von Costa und Chris aber rein gar nichts, wenn man nicht in einem 10 Meter Radius vor ihnen stand.
Fö: Jedenfalls lässt man Sondaschule akustisch spielen, und wer gaaanz nah ran geht, hört sogar was. Ich gehe lieber ganz weit weg.
Schlossi: Ich auch.
Fö: Ach DESWEGEN war der Bombenstand am nächsten Tag verschwunden?
Fö: Erste Band auf der zweiten Bühne heute: RENO DIVORCE. Kann mich erinnern, mal irgendwann ein Album von denen gut gefunden zu haben, danach verschwand die Band irgendwie aus meinem Radius. Aber nun sehe ich sie endlich mal live.
Fö: Ganz solider, arschcooler Punkrock/Rock'n'Roll, gepaart mit Altherrenrock. Das große Vorbild Social Distortion linst ziemlich stark hervor, live aber zum Glück weniger als von Platte. Haut mich nicht um, kommt aber ganz gut.
Schlossi: Sowohl musikalisch, als auch optisch firmieren RENO DIVORCE für mich immer unter SOCIAL DISTORTION light. Hätte ich mit 16 wahrscheinlich total abgefeiert, mittlerweile lockt mich das nicht mehr hinter dem Ofen hervor. Geht aber klar und ist definitiv besser als SONDASCHULE.
Fö: Bisschen gecovert wurde auch: "Jolene" von Dolly Parton und "Ace of Spades" von Motörhead. Kann man bringen. Gewettert über Trump und amerikanische Politik wurde auch. Auch das kann man bringen. Bestätigt also meinen Eindruck: Alles ziemlich solide.
Fö: NOTHINGTON! Freue mich sehr dass die auf dem Rodeo spielen. Die haben sich ja einige Jahre rar gemacht und die Tour im Frühjahr hab ich leider verpasst, aber heute zum Glück die nächste Chance.
Thomas: Hach endlich wieder Entspannung für die Ohren auf der Mainstage. Alles ein bisschen seicht, aber Ohrwurmhits. Ich kann gut mitwippen.
Fö: Zugegeben, ich hätte sie lieber auf der kleinen Bühne oder noch lieber in nem kleinen Club gesehen, aber mit solchen Maßstäben sollte man nicht an nen Festivalauftritt ran gehen. Bin ja froh, dass die Band noch einigermaßen Fanbase hat und sich vor der Bühne einige textsichere Leute versammelt haben.
Thomas: Ich kenne keinen Song, kanns mir aber gut nebenher reintun. Mehr als Fußwippen wirds dann aber doch nicht.
Fö: Neu vergeben wurde mittlerweile der Bassistenjob - und auch der Schlagzeuger ist neu, oder?  Aber das ist man ja im Hause Nothington nicht anders gewöhnt. Der neue Basser ist dafür kein Unbekannter: Joe McMahon von Smoke or Fire. Soweit ich weiß, ist der Wunsch-Münsteraner aber nur Tourmitglied und nicht fest. Eigentlich schade, noch ein weiterer fähiger Songwriter in der Band könnte durchaus mal neuen Wind geben.
Fö: Aber sie haben ja eh schon genug geile Songs. Genug jedenfalls für ein hitgefülltes Live-Set beim Ruhrpott Rodeo, mit so einigen Mitsingkrachern und viel Whohoho-Faktor. Aber wie gesagt: Lieber mal wieder in nem kleinen Club...
Thomas: Ich kann ja nur mit einem Ohr zuhören, da ich dauernd von Dose und Kotze am Stand vollgelabert werde. Ernüchternd finde ich, wie viele Nietenpunker loben, dass mensch am Stand bargeldlos zahlen kann...Verkehrte Welt.
Fö: Ich dachte ja, die FLESHTONES würden sowas wie Psychobilly machen. Aber Pustekuchen, da kann man sich ja mal vertun. Selbst Schuld bei so nem Klischee-Namen!
Fö: Gibt eher garagigen und melodischen Rock zu hören, und das sogar ziemlich gut und deutlich mitreißender, als man es bei ner Altherrenkombo (sorry für die Titulierung) erwarten würde. Ein bisschen positive Verrücktheit wird auch noch geboten.
Fö: Seit 1976 gibt es die Band schon - krass. Okay, dann dürfen das ruhig alte Herren sein. Mit über 40 Jahren Bandgeschichte auf dem Rücken kann man sich so einiges erlauben. Für die halbe Stunde Spielzeit war das echt sehr angenehm zu hören und -gucken.
Fö: Domme! Seit wir uns vor 9 Jahren in Budapest kennen lernten, laufen wir uns regelmäßig beim Ruhrpott Rodeo über den Weg. Noch etwas, was das Rodeo auszeichnet: Manche Leute trifft man einfach immer hier.
Fö: Anschließend FEHLFARBEN! Ne Band, die ich nie gehört habe - deren Status in der Punkszene aber unumstritten ist. Aber ich bin für manche Sachen dann doch zu jung. Und zu unwillig, mich durch bergeweise Punkhistorie zu würdigen, dafür hat die heutige Szene einfach genug fähige Bands zu bieten. Aber wenn man schon mal die Chance hat, so ne Legende zu sehen: Warum nicht?
Thomas: Mit der gleichen Einstellung gehe ich da auch ran. Zu jung, um dabei gewesen zu sein. Aber ne Chance geben ist drin. Muss ja auch irgendwas am Status der Band dran sein.
Fö: Fehlfarben gaben ja Ende letzten Jahres einen umfeierten Auftritt im Rahmen des "Lieblingsplatte"-Festivals im Düsseldorfer Zakk, wo sie ihr 1980er Erstlingswerk "Monarchie und Alltag" in Gänze vorführten - und diesem Konzept wird auch heute gefolgt. Heißt, es gibt das ganze Album am Stück.
Thomas: Gut. Ich kenn das Album nicht, hätte das aber ohne die Info auch gar nicht mitbekommen.
Fö: Witzig dabei: Zumindest Sänger Peter Hein scheint zwar einerseits Spaß am Auftritt zu haben, andererseits aber nicht so glücklich darüber zu sein, nur die Songs vom Debütalbum zu präsentieren. Zumindest wirken seine Ansagen leicht zynisch. "Wie das nächste Lied heißt weiß ich nicht, ich hör das Album nie."
Thomas: Ich auch nicht. Ist aber auch egal. Bis auf deren einen Hit, kenne ich nix und mitreißen tut michs auch nicht. Damals bestimmt bedeutsam, heute eher langatmig und langweilig.
Hupe: Mir gefiel das echt gut. Außer dass der Herr Hein mit seinen Ansagen n bisschen nervte. Vor allem Seite A des Sets gefiel mir sehr. Schon ein schweinegeiles Album.
Fö: Höhepunkt: Am Ende "Paul ist tot", das Gitarrist Thomas Schwebel mit minutenlangem monotonem Gitarreanschlagen beendet. Irgendwie sehr stimmungsvoll! Anschließend noch zwei weitere alte Songs von S.Y.P.H. oder Mittagspause, keine Ahnung, kenn ich nicht, steck da nicht drin, aber die alten Fans wirds gefreut haben. Zum Ende hin war der Auftritt jedenfalls ziemlich beeindruckend. Vielleicht sollte ich mich doch mal näher mit "Monarchie und Alltag" befassen. Die anderen Alben, sagen irgendwie alle außer der Band selbst, sollen nicht so geil sein.
Hupe: Auch so alte Punk Bands aus Düsseldorf. War schon interessant. Mit denen kannste dich ja auch ma befassen.
Fö: Nehm ich mir vor, mach ich aber eh nicht.
Fö: RUMMELSNUFF! Großartiger Typ! Leider bisher nie live gesehen, freue mich also das singende Muskelpaket endlich mal leibhaftig sehen zu können. Für mich einfach mal eben das Highlight des Tages!
Hupe: Quatsch!
Fö: Zu hören gibt es, nunja, hm, vielleicht Seemannslieder. Schifferklavier, Popeye-Optik, alles da. Dazu schräge Texte, schräge Mimik und ein dicker Haufen Exzentrik. Super!
Fö: Neigel (da im roten Kostüm) wird beim Stagediven von der Security abgeholt, da ruft Rummelsnuff nur schnell mit verliebtem Blick "den will ich haben" und lässt sich die drahtige Sahneschnitte auf die Bühne holen. Ein Traumhaftes Bild, wie Rummelsnuff und sein bärtiger Mitsänger ihren Fang zu den Klängen von Devos "Mongoloid" bezirzen. Am Ende gibt's noch nen Klapps auf den Hintern und Neigel darf wieder von der Bühne.
Fö: Vielleicht messe ich mit zweierlei Maß, aber Kläppse auf den Hintern und nackte Oberkörper gehen bei einem Rummelsnuff-Auftritt absolut klar, im Gegensatz zum Beispiel zu diesem Swiss-Typen gestern, zu dem ich keine weiteren Worte verlieren will. Schwule Ästhetik und Kunstperformance sind eben wichtiger als Prollrapper mit dicken Hosen und aufgesetzter Message.
Fö: Schunkelpogo mit der Security. Ja, das wünscht man sich doch. Achja, ganz allgemein: Wieder mal ein Lob an die Bühnensecurity. Meistens freundlich, oft lächelnd, manchmal mitsingend, hier auch mal mitschunkelnd, öfters auch mal mitklatschend. Und gelegentlich wird auch mal Konfetti ins Publikum geworfen oder die Wasserpistole zur Abkühlung angeschmissen. Das tut dem Klima vor der Bühne echt gut (ja, auch dem sozialen Klima)
Schlossi: Von den BOUNCING SOULS hatte ich mal ein Album (natürlich das mit "Hopeless Romantic" drauf...), ansonsten hab ich deren Schaffen nie so wirklich verfolgt. Wirken, wie alle "großen" Punkbands auf diesem Festival, routiniert, aber wenig engagiert. Irgendwann ist halt auch Punkrock nur noch ein Job.
Thomas: Nach wahrscheinlich mindestens 20 Jahren Bühnenpräsenz ist das halt wohl so. Auch hochgehypte Band, die mich auch hier wieder nicht richtig kriegt.
Fö: Ich fand den Auftritt ganz geil. Auch, weil ich die Bouncing Souls schon länger nicht mehr gesehen habe. Und weil ich mich mittlerweile immer königlich amüsieren kann, wenn ich den Sänger und seine kreative Mikro-Haltung sehe.
Thomas: Ich kenne sogar einige Songs und dank der Ohoho-Parts kann ich auch das ein oder andere Mal mitsingen. Weiterer Höhepunkt des Tages, was aber dank des mäßigen Line-Ups auch nicht schwer ist.
Fisher: Gute Songauswahl und großer Mitmachfaktor, was will man mehr.
Hupe: Starker Auftritt. Schön melodisch und schnell. Und der Sänger ist echt motorisch-faszinierend.
Fisher: Hier sieht man, dass der Sänger einen eigenen Kabelaffen hat, der ihn auf Schritt und Tritt verfolgt.
Fö: Naa, der guckt ihm doch nur aufn Arsch.
Fö: Andere aus der Reisetruppe geben sich die totale Hingabe. Melle ist im "Halt mal meine Brille"-Modus und verschwindet alle 30 Sekunden im Moshpit, um dann ihre Brille wieder entgegen zu nehmen und nach 2 Sekunden wieder "Halt mal meine Brille" zu rufen. Königlich! Uschi und ich sind uns nicht einig, ob wir lieber Melle oder der Band zuschauen wollen.
Fö: VENEREA. Nicht gesehen.
Hupe: Biertrinken!
Fisher: Diese Band kannte ich vorher nicht. Man lernt ja nie aus. Hier wird feinster Punkrock der amerikanischen Prägung geboten, super tight und melodisch. D. spricht sogar von "der besten Band des Tages". Leider treffen zu diesen Zeitpunkt auch schon die Anhänger der Turnhallenfetischisten aus Mülheim ein.
Fö: Danach SLIME
Schlossi: Die neue Single verkauft sich sehr gut.
Fö: Das neue Album heißt überraschenderweise doch nicht "Nicht Bügeln auf Hügeln", deswegen werde ich es mir nicht kaufen. Die Single heißt übrigens auch nicht so.
Thomas: Ist beides an mir vorbeigegangen.
Hupe: Ich schau mir die immer gerne an. Das letzte Album fand ich überraschend gut. Haben die auf ihrem Neuen mal wieder selbst die Texte geschrieben?
Fö: Wenn ich mir das Video so anhöre - ja...
Fö: Vom Auftritt kriege ich nicht wirklich was mit, stehe die meiste Zeit eher so seitlich der Bühne, unterhalte mich mit Leuten und versuche anschließend, andere Leute zum Unterhalten zu finden. Vor 2 Monaten fand ich die Band live noch ganz geil, aber heute hab ich irgendwie einfach keinen Bock auf die gleichen alten Lieder.
Thomas: Ich kriege Slime auch nur am Rand mit, da es sehr voll vor der Bühne und am Stand wird. Zwischendurch erkenne ich aber immer wieder die alten Hits. Aber wie Fö sagte, immer die gleichen alten Lieder.
Fö: Gespielt wurden wohl auch 4-5 neue Lieder. Kann ich nix zu sagen. Dafür fällt mir bei Betrachten der Fotos auf, dass Dicken offensichtlich nur eine Pose drauf hat: Sooo nen dicken Fisch gefangen!
Fisher: Damit sich Dicken auf der Bühne wohlfühlt, wurde zu seinen Ehren der Einsatz eines Regenschauers vom Veranstalter A.S. verfügt. Wie dies zu bewerkstelligen war, lässt sich nur vermuten. Wahrscheinlich hat er Xavier Naidoo und seine Chemtrails um Hilfe gebeten.
Fö: Wenn Slime "Hamburger Wetter" im Rider stehen haben, sollen sie auch Hamburger Wetter kriegen!
Hupe: Sind schon Hits dabei: Religion
Fisher: Trotz einiger Hits strotzt der Gig vor Belanglosigkeit. SLIME haben den mit Abstand beschissensten Drumsound des Festivals. Wer das wohl verfügt hat...
Fö: LOKALMATADORE. Mittlerweile einfach zu oft gesehen. Da geb ich mir lieber die Solo-Auftritte von Fisch, hat man mehr von.
Schlossi: Gleiches Ding wie mit den KASSIERERN, einfach nicht mein Humor.
Fisher: Ich denke während des Gigs nur daran, wie ich träumend im Gras liege, den Kopf voll verrückter Ideen habe, irgendwer mir etwas zeigt...und darauf hin irgendetwas stirbt.
Hupe: Ich geb ne 1. Find ich immer wieder toll. Hab ich n scheiß Humor?
Fö: COCK SPARRER spielen ja alle paar Jahre mal aufm Rodeo, heute nehme ich mir mal vor, etwas länger zu lauschen. Alles ganz nette Lieder, ein paar davon kenne ich sogar, alle feierns ab, aber irgendwann hab ich keinen Bock mehr. Werd ich nicht mit warm.
Thomas: Das Publikum wird auf jeden Fall prolliger vor der Bühne. Kann ich nix mit anfangen. Nach 12 Stunden Schicht saufen wir uns das Ende schön, klappt aber nicht.
Fisher: Rentnerrock mit großer Hitdichte. Immerhin ist der Gig zackiger vorgetragen als vor ein paar Jahren an gleicher Stelle.
Hupe: Von hinten konnte man den alten Herren gut lauschen. Es nervte nur, dass nach jedem Lied auf das neue Album hingewiesen wurde. Und da man ja auf diesem riesigen Banner auf der Bühne nix sieht. Musste man es anscheinend sehr oft erklären.
Fö: Früh den Rückzug angetreten zu sein, war unser Glück: Nur wenige Minuten im sicheren Zelt, schon gallert es draußen wie aus Eimern. Das war echt mal ein Wolkenbruch! Mal sehen, was morgen überhaupt noch steht...
Thomas: Für mich war dieses Jahr (zumindest die ersten beiden Tage) eines der schwächsten. Keine persönlichen Überraschungen oder Neuentdeckungen. Ganz viel Wiedergekautes. Immer wieder unbegreiflich, dass es doch einige richtig gute (und bezahlbare) Bands gibt, die hier nie spielen. Außerdem gab es so gut wie keine Frau auf der Bühne und auch im Gegensatz zum letzten Jahr keinen einzigen Rap-Act...Naja. Vielleicht im nächsten wieder. Ich mach mich nach hause.
Hupe: Unser Pavillon war auf jeden Fall weg. Dafür soll es ja morgen endlich Schlammpfützen geben. Mal schauen...

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